USA wollen sog. syrische Rebellen mit Flugabwehrsystemen gegen Russland ausrüsten


Militär/Russland/Syrien/USA

US-Kampfjets haben am Mittwoch gezielt zwei Brücken in Syrien zerstört, melden syrische Staatsmedien. Gleichzeitig beschuldigen die USA die Regierung in Damaskus, Angriffe auf zivile Ziele durchzuführen und diskutieren die Möglichkeit, sog. Rebellen mit Flugabwehrsystemen und anderen Waffen mit hoher Reichweite gegen Russland auszurüsten.

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General Dynamic F-16 USAF“ von U.S. Air Force photo – http://www.af.mil/shared/media/photodb/photos/021105-O-9999G-056.jpg. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.

Kampfflugzeuge der US-geführten internationalen Koalition haben am Mittwoch zwei Brücken am Euphrat in der syrischen östlichen Provinz Deir Ezzor bombardiert und zerstört. Dies meldet die syrische staatliche Nachrichtenagentur SANA.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Nur Stunden nach der Zerstörung al-Mayadin-Brücke zerstörten US-Jets die al-Asharah Brücke, welche zwei Ufer des Euphrat miteinander verbindet. Die Zerstörung der beiden Brücken zielte offensichtlich darauf ab, die beiden Ufer des Flusses zu trennen, stellten syrische Reporter fest.

Bereits zuvor haben Kampfjets der US-Koalition die syrische Infrastruktur beschädigt. So wurden etwa am Ende des vergangenen Jahres zwei Elektrizitätswerke in al-Radwaniyeh und Wasserpumpstationen in al-Khafseh (östlich von Aleppo) zerstört, wodurch auch hunderte Zivilisten ums Leben kamen, so die Nachrichtenagentur.

Am 17. September griffen Jets der Koalition „versehentlich“ eine syrische Militärbasis an, wodurch dutzende Soldaten getötet und mindestens 100 verletzt wurden. Unmittelbar danach wurde die Basis von IS-Kämpfern gestürmt.

US-Medien werfen der syrischen Regierung hingegen vor, die Schuld für die humanitäre Krise insbesondere in Aleppo zu tragen und Angriffe auf zivile Ziele durchzuführen. Man sei sich darüber einig, dass es an Russland und Syrien liege, die Kämpfe in dem zerrütteten Land zu beenden, so das Weiße Haus am Donnerstagabend nach einem Telefonat von Obama und Merkel.

Laut Wall Street Journal wird in Washington derzeit diskutiert, ob die CIA Waffensysteme an sog. Rebellen liefern sollten, mit denen syrische und russische Positionen aus großer Entfernung angegriffen werden können. Auch eine Lieferung von Flugabwehrsystemen an die sog. Rebellen wird angeblich erwägt.

Quellen: sana, wallstreetjournal

1 Comment

  1. Ich habe nachgedacht, nein nicht über Syrien, sondern über die ausbleibenden Verhandlungen Trumps mit Putin.
    Das „Angebot“ liegt in Form einer Kapitulationsaufforderung schon von Beginn an vor.
    Trump hatte doch gesagt, ohne Russland beim Namen zu nennen, dass „America“ noch viel stärker rüsten könne- und ein Wettrüsten würden die USA auf jeden Fall gewinnen.
    Dann folgte die Aufforderung an Russland, die Krim zurück zu geben. Es ist völlig klar, dass dieses keine Option für Russland ist. Aber wie kommt ein Land wie Russland, welches nur 60 Milliarden Dollar für Rüstung ausgibt, damit klar, dass die USA, die 640 Milliarden zuletzt jährlich ausgeben und nun 700 Milliarden ausgeben will.
    Deutschland wird seine Rüstung nahezu verdoppeln, von 1,2 % des BSP auf dann 2 % des BSP. Und in Zahlen sind das nach der Erhöhung ziemlich genau 60 Milliarden- allein Deutschland. Von England, Japan, Italien und Frankreich ganz zu schweigen. China ist die große Unbekannte. China gibt etwa 180 Milliarden aus und hat letztens eine Erhöhung von lächerlichen 7 % angekündigt.
    Eigentlich müsste Russland seine Ausgaben um mindestens 50 % erhöhen.

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