Ron Paul verurteilt Obamas Syrien-Politik


Militär/Syrien/USA

Der ehemalige US-Kongressabgeordnete Ron Paul hat die Obama-Administration scharf für die geplante „Eskalation“ des Krieges in Syrien kritisiert. Washington hat angekündigt, die Kampftruppen in Syrien mit weiteren Waffen zu beliefern.

Ron Paul, Archivfoto
Bild: Wikipedia, Autor: R. DeJong

„Heute hörten wir von Präsident Obama, dass der Krieg in Syrien eskaliert wird. Er hat jetzt zugestimmt, Waffen hinzuschicken, um die Rebellen zu unterstützen. Es handelt sich um eine Eskalation, das ist die richtige Bezeichnung, denn wir sind bereits seit einigen Monaten daran beteiligt. Wahrscheinlich unterstützen wir die Rebellen bereits seit zwei Jahren, angeblich aus humanitären Gründen“, so Ron Paul in einer Erklärung auf Youtube am Freitag.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Er fügte hinzu: “ Jetzt aber geht es um ein viel aggressiveres Vorgehen, denn wir werden Waffen hinschicken. Damit gibt es jedoch einige Probleme, denn zunächst handelt es sich um einen Krieg. Die zweite Sache ist, dass Präsidenten nicht ohne die Zustimmung der Bürger durch eine vom Kongress genehmigte Kriegserklärung Kriege beginnen dürfen.“

Weiter kritisierte er, dass die Vorwürfe der Verwendung von Massenvernichtungswaffen die selben seien, wie vor zehn Jahren im Vorfeld des Irakkrieges. „Die Sprache ist die gleiche. Sie verwenden die gleichen Argumente. Massenvernichtungswaffen, Giftgas, hundert Menschen starben, die Regierung hat dies getan“, sagte er. „Für mich ist das alles eine Ausrede.“

Friedensnobelpreisträger Barack Obama hat eine Flugverbotszone sowie Waffenlieferungen an die von der westlichen Wertegemeinschaft finanzierten Kampftruppen in Syrien angekündigt. Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagte am Samstag, dass man kein Experte sein müsse, um die Flugverbotszone als einen weiteren Verstoß gegen das Völkerrecht zu erkennen. Zudem seien die Beweise für einen Einsatz von Giftgas in Zweifel zu ziehen.

Die Unruhen in Syrien begannen im März 2011 infolge einer Nahrungsmittelkrise. Bis Ende 2010 hatten sich nach einer massiven Ausweitung der Dollar- und Euro-Geldmenge die Preise für Getreide in schlagartig verdoppelt, was Proteste in vielen nordafrikanischen und arabischen Ländern auslöste. Die Krise in Syrien findet bis heute kein Ende, da die westliche Wertegemeinschaft ausländische Kampftruppen ausbildet, illegal ins Land schleust und mit Waffenlieferungen sowie Geldmitteln unterstützt.

Ziel der Aktion ist offensichtlich der Sturz der syrischen Regierung und die Zerstörung des souveränen Nationalstaats. Einem von der kuwaitischen Nationalpartei enthüllten Geheimplan zufolge soll der Einsatz auch den Iran schwächen, israelische Gebietsansprüche durchsetzen und indirekt den wirtschaftlichen Aufstieg Chinas stoppen.

httpv://www.youtube.com/watch?v=0CgAP_gBEPQ


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16 Comments

  1. lese gerade auf dwn dass der secretaryx of homeland security 1,6 Mrd. kugeln gekauft hat für die Sicherheit. Yeah, Amerika rüstet beidseitig auf und anders als im internationalen kalten Krieg, der dank Aufrsütung den Frieden wahrte, wird´s in Amiland bald losgehen, heissa, welch einen irre Fahrt wird da losgetreten. Straff organisierte Strassengangs mit Ortskenntnis treffen auf martialisch hoch gerüstete Militärs ohne Ortskenntnis, das wird eine schöner langer Guerillakrieg in dem Amiland von den Militärs in Schutt und Asche gelegt wir und hoffendlich zerfällt. Mal gucken wie´s wrd, wenn der Drohnenpilot sein Elternhaus unter Beschuß nehmen soll – Befehl von oben – je mehr sich der Ami allerdings den Kopp einschlägt, umso friedlicher wird auf dem rest des Globus werden…….. also, Ei drüber, Waffen hinschicken und das ganze als us-ideologische Beschäftigungstherapie deklarieren, dann wird das was. Ich wünsche gutes Gelingen, auf dass sich Vater und SOhn direkt gegenüber stehen und los ballern….. Der Ami soll das ganze Elend in konzentrierte Form erleben, das er die letzten 80 Jahre über den Globus verteilt hat und der Rest der Welt soll sich darüber freuen und Feste feiern, klatschen, tanzen…..
    dass ich das noch erleben darf……

