Russland präsentiert neue Militärbasis in der Arktis


Militär/Russland

Russland präsentiert eine neue Militärbasis in der Arktis. 150 Soldaten können dort 18 Monate lange autonom überleben, auch Kampfflugzeuge werden dort beherbergt. Laut Schätzungen befinden sich etwa 22 Prozent der weltweit unentdeckten Öl- und Gasvorkommen in der Arktis.

Russland Militärbasis Arktis
Russland Militärbasis Arktis, Bild: Gegenfrage.com

Russland hat eine neue Militärbasis in der Arktis präsentiert, die 150 Soldaten und Kampfflugzeuge beherbergen kann. Der dreieckige Komplex ist in den Farben der russischen Nationalflagge rot, weiß und blau angestrichen und wurde im abgelegenen Alexandraland im Franz-Josef-Archipel errichtet, im nördlichsten Teil der russischen Arktis.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Zwar bleiben Teile der Basis streng geheim, doch haben ranghohe Militärs einen Einblick in das Innere der Basis gewährt. Es handelt sich dabei um den größten Stützpunkt Moskaus in der Arktis seit dem Fall der Sowjetunion. Der fünfstöckige Komplex trägt den Namen Nagursky.

In der Region sollen sich große Öl- und Gasreserven befinden, die auf 23 Milliarden geschätzt werden. Die Arktis, so schätzt US Geological Survey, beherbergt insgesamt Ölreserven in Höhe von 412 Milliarden Barrel Öl und etwa 22 Prozent des weltweit unentdeckten Öls und Gases.

Die Basis bietet Platz für 150 Soldaten, die dort 18 Monate lang autonom überleben können. Laut einem Bericht der Moscow Times befinden sich dort auch ein Kino, ein Tischtennis- und Billiardraum und ein Militärkunststudio.

Die britische Dail Mail schreibt, dass die niedrigen Ölpreise und die wirtschaftlichen Sanktionen wahrscheinlich der Auslöser für diesen Schritt waren. „Doch spielt der Kreml ein langfristiges Spiel“.

Anfang dieses Jahres wurde berichtet, dass Moskau damit begonnen hat, drei Atom-Eisbrecher zu bauen, um sich gegenüber den traditionellen Rivalen Kanada, USA, Norwegen und auch China durchzusetzen, schreibt die Zeitung weiter.

Weiterführende Links mit vielen Fotos
dailymail, moscowtimes

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Der Kampf um die Rohstoffe hat schon lange begonnen.
Russland reklamiert weite Gebiete außerhalb seiner Hoheitszone (24 Seemeilen zum Festland) als traditionell russisch. Da genau das von anderen Staaten anders gesehen wird, zeigt Moskau nun dass es bereit ist deswegen notfalls Krieg zu führen. Somit bekommt die Welt und wir alle in naher Zukunft eine weitere Krise geliefert. Georgien schwelt auf kleiner Flamme, Ostukraine und Krim brennen schon heller und am Horizont erscheint nun der Kampf um Rohstoffe.
Und in diesem „Kampf“ wird China ein Gegner Moskaus sein, einfach weil deren Interessen in dieser Frage nicht deckungsgleich mit denen Russlands sind.
Es könnte sein, dass diese einfache Wahrheit von Trump längst erkannt wurde. Je früher Moskau in dieser Frage einlenkt, desto besser für Russland.

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