Russland stellt Zweifel an sowjetischer Größe unter Gefängnisstrafe
In den Köpfen vieler Menschen gilt die Rote Armee bis heute nicht als Befreiungsfront im “Vaterländischen Krieg”, sondern als Okkupant während einer Polizeidiktatur zu Zeiten Stalins. Trotz dem grausamen Tod von 21 Millionen Soldaten und Zivilisten im 2. Weltkrieg, möchte man jeden Zweifel an der aktualisierten Richtigkeit aus russischer Sicht unter Strafe stellen. Skeptikern der Größe, des Reichtums und der Stärke der damaligen Sowjetunion unter Stalin drohen drei Jahre Gefängnis.
Scheinbar haben Russlands Spitzenpolitiker Angst, dass der anstehende 70. Jahrestag des Hitler-Stalin-Pakts, mit dem NS-Deutschland und die Sowjetunion kurz vor Kriegsbeginn 1939 Ostmitteleuropa unter sich aufteilten, Gelegenheiten bieten wird, an dieser Fassade zu kratzen. Nun möchte man dem mit neuen Gesetzen vorbeugen.
Bevor man aber berechtigterweise kopfschüttelnd die Vorgehensweise Russlands abstempelt sollte man gegenfragen, ob bei uns eventuell nicht ähnliche Handhabungen existieren? Man sollte diese ganzen Kriegsverbrechen aus Anstandsgründen in der Tat nicht bezweifeln, eine Kritik daran unter Gefängnisstrafe zu stellen ist in meinen Augen allerdings höchst undemokratisch.



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