Russland mahnt: “Keine einseitigen Schritte gegen Syrien”

09. Februar 2012 von Bürgender

Der russische Präsident Dmitri Medwedew sagte Frankreichs Nicolas Sarkozy in einem Telefongespräch am Mittwoch, dass die Stellung der internationalen Gemeinschaft gegenüber Syrien “objektiv und ausgewogen” sein sollte. Gleichzeitig warnte Medwedew vor “einseitigen Schritten gegen die syrische Regierung”.

Medwedew teilte Sarkozy Einzelheiten der Sitzung am Dienstag zwischen dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad und einer russischen Delegation von Außenminister Sergej Lawrow mit, in der beschlossen wurde, dass sich Moskau bereit erklärt, weiterhin die Rolle des Vermittlers in der syrischen Krise  zu übernehmen. Medwedew betonte allerdings, dass das Blutbad in Syrien “inakzeptabel” sei, wie die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti berichtet.

“Im Rahmen der Fortsetzung der schwierigen Arbeit, die syrische Krise in Zusammenarbeit mit dem UN-Sicherheitsrat zu meistern, hat Medwedew  [Russlands] Partner aufgerufen, voreilige und einseitige Schritte zu vermeiden”, wie der Kreml-Pressedienst zitiert wird.


Laut Berichten der UNO haben mindestens 5’400 Menschen seit Beginn der blutigen Kämpfe in Syrien ihr Leben verloren. Die syrische Regierung gibt an, dass mindestens 2’000 Soldaten und Polizisten bei dem Kämpfen ums Leben gekommen sind. Syrische Behörden geben bewaffneten Banden die Schuld für die Gewalt im Land. Angeblich werden die sogenannten “Oppositionellen” von Israel und der NATO mit Waffen versorgt und in der Türkei von französischen Soldaten ausgebildet. Möglicherweise ist es das Ziel, das Land zu destabilisieren und die Regierung handlungsunfähig zu machen, um letztendlich den Iran angreifen zu können. Zwischen Syrien und dem Iran existiert seit einigen Jahren ein sogenannter “Beistandspakt”, weshalb ein Krieg gegen eines der Länder das andere automatisch mit in den Konflikt ziehen würde.

Medienberichten zufolge ist es im UN-Sicherheitsrat zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen dem russischen UN-Botschafter Witali Tschurkin und dem Premier von Katar Scheich Hamad ibn Dschasim ibn Dschabir Al Thani gekommen. Der Scheich habe Tschurkin gewarnt, dass Russland im Falle eines Vetos im Syrien-Konflikt alle arabischen Staaten “verlieren” werde, worauf Tschurkin geantwortet haben soll: “Wenn Sie weiter so mit mir reden, dann wird ihr Katar den morgigen Tag nicht erleben.” Tschurkin hat die Meldungen jedoch dementiert.

2 Kommentare

  1. Harnisch

    Tschurkin der Schurke!

  2. Anonymous

    deine mutter ist ein schurke

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