Weltweit schlimmste humanitäre Krise seit 1945 – UN


Jemen/Krieg/Saudi-Arabien

In nur vier Ländern – Nigeria, Somalia, Südsudan und Jemen – drohen insgesamt 20 Millionen Menschen zu verhungern. Die schlimmste humanitäre Krise gebe es laut den Vereinten Nationen im Jemen, wo zwei Drittel der Bevölkerung dringend auf Hilfe angewiesen sind.

Nigeria, Somalia, Südsudan, Jemen humanitäre Krise
Humanitäre Krisen in Nigeria, Somalia, Südsudan, Jemen; UN in Genf, Bild: Gegenfrage.com

Der UN-Nothilfekoordinator Stephen O‘ Brien forderte sofortige Freigabe von Mitteln. Grund dafür seit die „schlimmste humanitäre Krise seit Ende des Zweiten Weltkriegs“. Besonders stark von Nahrungsmittelkrisen betroffen seien Nigeria, Somalia, Südsudan und der Jemen.

Insgesamt seien in diesen vier Ländern mehr als 20 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht. „Ohne gemeinsame und koordinierte weltweite Bemühungen werden die Menschen einfach verhungern, viele weitere werden leiden und an Krankheiten sterben“, sagte er und forderte die Freigabe von Mitteln in Höhe von 4,4 Milliarden Dollar bis Juli.

Anzeige

„Kinder verhungern, gehen nicht in die Schule. Lebensgrundlagen, Zukunftsperspektiven und Hoffnung gehen verloren“, sagte O’Brien am Freitag gegenüber dem UN-Sicherheitsrat. Am schlimmsten sei die Situation im Jemen, wo zwei Drittel der Bevölkerung dringend auf Hilfe angewiesen sind.

Die Zahl habe sich seit Januar um drei Millionen erhöht. Mehr als sieben Millionen Menschen hätten keinen regelmäßigen Zugang zu Lebensmitteln. Der Jemen wird seit 2015 ohne UN-Mandat, also illegal, von Saudi-Arabien bombardiert.

Während seines Besuchs im Südsudan in der vergangenen Woche, sagte O’Brien, dass er eine Situation vorgefunden habe, die „schlechter als es jemals zuvor“ sei. Die Hungersnot im Südsudan ist von Menschen gemacht“, fügte er hinzu.

Anzeige

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung Somalias – 6,2 Millionen Menschen – benötigen humanitäre Hilfe und Schutz, 2,9 Millionen Menschen hungern. Im nordöstlichen Nigeria, so O’Brien, benötigten 10,7 Millionen Menschen humanitäre Hilfe. Davon 7,1 Millionen Menschen, die in ernsthafter Gefahr seien.

Quellenangaben anzeigen
telesur

Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Zuletzt in "Jemen"

Nach oben scrollen