Trump ist fünfter US-Präsident, der den Irak bombardiert


Irak/Militär/USA

Donald Trump ist nach Bush, Clinton, Bush und Obama nun der fünfte US-Präsident infolge, der Irak bombardieren lässt.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)
Donald Trump, fünf US-Präsidenten bombardieren Irak
Donald Trump, fünf US-Präsidenten bombardieren Irak, Bild: Gegenfrage.com

Es gibt neben dem Easter Egg Roll oder der National Thanksgiving Turkey Presentation inzwischen noch eine weitere Tradition im Weißen Haus, und zwar den Irak zu bombardieren. Donald Trump ist der fünfte US-Präsident infolge, der den Irak angreift. Vor ihm taten das bereits seine Amtsvorgänger Barack Obama, George W. Bush, Bill Clinton und George HW. Bush.

George HW Bush

Angefangen haben die offenen Kampfhandlungen gegen den Irak mit der Brutkastenlüge, die von US-Präsident George HW Bush verbreitet wurde. Ganze sechs Reden hielt darüber, dass irakische Soldaten in Kuwait Neugeborene aus ihren Brutkästen gerissen und getötet haben sollen. Bei der Geschichte handelte es sich um ein klassisches Beispiel Schwarzer Propaganda.

Auch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International ließ sich für Bushs Lüge missbrauchen und veröffentlichte verstörende Berichte über die Gräueltaten der irakischen Armee, die sich als Kriegspropaganda entpuppten.

Bill Clinton

Insgesamt drei Mal blies US-Präsident Bill Clinton zum Angriff auf den Irak. Los ging es am 26. Juni 1993 (23 Raketen zerstörten in Bagdad das Hauptquartier des irakischen Geheimdienstes). Ein weiteres Mal am 3. September 1996 (44 Marschflugkörper zerstörten irakische Flugabwehrstellungen) und ein weiterer Angriff erfolgte am 16. Dezember 1998 („Operation Desert Fox“).

Bill Clinton erklärte, er habe dem Irak mit den Bombardierungen die Möglichkeit nehmen wollen, Massenvernichtungswaffen herzustellen.

George W. Bush

George W. Bush entfesselte im Jahr 2003 den sogenannten Zweiten Irakkrieg und warf Saddam Hussein vor, die Vereinigten Staaten mit Massenvernichtungswaffen zu bedrohen. Auch dies stellte sich als Schwarze Propaganda heraus. Zuvor behauptete die US-Regierung, Saddam Hussein habe etwas mit den Ereignissen des 11. September 2001 zu tun.

Als tatsächlicher Grund für die Invasion vermutet man heute eher die Umstellung des irakischen Ölhandels von Dollar auf Euro. Nach der irakischen Niederlage wurde Saddam Hussein jedoch wegen dessen Einmarsch nach Kuwait im Jahr 1980 verurteilt und am 30. Dezember 2006 hingerichtet. Im Irak brach daraufhin das Chaos aus.

Barack Obama

Auch Barack Obama ließ den Irak bombardieren, obwohl er in seinem Präsidentschaftswahlkampf ab 2008 mehrfach ein Ende des Kriegs versprochen hatte. Dieses Mal stand eine terroristische Bedrohung im Vordergrund, die ironischerweise überhaupt erst durch amerikanische Bombardierungen entstand, wie Obama selbst sagte.

Westliche Medien berichteten später sogar offen von guten Kontakten zwischen verschiedenen Kampfgruppen und dem US-Militär und Geheimdiensten. Die Army kämpfte über Obamas beide Amtszeiten im Irak.

Donald Trump

Und Donald Trump ist nun der fünfte Präsident infolge, der den Irak bombardiert. Zunächst befürwortete er den von Bush entfesselten Krieg, wurde aber über die Jahre skeptisch. In seinem Wahlkampf sprach er sich sogar dagegen aus.

Derzeit macht es allerdings nicht wirklich den Anschein, dass Trump die Luftangriffe in naher Zukunft beenden wird. Er ermächtigte kürzlich sogar die CIA, eigenständig Luftangriffe auf Terrorverdächtige durchzuführen. Militärvertreter sagten gegenüber der New York Times, entsprechende Restriktionen für Militäreinsätzen seien unter Trump deutlich gelockert worden.

Laut Airwars haben sich die zivilen Opferzahlen seit dem Amtsantritt Trumps verdreifacht. So kamen etwa durch die Bombardierung von Mossul kürzlich rund 200 Zivilisten um.

Quellenangaben anzeigen
activistpost, philly, washingtonpost, newyorktimes


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