US-Militär will Uranwaffen im Irak und Syrien einsetzen


Militär/USA

Die USA werden offenbar erneut panzerbrechende Uranmunition im Irak und in Syrien einsetzen. Zwischen 2003 und 2009 wurden bereits mehr als 2000 Tonnen abgereichertes Uran im Irak eingesetzt, wodurch sich die Anzahl der Krebserkrankungen vervielfacht hat.

Gewalt als Lösung für alles? Bild: Deesillustration.com
US Air Force
Bild: Deesillustration.com

Die US Air Force hat offensichtlich vor, erneut umstrittene Uranmunition im Nahen Osten einzusetzen. Wie Aljazeera meldet, wurden in diesem Monat US-Flugzeuge in den Nahen Osten entsandt, welche mit Uranmunition (DU) bewaffnet sind und gegen die ISIS-Gruppe eingesetzt werden sollen.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Pentagon-Sprecher Mark Wright sagte: „Es gibt kein Verbot gegen die Verwendung von abgereichertem Uran, und das US-Militär setzt dieses ein. Der Einsatz von DU in panzerbrechender Munition ermöglicht es, feindliche Panzer leichter zu zerstören.“ Am Donnerstag erbaten mehrere Staaten, darunter der Irak, von den Vereinten Nationen die Unterstützung für ein Ende des Einsatzes von Uranwaffen und riefen zur Unterstützung bei der Schadensreduzierung in bereits kontaminierten Gebieten auf. Eine Resolution wird voraussichtlich in dieser Woche verabschiedet werden, die jene Länder, welche DU eingesetzt haben, dazu auffordern wird, gezielte Informationen über die Standorte freizugeben.

Laut Greenpeace haben die USA zwischen 2003 und 2009 mehr als 2000 Tonnen abgereichertes Uran im Irak eingesetzt. Die Anzahl der Krebserkrankungen in der Provinz Babil, südlich von Bagdad, stieg von 500 diagnostizierten Fällen im Jahr 2004 auf 9.082 im Jahr 2009. Regierungs- und Oppositionsparteien aus Österreich und Deutschland nahmen auf Anfrage von Gegenfrage.com-Kommentator Helmut dazu bis auf wenige Ausnahmen praktisch überhaupt keine Stellung.

10 Comments

  1. War zu erwarten, daß man diese Gelegenheit nützt, um wieder die Zivilbevölkerung zu dezimieren. Im Sprachgebrauch der Amis auch „Kollateralschaden“ genannt.

    Aber es ist eine unsichtbare und heimtückische Methode. Kommt gleich nach den Landminen.

  2. Danke, sebbo, – hätte ich auch dazufügen können. Macht den berühmten Tupfen auf dem „I“.

  3. Usraell mit seiner FED-Sklaverei findet ihr Ende. Warum? Neue, hochinteressante, weltpolitische Artikel in „GLOBALFIRE“ AUF HÖCHSTEM NIVEAU! Es ist schön und fühlt sich GESUND an, ein „Nationaler“ zu sein!

  4. Die USA halten sich an keine Menschenrechtskonvention. Das kann als Indiz dafür genommen werden, dass sich das US-Imperium bereits auf dem Wege des Zerfalls befindet. Das US-Imperium besteht ja nicht aus Kolonien, sondern aus Militärbasen, und dieses System hat inzwischen die Tollwut im letzten Stadium.

    Der sgn. „Peak Empire“ ist überschritten. Beten wir, dass Gott sich Mühe geben möge und diesem dreckigen Schaustück endlich und schnellstens ein Ende bereitet.

  5. danke für s Einstellen. @ sebbo .Er bleibt zu hoffen daß jemand diese Seite dauerhaft speichert /sichert . . .