  2. Moin moin mein lieber @Werner – Habe zu dem Thema speziell für dich ja schon so Einiges hinterlegt im Artikel Umfrage : 29% der US Bürger befürworten Revolution, und hinterlege dort auch künftig weiteres zum Thema, so wie auch heute wieder. Das ist ein Thema an dem ich dran bin basierend auch auf Kontakte zu US Bürgern.

    Einer der schönsten Kommentare in Bezug auf die eingelagerte Munition bei HS & Co den ich in einem Blog fand lautete :
    LET THEM COME. WE HAVE MORE AMMO THAN HOMELAND SECURITY

    Zu Ron Paul habe ich vor kurzem einige bedenkliche Dinge gelesen, aber mir den Link nicht gespeichert. Mal sehen, ob ich das wieder finde.

  3. werner, korrigenda! nicht seit 80 sondern seit 100 jahren! eigentlich ununterbrochen seit der ausrottung der ureinwohner !

  4. @Kaiser Wilhelm
    Ja, über Ron Paul kursieren viele kritische Meldungen. Richtig ist, dass er trotz allen Wahrheiten ein Teil des amerikanischen Systems ist und somit unter Generalverdacht steht.

  5. Richtig ist, daß Ron Paul seit 40 Jahren zu seinen Überzeugungen steht und niemals sein Mäntelchen in den Wind gehängt hat. Er ist einer der ganz wenigen Poltiker mit Rückgrat.

  6. Außerdem:
    https://www.youtube.com/watch?v=Svxl2NjyC38

    Christoph Hörstel zu Syrien in einem Vortrag (Rabet, Leipzig), welchem ich beiwohnen durfte.
    Organisiert vom Verein für Völkerverständigung und dem Verein Arabischer Studenten und Akademiker, Danke noch einmal hierfür.

    Auch lade ich hier jeden Leser zum Sommerfest am 28.06. in Leipzig ein, ebenfalls organisiert von diesen Vereinen, genaue Adresse und Route auf den ihren Websiten.

  7. @dw-seneca – Stimme voll zu. Ich bekomme zwangsläufig über Ron Paul jede Menge Headlines, jedoch habe ich kaum den Zeitfaktor, 1000 Artikel voll durchzulesen. Fakt ist, dass Ron Paul Dinge beim Namen nennt, die andere US Politiker nicht hören mögen, die wahrheit schmerzt halt. Seine Einstellung zu den Zionisten unbd zu Israel dürfte bekannt sein, womit man ihn schon mal in die Ecke der Rassisten schiebt. Er hat gute Ideen und möchte vieles verändern. Ob er das alles realisieren könnte, sofern er Präsident der USA wäre, das ist allerdings fraglich. Erstaunlich sind die extrem hohen Wahlkampfspenden für ihn von den Militärs. Rührt aber wohl von seiner militärischen Karriere her.

    In jedem Fall ist er der besserePräsident gegenüber allen Präsidenten seit JFK. Aber auch er gehört zu denen, die besser nicht im offenen Lincoln durch Dallas / TX fahren.

    Wie auch immer, seit Januar aus dem Congress und quasi in Rente, wird er wohl auch aus Altersgründen leider nicht Präsident der USA werden. Er ist aber der Einzige, der Amerika eine andere Richtung weisen könnte, und das würden die -Puppet Masters- auf sicher verhindern.

  8. Ron Paul ist sehr gut und trifft immer voll ins Schwarze. Seit 40 Jahren und genau das macht mich skeptisch. Wäre er eine echte Gefahr für die Fed-Bonzen hätten sie ihn schon lange ermordet.

    JFK wollte die Fed-Bonzen entmachten und musste sterben. Das ändert aber nichts daran daß er den Vietnam-Krieg mit voller Härte geführt hat weshalb er für mich ein Schwein ist wie alle anderen Präsidenten vor und nach ihm auch. Korrigiert mich wenn ich falsch liege.

  9. Ron Paul hat für den Krieg gegen Irak gestimmt.

    Als es dann später peinlich wurde hat er kritisiert.

    Jetzt, wo er keinen Einfluss (Verantwortung) hat kritisiert er Obama wegen Syrien.

