Neuer „Scharia-Goldstandard“ könnte Goldnachfrage massiv erhöhen


Bahrain/Gold

In der vergangenen Woche wurde auf der World Islamic Banking Conference in Bahrain ein neuer „Scharia-Goldstandard“ beschlossen, der 1,6 Milliarden Muslimen bzw. einem Viertel der Weltbevölkerung einen weit besseren Zugang zum Goldmarkt ermöglicht.

scharia goldstandard
Goldmünzen, Bild: Gegenfrage.com

Am 6. Dezember trafen die Accounting and Auditing Organisation for Islamic Financial Institutions (AAOIFI), der World Gold Council (WGC) und Amanie Advisors eine wichtige Entscheidung, die den weltweiten Goldmarkt in Aufruhr versetzen könnte. Ein neuer Scharia-Goldstandard dürfte die Nachfrage nach physischem Gold erhöhen, da Banken in muslimischen Staaten ihre Goldanlagen im Zuge dessen massiv erhöhen werden.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Immerhin geht es um Vermögenswerte in Höhe von umgerechnet 2,4 Billionen Dollar, die dem kleinen physischen Goldmarkt künftig gegenüberstehen, schreibt die Gulf Times. Beschlossen wurde dies während der World Islamic Banking Conference in Bahrain.

„Etwa 1,6 Milliarden Muslime, bzw. 25 Prozent der Weltbevölkerung, werden einen weit besseren Zugang zum Goldmarkt erhalten, als sie es jemals hatten seit der Geburt der modernen Finanzwirtschaft, die nach westlichen Idealen strukturiert wurde“, berichtet Goldcore. Die AAIOFI-Staaten erklärten: „Aus der Sicht der islamischen Fiqh und des islamischen Wirtschaftssystems hat Gold hat eine besondere Bedeutung. Diese spezifischen Prinzipien stellen Gold und Silber als Zahlungsmittel (Thaman) in der Scharia zur Verfügung.“

Newsmax meldet, dass Muslimen bisher nur sehr wenige Goldanlageprodukte oder Dienstleistungen zur Verfügung standen. Dies werde sich mit der Einführung des neuen Scharia-Goldstandards ändern.

Quellenangaben anzeigen
newsmax, goldcore, gulf times, marketslant

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