  6. @Mitleser – Das mit dem speichern machen wir doch dann mal hier.
    Der Link zum Artikel passt auch in den Artikel URANMUNITION

    http://www.ippnw.de/startseite/artikel/07247abb20107a33596612c367deaa11/deutschland-verweigert-zustimmung-zu.html
    —-
    Sie sind hier: http://www.ippnw.de | Startseite
    IPPNW/ICBUW-Pressemitteilung, 28.10.2014
    Uranmunition schädigt Umwelt und Gesundheit

    Deutschland verweigert Zustimmung zu UN-Resolution über Uranmunition
    Einschusslöcher in einem irakischen Panzer weisen Radioaktivität auf. Foto: Naomi Toyoda
    28.10.2014

    Die deutsche IPPNW-Sektion appelliert in einem Brief an das Auswärtige Amt, morgen in der UN-Generalversammlung für die Resolution zu den Folgen von Uranmunition zu stimmen. Nach Informationen der Internationalen Koalition zur Ächtung von Uranwaffen (ICBUW) plant Deutschland, im Bündnis mit Staaten wie Rumänien, Russland und der Ukraine, gegen die UN-Resolution zu stimmen. „Diese Position ist für uns Ärzte völlig unverständlich, da die Beweise für langfristige und schwerwiegende Gesundheitsschäden durch den Einsatz von Uranmunition inzwischen erdrückend sind“, erklärt Dr. Angelika Claußen (IPPNW).

    Laut einer aktuellen Analyse der ICBUW schädigt abgereichertes Uran (depleted úranium) die DNA auf zweifache Weise: als Schwermetall ist es ein chemisches Zellgift, als Alphastrahler verursacht es radioaktive Schäden. Für den Bericht wurden über 50 qualifizierte Studien ausgewertet.

    Vor zwei Jahren hatte die deutsche Bundesregierung eine ähnlich lautende Resolution noch unterstützt. Hinzu gekommen sind in dem diesjährigen Resolutionstext lediglich die Forderung nach weiteren Studien über den Einfluss von Uranmunition auf Gesundheit und Umwelt sowie die Forderung, dass Staaten wie der Irak, die durch den Einsatz von Uranmunition langfristigen und schwerwiegenden Umwelt- und Gesundheitsschäden ausgesetzt sind, von der internationalen Gemeinschaft unterstützt werden.

    Wie die IPPNW und ICBUW in einer Studie über die Gesundheitsfolgen von Uranmunition gezeigt haben, kann abgereichertes Uran, das in den Körper gelangt, viele Krankheiten verursachen, z.B. Veränderungen des Erbguts, Fehlbildungen, Störungen der Fruchtbarkeit, Krebs fast aller Organe, Nierenversagen und neurologische Schäden. Labortests und Untersuchungen von Soldaten und Zivilpersonen, die Uranmunition ausgesetzt waren, haben ergeben, dass die Chromosomen geschädigt werden. Diese Chromosomenveränderungen gelten als Krebs-Vorstufen und Auslöser von Erbkrankheiten. Der Kontakt von Eltern oder auch nur eines Elternteils mit Uranmunition führt zu einer deutlich erhöhten Fehlbildungsrate bei Neugeborenen. Kinder von Veteranen des Golfkriegs, in dessen Verlauf Uranmunition eingesetzt wurde, weisen besonders häufig schwere Fehlbildungen, z.B. des Gehirns und Rückenmarks, des Herzens, der Harnorgane, des Gesichts und der Gliedmaßen auf. Bei Kindern in den irakischen Regionen Basra und Falludscha haben Ärzte identische Beobachtungen gemacht.

    Sie finden die ICBUW-Studie „Malignant Effects: depleted uranium as a genotoxin and carcinogen“ unter https://dl.dropboxusercontent.com/u/3981379/ICBUW_malignant_effects.pdf

    Die IPPNW/ICBUW-Studie „Die gesundheitlichen Folgen von Uranmunition“ vom Dezember 2012 finden Sie unter http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Frieden/IPPNW_ICBUW_Report_DU_Munition_2012.pdf

    Lesen Sie auch die Broschüre „Uranmunition: Strahlende Geschosse“ issuu.com/ippnw/docs/ippnw_uranmunition_web/1

    Kontakt: Angelika Wilmen, Pressesprecherin der IPPNW, Tel. 030-69 80 74-15, Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin, Email: wilmen@ippnw.de, http://www.ippnw.de

    Prof. Dr. Manfred Mohr, ICBUW, Mobil 0172-8146374, Email: mohrm@gmx.net

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  7. Danke Kaiser. mit meinem Hinweis auf Speicherung/ Sicherung sollten sich eigentlich nur eine/einer der Ca 1000 an der ebola umfrage beteiligten angespr
    ochen fühlen . da draussen sollten doch noch Hacker zur nachhaltigen Beweissicherung zu finden sein ? oder ?

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