Ron Paul: Wie viele weitere Kriege noch?


Militär/USA

US-Präsident Obama hat vergangene Woche beim Kongress beantragt, militärische Gewalt gegen ISIS und sämtlicher damit in Verbindung stehender Kräfte ausüben zu dürfen. Dies entspricht einem Blankoscheck für Obama, so viele Kriege zu beginnen wie er will. Der Kongress wird allem Anschein nach mitziehen, schreibt Ron Paul in einer neuen Stellungnahme.

Ron Paul, Archivfoto
Bild: Wikipedia, Autor: R. DeJong

Letzte Woche hat US-Präsident und Friedensnobelpreisträger Barrack Obama beim Kongress die Verabschiedung eines Gesetzes beantragt, das ihn zu Militärgewalt gegen ISIS „und damit in Verbindung stehender Personen und Kräfte“ in der ganzen Welt für die nächsten drei Jahre zu ermächtigt.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Ron Paul schreibt in einer Stellungnahme auf der Website des Ron Paul Institute, dass dies „ein Blankoscheck für den Präsidenten ist, so viele Kriege zu beginnen wie er will und der Kongress allem Anschein nach in diesem gefährlichen und teuren System mitziehen wird.“ Die USA haben seit Sommer bereits fast zwei Milliarden Dollar für den Kampf gegen ISIS ausgegeben und bisher scheint es keinerlei Effekt zu geben. Ganz im Gegenteil, schreibt Paul: „Unsere Bombardierung hat zur Rekrutierung von 20.000 neuen ausländische Kämpfer für ISIS geführt … wie viele weitere sich dafür entscheiden werden, sobald eine US-Bombe auf ein Dorf oder eine Hochzeitsfeier fällt?“

Bei der „Dreijahresgrenze“ handle es sich um reinste Propaganda. Durch die Aktion werde sich die US-Regierung natürlich in zahlreiche weitere Kriege verwickeln und am Ende der Frist eine Verlängerung beantragen, so Paul weiter. Zudem habe Obama angekündigt, nächsten Monat 600 Soldaten in die Ukraine zu entsenden, angeblich um das Militär des Landes zu schulen. „Während die Europäer also einen Waffenstillstand versuchen zu vereinbaren, gießt Präsident Obama Benzin ins Feuer“, so der Bericht.

„Im in der vergangenen Woche unterzeichneten Waffenstillstandsabkommen ist eine Forderung enthalten, dass alle ausländischen Streitkräfte die Ukraine verlassen. Ich denke dies ist eine gute Idee und es wird ein Langer weg, die Spannungen zu reduzieren. Aber warum glaubt Obama, dass dies nicht für uns gilt?“

„Letzte Woche bestätigte der Senat Ashton Carter mit überwältigender Mehrheit als neuen Verteidigungsminister. Carter kommt direkt aus dem militärisch-industriellen Komplex ins Pentagon und er hat bereits seine Unterstützung für die Lieferung tödlicher Waffen in die Ukraine angekündigt. Senator John McCains großes Lob für Carter ist kein gutes Zeichen“, führte er weiter aus.

„Da wir uns weiterhin am Rande einer wirtschaftlichen Katastrophe befinden, zeigen Washingtons Interventionisten in beiden Parteien keine Anzeichen für eine Verlangsamung. Die zusätzlichen zig Milliarden oder mehr, die diese neuen Kriege kosten werden, werden unsere Wirtschaft nicht nur weiter untergraben, sondern auch unsere Sicherheit gefährden. Kann jemand einen einzigen Erfolg der Interventionisten in den letzten 25 Jahren vorweisen? Wie ich schon sagte, wird dieser Militarismus auf die eine oder andere Art und Weise enden.“

„Entweder genug Amerikaner wachen auf und fordern ein Ende von Washingtons Abenteuern im Ausland, oder wir werden pleite gehen und künftig nicht mehr in der Lage sein, den fiat-Dollar des globalen US-Imperiums zu erhalten.“

Originalbericht hier:


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1 Comment

  1. das ist gut, in je mehr Friedensmissionen sich die Usraelis verstricken, umso teurer wird das Ganze und es wird teuer, egal wie billig das Geld ist. Die vielen Veterans wollen auch Zuhause durchgefüttert sein und IS und AQ wissen inzwischen auch, dass den Feind Schwerverletzte mehr schmerzen als Tote. Usrael wird sich die Kohle allerdings von denen holen, die glauben, Usrael gewähre ihnen Schutz = Europa, wird infolgedessen geplündert, s. TTIP, u.a. wenn aber dank GR Europa zerfällt, ist da bald nix mehr zu holen. Dann geht´s Usrael an den Kragen, die Streetgangs haben ihre Waffen schon geölt und warten nur drauf, ihre Kampfkraft und Ortskenntnis unter Beweis zu stellen. Usrael down under, aber ganz weit down under….

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