Krieg in Syrien:
Russland kritisiert „blutige Provokationen“ der USA


Militär/Russland/Syrien/USA

Der russische Außenminister Lawrow hat Washington scharf kritisiert. Russische und syrische Truppen seien in Syrien „blutigen Provokationen“ ausgesetzt. Zudem sei es „schwer, an die Wirksamkeit der Antiterror-Kampagne“ der USA zu glauben.

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Lawrow kritisiert "blutige Provokationen" der USA in Syrien
Lawrow kritisiert „blutige Provokationen“ der USA in Syrien, Bild: Gegenfrage.com

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat die USA eines „Doppelstandards“ beschuldigt und kritisiert die „blutigen Provokationen“ gegen das russischen und syrische Militär. Dies sagte er in einem Interview mit der in London ansässigen arabischsprachigen Zeitung Asharq al-Awsat, das am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Lawrow verurteilte die Aktivitäten der von den USA unterstützten Militanten sowie die von Washington geführte Koalition. „In einigen Fällen haben diese [US-geführten] Streitkräfte indirekt andere Terroristen dazu ermutigt, strategische Positionen anzugreifen, die zurecht von Damaskus zurückerobert wurden. Oder sie haben sich bewusst an blutigen Provokationen gegen unsere Streitkräfte engagiert“.

„In anderen Fällen ermutigten sie Terroristen, strategische Positionen anzugreifen, in denen die Regierung in Damaskus ihre legitime Autorität wiederhergestellt hat. Oder sie veranstalteten blutige Provokationen gegen unser Militärpersonal“, fügte er hinzu.

Die Bemerkungen kamen inmitten erhöhter Spannungen in Syriens Dayr al-Zawr-Provinz. Dort kämpfen US-unterstützte Militante gegen syrische Regierungskräfte, die von Russland unterstützt werden.

Im vergangenen Monat seien syrische Truppen in Dayr al-Zawr zweimal mit Mörsern und Raketen angegriffen worden, in denen die USA und ihre Rebellen aktiv sind. Lawrow betonte erneut, dass Moskau keinerlei Unterschied zwischen den einzelnen Terrorgruppen mache.

„Doppelstandards“

„Wenn Sie Doppelstandards anwenden, dann teilen Sie die Terroristen in ’schlecht‘ und ’sehr schlecht‘ ein, womit Sie andere zwingen, Ihrer auf politischen Motiven basierenden Koalition beizutreten. Dabei vergessen Sie das notwendige UN-Mandat, um diese Handlungen zu genehmigen. Das macht es schwer, an die Wirksamkeit der Antiterror-Kampagne zu glauben“, sagte Lawrow.

„Es ist unmöglich, den Terrorismus im Nahen Osten und Nordafrika allein mit militärischen Mitteln zu beseitigen“, so der Außenminister weiter. Er fügte hinzu: „Der Vorteil unserer Politik liegt darin, dass sie nicht eigenen Interessen folgt und keine verborgene Agenda hat.“

Alle Beteiligten im Syrien-Krieg sollten „ihre geopolitischen Ambitionen aufgeben und zur Wiederherstellung von Stabilität und Sicherheit“ in dem Land und der ganzen Region beitragen, unterstrich Lawrow. „Die Türkei und der Iran spielen dabei buchstäblich die Schlüsselrolle“.

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presstv


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