Saudi-Kampfjet bombardiert Fischerboot im Jemen


Jemen/Militär/Saudi-Arabien

Am gestrigen Donnerstagabend hat ein saudi-arabischer Kampfjet ein Fischerboot im Westen des Jemen bombardiert. Dadurch kamen sieben Fischer ums Leben, acht weitere wurden verletzt.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Mindestens sieben Angler sind im Jemen durch einen Luftangriff Saudi-Arabiens ums Leben gekommen, meldet die Yemen Press. Der Angriff fand an der Küste der westlichen Stadt al-Hudaydah statt. Eine militärische Quelle sagte gegen über dem TV-Sender al-Masirah, ein saudi-arabisches Kampfflugzeug sei am Donnerstagabend über die Küste hinweg geflogen und habe das Fischerboot bombardiert.

Neben den sieben Getöteten seien acht weitere Fischer verletzt worden. Wenige Stunden später haben jemenitische Kräfte in der Wadi-Namlah-Region laut lokalen Medien eine BM-21-Grad-Rakete auf eine von Saudi-Arabien gesponserte Miliz abgefeuert. Berichte über Opfer des Angriffs gab es bisher nicht.

Am Freitagmorgen griffen saudische Kriegsschiffe die Küste des Tuhayta-Distrikts in der Provinz al-Hudaydah an. Auch hier gibt es keine Angaben über Opferzahlen.

Laut den Vereinten Nationen sind durch die Militärkampagne Saudi-Arabiens bis heute 10.000 Menschen gestorben, 40.000 weitere wurden verletzt. Die tatsächliche Opferzahl könne jedoch weit höher liegen, sagte Jamie McGoldrick, UN-Nothilfekoordinator für den Jemen. Jemenitische Behörden gehen von bislang 12.000 Getöteten aus.

Nachdem der eng mit Riad verbundene jemenitische Präsident Rabbuh Mansur Hadi sein Amt niederlegte, griff Saudi-Arabien im März 2015 den Jemen an. Mehr als drei Millionen Jemeniten wurden aus ihren Häusern vertrieben und befinden sich auf der Flucht.

Quellenangaben anzeigen
yemen press

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