Ehem. Pentagon-Berater: Gasangriff in Syrien „inszeniert“


Krass!/Syrien/USA

Der ehemalige Pentagon-Forscher Theodore Postol behauptet, Beweise dafür zu haben, dass der jüngste Gasangriff in Syrien inszeniert wurde. Syriens Präsident Bashar al-Assad sei nicht dafür verantwortlich.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)
Theodore Postol Giftgas Syrien inszeniert
Theodore Postol Giftgas Syrien inszeniert, Bild: Gegenfrage.com

Theodore Postol, emeritierter Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und ehemaliger wissenschaftlicher Berater im Pentagon, veröffentlichte eine Reihe detaillierter Berichte über die Behauptung des Weißen Hauses, Assad habe einen Giftgasangriff verübt.

Postol zufolge hat die Trump-Regierung keine konkreten Beweise vorgelegt, dass Assad dafür verantwortlich ist. Viel wahrscheinlicher sei, dass der Angriff von Rebellen am Boden verübt wurde.

„Ich habe das Dokument des [Weißen Hauses] sorgfältig überprüft, und ich glaube, dass es ohne Zweifel gesagt werden kann, dass das Dokument keinen Beweis dafür gibt, dass die US-Regierung sicher weiß, dass die Regierung Syriens für den chemischen Angriff in Khan Sheikhoun, Syrien um ca. 6 Uhr bis 7 Uhr am 4. April 2017, verantwortlich war.“

„In der Tat zeigt ein Hauptbeweis, der im Dokument zitiert wird, einen Angriff, der von Einzelpersonen auf dem Boden, nicht aus einem Flugzeug, am Morgen des 4. April durchgeführt wurde. Diese Schlussfolgerung beruht auf einer Annahme des Weißen Hauses, die sich auf eine Quelle stützt und Fotos dieser Quelle zitiert. Meine eigene Einschätzung ist, dass diese Quelle sehr wahrscheinlich manipuliert oder inszeniert wurde, so dass aus den vom Weißen Haus gezeigten Fotos keine seriöse Schlussfolgerung gemacht werden konnte.“

Postol wies zudem darauf hin, dass die vom Weißen Haus verwendeten Bilder, die zur Rechtfertigung einer Bombardierung mit 59 Raketen einer souveränen Nation dienen, sogar genügend Beweise darlegen, um die offizielle Geschichte von Anfang an zu entlarven. Der Behälter sei eindeutig am Boden zerstört worden.

Bereits im Jahr 2013 analysierte Postol den Chemiewaffenangriff im östlichen Ghouta. Postol sagte auch damals, dass die Beweise nicht ausreichen, um Assad dafür verantwortlich zu machen. Seine Darstellung wurde später von den Vereinten Nationen, zahlreichen Experten und ranghohen Politikern, darunter Ron Paul, bekräftigt.

Quellenangaben anzeigen
yahoo, yournewswire, freethought

5 Comments

  1. Darum wurde ja auch die rote Linie von Obama gezogen, damit man Assad in die Schuhe schieben kann, dass er sie überschritten hat.
    Mein Gott, was für Dilettanten sind da bei den Amis am Werk, die solche Aktionen in den Sand setzten?
    Die Amis vernichten erst selbst das Gas und dann soll es eingesetzt worden sein?
    Selbst Putin konnte sich die Bemerkung nicht verkneifen, als die Amis bei Saddam keine Chemiewaffen gefunden haben:
    „Wenn ich die Amerikaner gewesen wäre, ich hätte welche gefunden“.
    Dann die Brutkastenlüge.
    Wie dämlich muss man sein, wenn man so einen Blödsinn in die Welt setzt?
    Aber vielleicht recht es ja aus, damit zumindest eine Mehrheit es glaubt.
    Mal sehen was uns aufgetischt wird, wenn Nordkorea angegriffen wird.
    Viele Grüße
    H. J. Weber

