Rothschild soll Griechenlands Regierung „beraten“


Griechenland/Wirtschaft

Rothschild wird laut einem Bericht der Financial Times wahrscheinlich der neue Schuldenberater Griechenlands. Die Investmentbank würde damit das US-Unternehmen Lazard ablösen.

Griechenland, Rothschild, Schuldenkrise
Griechenland, Rothschild, Schuldenkrise, Bild: Gegenfrage.com

Athen prüft derzeit die Möglichkeit, bei der Koordination der Schuldenkrise eines der ältesten Finanzunternehmen der Welt ins Boot zu holen: Rothschild. Nach Angaben der Financial Times hoffen die griechischen Behörden, auf diese Weise ein gutes Ergebnis bei den Gesprächen mit den Finanzministern der Eurozone am 20. Februar zu erreichen.

Das Datum ist die letzte Chance auf eine Rettungsaktion, bevor in einigen Euroländern Wahlen stattfinden. Der Zeitung zufolge soll Rothschild einen Bonus erhalten, sofern Griechenland wieder einen Zugang zum globalen Anleihemarkt erhält. Allerdings steht für die Ernennung von Rothschild als Schuldenberater noch eine Genehmigung der griechischen Regierung aus.

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Die Bank soll die US-Investmentbank Lazard ersetzen, die im Jahr 2012 an den Rettungsaktionen Griechenlands mitwirkte und derzeit als Finanzberater des griechischen Energieministeriums fungiert. Die Staatsverschuldung Griechenlands ist nach wie vor die höchste in der Eurozone.

Im Juli 2017 werden sieben Milliarden Euro an Rückzahlungen fällig. Die Rothschild Investmentbank wurde vor über 200 Jahren von Mayer Amschel Rothschild gegründet. Fünf seiner Söhne gründeten Banken in Europa. Das Unternehmen hat heute mehr als 3.000 Mitarbeiter in 40 Ländern.

Quellenangaben anzeigen
financialtimesbusinessinsider, rt

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3 Comments

  1. Man sollte nicht die Frösche Fragen, wenn der Teich trocken gelegt werden soll.
    Rotschild wird sicherlich auch noch Milliarden zu Traumrenditen an den griechischen Staat verliehen haben und darf dann selbst Einfluss darauf nehmen, wer, wann, wie und wie viel als Schuldner bekommt, wenn Griechenland letztendlich doch eingestehen muss, dass es schon Jahrzehnte pleite ist.

    Viele grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  2. Hmm – was soll man davon halten? Die Goldman Sachs Bank (Rothschild) hatte einst Griechenland “ beraten “ und es in die Schuldenfalle getrieben. Neben ein paar anderen Staaten und Banken „unterstützten “ die EZB und der IWF (beide Rothschild) Griechenland. Nun soll die Rothschild Bank Griechenland „direkt unterstützen“ ,- …. mir schwebt da auch noch die GEF Bank (Rothschild) durch den Kopf, da es diese Bank auf die Bodenschätze (Erdöl, Erdgas… usw…) von zahlungsunfähigen Staaten abgesehen hat. Dann wäre Griechenland auf ewig verloren und den Griechen würde absolut gar nichts mehr gehören.

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