König Æthelred lässt Dänen töten:
13.11.1002: St. Brice’s Day-Massaker in England


Geschichte

Am 13. November 1002 ließ Englands König Æthelred der Unberatene beim St. Brice’s Day-Massaker in England lebende Dänen umbringen.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)
St. Brice’s Day-Massaker
Englische Flagge, Archivfoto, Bild: Gegenfrage.com

An diesem Tag im Jahr 1002 ließ der englische König Æthelred der Unberatene beim St. Brice’s Day-Massaker im Königreich England lebende Dänen ermorden. Historiker glauben, dass es eine erhebliche Anzahl an Todesfällen gab. Vermutlich fiel auch Gunhilde dem Massaker zum Opfer, welche vermutlich die Schwester von König Sweyn I. von Dänemark war.


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In Oxford wurde das St. Brice’s Day-Massaker in einer königlichen Urkunde von 1004 bezüglich eines Kirchenbrands gerechtfertigt:

„Es dürfte allen Einwohnern dieses Landes wohl bekannt sein, dass ein Dekret von mir mit dem Rat meiner führenden Männer und Magnaten erlassen wurde, welches alle auf dieser Insel lebenden Dänen betrifft. Sie sollten wie Rauschgras im Weizen vertrieben werden, deshalb sollte dieses Dekret sogar bis zum Tod verwirklicht werden. Jene Dänen, die in der oben erwähnten Stadt lebten, sich bemühend, dem Tod zu entfliehen, betraten dieses Heiligtum von Christus. Sie zerbrachen die Tür und die Riegel gewaltsam und beschlossen, sich darin vor den Menschen der Stadt und der Vorstädte zu schützen und sich zu verteidigen. Als aber das Volk bei ihrer mühsamen Verfolgung, angetrieben durch die Notwendigkeit sie zu vertreiben, dies nicht schafften, zündeten sie die Bretter an, so scheint es, und brannten diese Kirche mit ihren Ornamenten und ihren Büchern nieder. Später, mit Gottes Hilfe, wurde sie von mir wieder aufgebaut.“

Die Skelette von 34 bis 38 jungen Männern, alle im Alter von 16 bis 25, fand man erst 2008 bei einer Ausgrabung im Johannes College in Oxford. Eine chemische Analyse aus dem Jahr 2012 ergab, dass es sich um menschliche Überreste der ermordeten Dänen handelte.


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Ältere Narben an den Knochen lassen auf kampferprobte Krieger der Wikinger schließen. Man stach wiederholt auf die Dänen ein, bevor man sie brutal abschlachtete. Verkohlte Knochen bestätigen die historischen Aufzeichnungen der brennenden Kirche.

Ansichten von Historikern

Historiker betrachten das St. Brice’s Day-Massaker allgemein als politische Handlung, die die Invasion von Sweyn im Jahr 1003 provozierte. Simon Keynes beschrieb das Ereignis in seinem Oxford Online-Artikel im Dictionary of National Biography Æthelred als „so genanntes“ Massaker.

Es habe sich um die Reaktion eines Volkes gehandelt, das ein Jahrzehnt lang angegriffen und ausgeplündert wurde. Es richtete sich dabei nicht gegen die Bewohner des Danelag, sondern gegen Söldner, die englische Arbeitgeber angegriffen hatten. Danelag war ein Gebiet im Nordosten Englands, das im Jahr 874 von Wikingern erobert wurde.


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Der Biograph von Æthelred, Ryan Lavelle, stellt das Ausmaß des Massakers in Frage und argumentierte, dass es im Danelag nicht durchgeführt worden sein könnte, da die dänischen Wikinger dort zu kampfstark gewesen seien.

Wahrscheinlich sei das St. Brice’s Day-Massaker auf Grenzstädte wie Oxford beschränkt gewesen, glaubt Lavelle. Ebenso auf auf größere Städte mit kleinen dänischen Gemeinden wie Bristol, Gloucester und London.

Audrey MacDonald ist der Auffassung, dass das Ereignis zur Eroberung Englands durch die Dänen im Jahr 1013 geführt hat. Im Jahr 1016 ließ sich der dänische Herrscher Knut der Große zum König von England krönen und gründete aus England, Dänemark, Norwegen und Teilen Schwedens das Nordseereich.

Quellenangaben anzeigen
informationbritain, fmg, bbc, sciencedaily, wikipedia(en)


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