Saudi-Arabien schlägt neue syrische Regierung vor


Politik/Saudi-Arabien/Syrien

Nach Russland, den Vereinigten Staaten und Ägypten hat nun auch Saudi-Arabien eine Liste mit Namen für eine neue syrische Wunsch-Regierung fertiggestellt. Offenbar möchte alle Welt in Syriens Politik mitmischen, nur Präsident Assad und die Bürger sollen sich anscheinend raushalten.

„Bashar al-Assad (cropped)“ von Bashar_al-Assad.jpg: Fabio Rodrigues Pozzebom / ABrderivative work: César (talk) - Bashar_al-Assad.jpg. Lizenziert unter CC BY 3.0 br über Wikimedia Commons.
Hat in Syriens Politik offenbar nichts zu sagen: Syriens Präsident Bashar al-Assad (cropped), Lizenziert unter CC BY 3.0 br über Wikimedia Commons.

Saudi-Arabien hat eine Liste mit einer neuen Regierung sowie einer Opposition für Syrien vorgeschlagen. Derzeit gibt es vier Listen für potenzielle Kandidaten, eine wurde von Ägypten vorgeschlagen, eine von Russland und eine von den USA. Und nun auch Saudi-Arabien.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

„Es gibt vier vorgeschlagene Listen, darunter eine von Russland, eine von Ägypten, eine von Saudi-Arabien und eine von den USA. Saudi-Arabien noch keine Vorschläge unterbreitet, aber es wurden Namen von Personen genannt, die in der neuen Regierung vertreten sein sollen, darunter Vertreter aus Behörden der aktuellen Regierung sowie der Opposition“, sagte Randa Kassis, eine der führenden Personen der syrischen Opposition und Gründerin der Bewegung für eine pluralistische Gesellschaft (Movement for a Pluralistic Society).

Sie fügte jedoch hinzu, Saudi-Arabien sei ein wichtiger Akteur, dennoch könne „das syrische Volk nicht zulassen, dass ein anderes Land wie Saudi-Arabien uns das gesamte Kabinett auferlegt.“ Wie sie sich einen Sturz der rechtmäßigen Regierung ohne fremdes Einwirken genau vorstellt, ging aus den Aussagen jedoch nicht hervor. Die meisten Syrer stehen mehrheitlich hinter ihrem Präsidenten Bashar al-Assad.

Randa Kassis wurde in den 1970er Jahren in Damaskus geboren, ihre Eltern sind französisch-syrische Christen. Im Jahr 1987 studierte sie Anthropologie und Psychologie in Deutschland. Anschließend schrieb sie ein Buch über Religion mit dem Titel „Les coulisses de Dieu“. Im Jahr 2010 beschloss sie sich im Vorfeld des sogenannten „Arabischen Frühlings“ in der syrischen Politik zu engagieren. Im Oktober 2012 gründete sie die Bewegung für eine pluralistische Gesellschaft.


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4 Comments

  1. Ein demokratischer Staat wie SA schlägt also vor, wer das syrischen Volk regieren sollte.
    Vieleicht sollte in SA mal ein Regime Change stattfinden mit einer schiietischen Oppositionspartei und sekularen Demokraten in der Regierung.

  2. es ist interessant, wie die „aliierten“ alle mit ihren oppurtun ausgewählten listen kommen, eine tolle wahl für fremdbestimmung, um später das land auszusaugen. hier können wir live miterleben, was den sog. „verlierern“ des 2.weltkrieges durchgemacht haben.
    spannend wird das zurechtbiegen der wahrheit in ferner zukunft als die geschichte und entstehung von „neu-syrien“

  3. Habt ein bisschen Mitleid für die „armen Saudis“. Immerhin beglücken sie die Welt mit dem Salafismus und Kanonenfutter für die Operationen der Nato. Das Kartenhaus indem die Saudis hausen bricht gerade zusammen. Sie handelt gegen ihren Untergang!

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