Strauss-Kahn beschuldigt Sarkozy für seinen Sturz

28. April 2012 von Bürgender

Der ehemalige IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn sagte der britischen Zeitung The Guardian pünktlich zur aktuellen Präsidentschaftswahl in Frankreich, dass Nicolas Sarkozy maßgeblich an der Zerstörung seiner Karriere beteiligt gewesen ist. Strauss-Kahn war der größte Rivale Sarkozys, weshalb eine riesige Medien-Kampagne gegen ihn gestartet worden sei, ist er sich sicher.

Der ehemalige Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) Dominique Strauss-Kahn, der nach angeblicher sexueller Belästigung  eines Zimmermädchens in den Vereinigten Staaten angeklagt wurde und daraufhin sein Amt als IWF-Chef sowie seine Präsidentschaftskandidatur niederlegte, beschuldigt nun Frankreichs Präsident Sarkozy einer absichtlichen Kampagne gegen seine Person.

Dies berichtete der britische Guardian am Freitag. “Vielleicht war ich politisch etwas naiv, doch hätte ich nicht erwartet, dass sie so weit gehen würden [...] ich hätte nicht gedacht, dass sie irgendetwas finden würden, um mich zu stoppen”, wurde Strauss-Kahn vom Guardian zitiert.


Strauss-Kahn galt bis Mai 2011 als größter Rivale Sarkozys, als ihm plötzlich ein sexueller Übergriff auf ein Zimmermädchen angelastet wurde, worauf seine Karriere als Politiker und als IWF-Chef abrupt endeten. Der Fall wurde am 14. Mai 2011 eröffnet, nachdem Nafissatou Diallo, 32, behauptet hatte, dass Strauss-Kahn sie im Sofitel New York Hotel tätlich angegriffen habe. Strauss-Kahn, 63, plädierte auf nicht schuldig und gab an, jeglicher sexueller Kontakt sei in gegenseitigem Einverständnis gewesen.

Strauss-Kahn sagte dem Guardian, dass die anschließende Eskalation erst am 14. Mai in einer strafrechtlichen Untersuchung “durch eine politische Agenda geprägt” worden sei. Strauss-Kahn ist sich sicher, dass er wochenlang unter Beobachtung des französischen Geheimdienstes gestanden habe. Nachdem er einige Tage im Gefängnis verbracht hatte, wurde er nach Zahlung einer Kaution in Höhe von einer Million Dollar aus der Haft entlassen und unter Hausarrest gestellt.

Sarkozy so etwas nicht zuzutrauen ist in der Tat politisch naiv. Allerdings muss es uns um Monsieur Strauss-Kahn wohl nicht wirklich leid tun. Wahrscheinlich will Strauss-Kahn mit dieser Behauptung seinen sozialistischen Freunden ohnehin nur einen kleinen Wahlkampf-Gefallen tun.

2 Kommentare

  1. landbewohner

    ja leid tun muss einem strauss-kahn wirklich nicht, da auch er nur zu den scheindemokraten und pseudosozis gehört. und ob ihm nun sarkozy und seine bande oder der cia und iwf oder wallstreet abgesägt haben, ist eigentlich auch 2.rangig. für den bürger weltweit ist nur zu beachten, wie in diesem fall -unter anderen -politik, geld und kriminalität verwoben sind.

  2. ebenfalls Landbewohner:

    Ausserdem ist seine Alte Milliardärin, also muss er nicht mehr anschaffen (höchstens -lassen)!
    Dass er öfter ein Bienlein auf dem Hotelzimmer buchen liess (von den Konsumenten bezahlt), hatten seine SMS und Ehem. Kollegen schon den Medien zugetragen, also bleibt mein Beileid in Grenzen für den “armen Bengel”!

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