Sarkozy: Sparen? Aber bitte nur die anderen!


Frankreich/Politik/USA

Sarkozy plant harte Sparmaßnahmen für sein Land. So will er etwa die Mehrwertsteuer erhöhen, Sozialabgaben senken und die Finanztransaktionssteuer einführen. Nur mit sich selbst ist man offenbar großzügig, denn das Budget des Präsidenten kann sich sehen lassen: Allein 12’000 Euro pro Tag plant der französische Staatschef für Verpflegung ein.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Die französischen Präsidentschaftswahlen rücken näher, doch hat es Sarkozy wahrlich nicht leicht: Das Land sollte unter seiner Führung Ausgaben senken und Einnahmen erhöhen. Gleichzeitig möchte er gerne die Wahlen gewinnen, denn an einen vom Steuerzahler finanzierten exorbitanten Lebensstil hat man sich wohl längst gewöhnt.


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Ein neues Buch des sozialdemokratischen Abgeordneten René Dosière enthüllte erstaunliche Details zu Sarkozys extravagantem Lebensstil (Quelle). Das Buch trägt den Titel „L’argent de l’Etat“ („Geld vom Staat“) und Dosière schreibt darin, dass das jährliche Budget des Präsidenten „unter Missachtung elementarer Prinzipien der Trennung zwischen privaten und öffentlichen Haushalte“ etwa 115 Millionen Euro beträgt (Quelle). Kurz: Das ganze Geld wird vom Präsidenten auf den Kopf gehauen.

So genehmige sich der Präsident über 12’000 Euro pro Tag für Verpflegung (allein eine Flasche Rotwein lässt der Staatschef seine Bürger 200 Euro pro Flasche kosten). Über 120’000 Euro pro Jahr, um eine Flotte von 121 Autos zu versichern, dazu über 330’000 Euro Kraftstoffkosten. Zudem kauft der Präsident für 230’000 Euro pro Jahr Blumen, wie der Daily Mirror berichtet. Dann ließ er sein Flugzeug „Air Sarko One“ für 260 Millionen Euro umbauen, mit dem man beispielsweise von Paris nach Saint-Quetin fliegt (rund 130 Kilometer), um zusammen mit seiner Frau Carla Bruni die Höhlen von Lascaux anzusehen. Kosten: Über 550’000 Euro. Vergangene Woche ließ er seinen Sohn mit einem Militärflugzeug von der Ukraine nach Frankreich befördern (Quelle). Grund: Der Sohn war krank. Dies kostete den französischen Steuerzahler ca. 26’000 Euro.

Alles Wahlkampf-Hetze oder berechtigte Kritik? Vermutlich gibt es preiswertere Politiker auf dieser Welt. Dass er jedoch zu seinem Privatvergnügen für sich allein für 230’000 Euro pro Jahr Blumen kauft oder für 330’000 Euro tankt, ist wohl strittig. Doch die allgemeinen Kosten für die Steuerzahler offen zu legen, ist sicherlich kein Fehler.


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3 Comments

  1. Na klar ist das alles Wahlkampf. Schließlich mögen die Franzosen wahrscheinlich keine männliche Marie Antoinette und könnten umgestimmt werden. Zumindest kommt der ganze Schmutz dann mal an die Oberfläche. Soll mir recht sein, solange Herr Sarkozy ein bisschen zum Nachdenken gebracht wird.

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