USA: Aktienkurse und Obdachlosigkeit boomen


USA/Wirtschaft

Die Vereinigten Staaten sind das Land der bizarren Gegensätze: Der Dow Jones Index hat einen neuen Allzeit-Rekord geknackt, die Aktionäre lassen die Korken knallen. Gleichzeitig gibt es in einigen Städten so viele Obdachlose wie seit der Großen Depression nicht mehr und bundesweit immer mehr Bezieher von Lebensmittelmarken. Die Banker finden das gut, die Bürger allerdings weniger.

Man sleeping on Canadian sidewalk
von The Blackbird (Jay Black)Flickr. Lizenz: CC BY-SA 2.0

Endlich ist es so weit: Der Dow Jones Industrial Average schloss am Mittwoch mit 14’254 Punkten, ein neues Allzeithoch! Somit ist der bisherige Höchststand vom 09. Oktober 2007 geknackt (14’165 Punkte). Zwar ist der Dollar im Vergleich zu seinerzeit nur noch die Hälfte wert und die Staatsverschuldung fast doppelt so hoch, doch ist die Krise laut Börsenindex somit endlich überstanden, die Unternehmen sind nominal wertvoll wie nie zuvor und die Aktionäre glucksen vor Freude.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Doch wie sieht es beim Rest der US-Bevölkerung aus, die ja bekanntermaßen nicht nur aus Bankern und Brokern besteht? Hier sieht es nicht ganz so rosig aus. Vor allem in jener Stadt, in der die Banker derzeit die Korken knallen lassen, ist ein enormer Downgrade feststellbar. In New York City gibt es heute 73% mehr Obdachlose als noch im Jahr 2002, so viel wie noch nie seit der Großen Depression in den 1930er-Jahren. Allein seit 2011 wurde ein Anstieg von 35% gezählt, ähnliche Trends zeichnen sich in Washington DC und Boston ab, von einstigen Industriemetropolen wie Detroit ganz zu schweigen.

Die Anzahl der Bezieher sogenannter Food Stamps ist auf Rekordhoch und seit 12 Jahren wandern monatlich ca. 50’000 Arbeitsplätze ab nach China. Für die sogenannte Notenbank „Federal Reserve“ stellt das alles allerdings keinen Grund zur Sorge dar, dort freut man sich über ein moderates Wachstum in Januar und Februar, zumindest auf dem Papier.

Wie zufrieden die Amerikaner mit ihrer von Banken und Waffenindustrie gesteuerten Regierung sind, kann man unter anderem in Musikstücken wie diesem eindrucksvoll feststellen:

httpv://www.youtube.com/watch?v=RHsNhPiaWBk

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Wenn ich sowas lese könnte ich schon wieder kotzen. Die aktionäre lassen die Korken knallen.Hauptsache den Bankern gehts gut.
Während ein großer Teil der Bevölkerung in der Armut untergeht.

Was ein erbämrliches Land.

Aber wen interessiert das schon? Herr Obama? Nein, sicher nicht.
Hauptsache die Weltpolizei und deren Ziele werden erreicht.
Macht, Reichtum und und und.
Sollten sich lieber um ihre Bürger kümmern statt überall anders für Chaos zu sorgen

ach mensch, wenn ich an meine alten Zeiten als Daytrader zurück denke, möchte man am liebsten drauf los shorten … irgendwann würd man sich aber bewusst, das das alles so sinnlos ist und die Regelungen vom Bundestag zum Hochfrequenzhandel sind auch nur der grösste Witz….

Wie wärs mit Hilfe für Bedürftige statt Terror für Unschuldige Herr Obama?

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