  2. Selbstverständlich war der Chemieangriff in Syrien inszeniert,
    weil Assad erstens keine Chemiewaffen mehr hat und zweitens jedes Motiv zu deren Einsatz fehlt. Die Terroristen, die den Krieg in Syrien weithin verloren haben, wollen aber über eine Ausweitung via USA die eigene Niederlage aufhalten.
    Aber Nordkorea ist eine andere Größenordnung.
    Militärisch läuft da nichts. Nur Drohungen.
    Ich könnte mir denken, dass Trump mit dem chinesischen Präsidenten nicht nur über Handelsfragen gesprochen hat.
    Dieser merkwürdige Kim Jong Un mag ja vielleicht lebensmüde sein, aber sicherlich nicht jeder seiner Offiziere.
    Das ist der Hebel, den China nutzen könnte. Die kennen sicherlich aus bisherigen Kontakten Namen und Hintergrund einzelner Generäle.
    Solange, bis da was passiert, muss Trump still halten. Demzufolge, wenn meine Diagnose stimmt, werden die US Kriegsschiffe eine Weile vor der Küste Nordkoreas liegen.

  3. Aus Sicht der Amis wäre es dumm, Nordkorea anzugreifen. Aus militärischer und finanzieller Perspektive wäre Nordkorea wahrscheinlich ein größeres Problem, als Vietnam und Afghanistan zusammen. Die dort lebenden Menschen sind gebildet und (wahrscheinlich) sehr loyal und wehrhaft. Würden die USA Kim Jong Un stürzen, wäre das gut für China, denn dann könnte der Ami sich mit seinen Raketenabwehrsystemen, seinen Kriegsschiffen und seinen Flugzeugen wieder verkrümeln. Nee, der Ami braucht Nordkorea, um an der Grenze Chinas präsent zu bleiben. Ich glaube darum nicht, dass Trump dort einen Krieg beginnt. Eher macht China den Sack zu, damit der Ami endlich abhaut.

  4. Exakt, Bürgender. Das sagte ich doch.
    Wobei für mich allerdings auch klar ist, wahrscheinlich auch für Dich, dass das gegenwärtige Nordkorea für China seine Nützlichkeit verloren hat.
    Beweis: die nordkoreanischen Schiffe mit Kohle für China wurden zurückgewiesen und in der Vergangenheit gab es ähnliche „Unfreundlichkeiten“ gegenüber Nordkorea.
    Die Chinesen wollen nur nicht, dass Südkorea (einschl. US Truppen) an die chinesische Grenze rücken.
    D.h. der Regimewechsel sollte gesteuert werden und ich glaube, dass genau das jetzt derzeit im Hintergrund läuft.
    Dazu braucht es als latente Kriegsdrohung den Kollegen Trump in den USA, damit die Generäle in Nordkorea endlich begreifen, dass die Beseitigung von Kim Jong Un das kleinere Übel ist.

  5. Tramp benötigt ein Spektakel um von seinen innenpolitischen Pleiten abzulenken.
    Er spielt mit dem Gedanken eine nächste Rakete der Nordkoreaner nach dem Start abzuschießen.
    Der Augenblich wäre günstig zu behaupten, diese Rakete war atomar bestückt und war auf einen Flugzeugträger gerichtet.
    Eine ganz neue Dimension, die den Amerikaner „erlauben würde“, auch atomar zurückzuschlagen; nicht mit Wasserstoffmegabomben, sondern mit taktischen Atomwaffen, die das komplette Atomprogramm der Nordkoreaner zerstört.
    Tramp hätte sein „weltbestes“ Militär ins richtige Licht gerückt, seiner Aufrüstung würde einen Sinn gegeben, seine innenpolitischen Niederlagen würde weit dahinter zurück rücken, und es hat eine Begründung, warum die Infrastrukturmaßnahmen zurückstehe müssen.
    Und- es würde nicht einem US-Soldaten das Leben kosten.
    Auch hätten die USA-Bürger Verständnis dafür, dass erst einmal die Mauer zu Mexiko ein Zaun bleibt.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

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