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USA: 13 Billionen Dollar Schulden

Erst im vergangenen November berichteten wir über die US-Staatsverschuldung und das Überschreiten der 12 Billionen Dollar-Marke. Kurz darauf, an Weihnachten, erhöhte der US-Kongress die erlaubte Schuldengrenze auf 12,4 Billionen Dollar. Nur vier Wochen später, im Januar dieses Jahres, stimmte der US-Senat einer weiteren Anhebung auf 14,3 Billionen Dollar zu.
Heute, Mai 2010: Die offizielle US-Staatsverschuldung überschreitet die 13 Billionen-Marke. Auf jeden der 300 Millionen US-Bürger rollt nun also eine Schuldenlawine von rund 43.000 Dollar zu. Dagegen erscheinen die Staatsschulden der Bundesbürger mit umgerechnet rund 24.000 Dollar pro Kopf nahezu moderat, könnte man meinen. Selbst die Griechen mit ihren umgerechnet 33.000 Dollar pro Nase, falls es denn stimmt, erscheinen dagegen wie echte Sparfüchse. Dennoch warnen US-Politiker davor, dass das “Euro-Virus auch die USA und die Weltwirtschaft anstecken könnte”.
Für das gesamte Budgetjahr, das am 30. September endet, erwartet die US-Regierung ein Defizit von 1,56 Billionen Dollar (Stand: Mai 2010). Der Staat gibt also pro US-Einwohner in nur einem Jahr 5.200 Dollar mehr aus als er einnimmt. Jeder Privathaushalt würde unter einer solchen Schuldenlast kollabieren und Gläubiger hätten längst Schuldeneintreiber wie “Moskau Inkasso” mobilisiert, um dieses Treiben schnellstmöglich zu beenden.
Werden die US-Amerikaner diese Schulden jemals zurückzahlen? Mit großer Wahrscheinlichkeit nicht: Während die staatliche Gesamtverschuldung (Staatsverschuldung + künftige Verpflichtungen) im Jahre 1995 noch bei rund 10,28 Billionen Dollar lag, durften die US-Bürger im Jahre 2002 bereits 38 Billionen Dollar schultern. Fast eine Vervierfachung in sieben Jahren! 2008 stemmte der US-Steuerzahler bereits eine Last von 64 Billionen Dollar. Laut Prof. Dr. Hans J. Bocker müsste jeder einzelne US-Bürger nach heutigem Stand 80 Jahre lang auf sein gesamtes Einkommen verzichten, um die USA zu entschulden. Und dennoch drängt US-Finanzminister Geithner auf eine weitere Schuldenaufnahme und Investitionen auf Pump.
Aus der Traum vom “American Dream”? Noch scheint es ein wenig Luft nach Oben zu geben. Japan macht’s vor mit sagenhaften 75.000 Dollar Staatsverschuldung pro Kopf. Bis März 2011 wird die japanische Staatsschuld um zehn Prozent wachsen,fast der halbe Haushalt wird durch Neuverschuldung finanziert, die Zinsen verschlingen heute schon mehr als die Hälfte aller Steuereinnahmen. Und trotzdem funktioniert es scheinbar noch halbwegs.
Es darf also wohl noch etwas weitergefeiert werden in den Vereinigten Staaten, dem Lebeland der unbegrenzten Möglichkeiten. Wir, die entsetzten Beobachter dieses Spektakels, können die verbleibende Zeit bis zum immer wahrscheinlicher werdenden Finanz-GAU wenigstens noch sinnvoll nutzen, um uns auf selbigen vorzubereiten und uns noch etwas krisenfester zu machen.
Quellen: US-Sparquote, US-Haushaltsdefizit schwillt rasant an, Pro-Kopf-Einkommen, US-Gesamtverschuldung wächst rapide, USA versinken in Schulden, USA empfehlen neue Schulden, Japan stößt bei den Schulden an seine Grenzen, Die Schulden-Bergpredigt
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Veröffentlicht unter: Politik · Etiketten: Dollar, Euro, Krise, Regierung, Schulden, USA, Welt, Wirtschaft

















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