    Warum in aller Welt fallt Ihr immer und immer wieder auf die gleichen billigen Tricks herein !

    Und was sind das für „frie Medien“ die den gemeinschaftlichen Blödsinn dann auch an euch verkaufen ?

    Alternaiv ? Oder doch lieber Alternativ. Und wenn nicht Alternaiv, dann „so Nicht“. Zwei-Parteien Paradigm. Gute Nacht.

  10. @Thomas – Bitte etwas besser informieren zum Thema Krieg. Aus eigener Unkenntnis heraus Personen (egal welche) als Schweine zu titulieren ist voll daneben. Also falls du weißt wie man im Web sucht, dann doch vor dem losblubbern Info einholen. Den Lebenslauf von Ron Paul solltest du auch mal nachlesen, in Bezug auf die 40 Jahre die du erwähnst, der Mann war nämlich beruflich Arzt, und erst ab 1997 -in servivce-
    Von welcher Quelle du deine falschen Aussagen hast, das weiß ich nicht, aber diese Quellen solltest du meiden.

    JFK hat in Bezug auf Vietnam zwar vorher Aussagen gemacht, aber der Vietnam Krieg begann NACH dem Gulf of Tonkin Incident im Jahre 1964. Da war JKF schon etwas länger tot, und ein gewissser Herr Nixon war am Zug.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Vietnam_War

    http://en.wikipedia.org/wiki/Gulf_of_Tonkin_incident

    Noch etwas : JFK wurde nur Präsident, weil er eine militärische Karriere hatte und Kriegsteilnehmer im 2. Weltkrieg war. Das war eine Top Trumpfkarte, die bei den Wahlen voll zum tragen kam. DAS hat ihm die Stimmen gebracht für den Sieg. Das Problem in den USA ist jedoch : Es ist eigentlich völlig egal wer Präsident ist. Regiert wird das Land von anderen Kräften und der Präsident ist nur ne Marionette. Von daher sind auch alle Aussagen und Versprechungen im Wahlkampf wenig glaubhaft.
    ————————-
    @Christof Lehmann
    Ron Paul war 5 Jahre beim Militär als Arzt. Warum auch immer er seine Ansichten gewechselt hat, er ist damit ja nicht alleine. Ist ja jetzt eh sekundär, da er Rentner ist. Es sind viele Leute in den USA gegen die Kriegseinsätze, aber es ist nicht die Mehrheit, dafür sorgen schon die Medien da drüben. Der Irak Krieg wurde auf Basis von Lügen begonnen, andere durch inszenierte Aktionen. Zwischen Israel und Syrien gibt es seit 1973 keinen klaren Friedensvertrag sofern ich das richtig in Erinnerung habe. Der USrael Plan Syrien zu -kassieren- ist über 40 Jahre alt. Die Streitigkeiten zwischen Syrien und Israel begannen schon im Jahre 1951, alle weiteren Konflikte der beiden Länder sind einlesbar. Die Paranoiker in Israel wollen keine Verhandlungen und keine Diplomatie, die wollen Krieg mit dem Iran, der aber in der Ausführung nur mit den USA geht. Hierfür wäre ein -freier Luftraum- über Syrien sehr von Vorteil. Ob dann in Syrien die Islamisten am Ruder sind und die Bevölkerung drangsalieren, dass ist doch völlig sekundär. Es hat schon seinen (waffentechnischen) Grund, warum Israel vor den russischen Abwehrraketen Angst hat, zumal Syrien und der Iran quasi Verbündete sind.

    @M.Georg Dieling
    Danke für den Link Katar-Gate.

  11. Kaiser Wilhelm,

    Ron Paul war auch schon lange vor 1997 politisch aktiv, genauer seit 1971 bei den Republikanern. Hier ein Video von 1988: http://www.youtube.com/watch?v=P04BkJpGb6s

    Jfk: Tut mir leid ich bleibe dabei. Auch wenn Privatfirmen die Macht haben könnte ein Präsident wenigstens versuchen mit der bescheuerten Kommunistenpropaganda aufzuhören. Aber nicht mal das hat er gemacht. Hier von Wikipedia:

    Kennedy verstärkte zunächst das militärische Engagement der USA in Vietnam, indem er die Militärhilfe für Südvietnam steigerte und die Zahl der als „Militärberater“ nach Südvietnam entsandten US-Soldaten von gut 700 auf über 16.000 erhöhte. Zudem beorderte er Hubschrauber, gepanzerte Fahrzeuge, Kampfbomber und Artillerie nach Vietnam und stimmte Ende 1961 dem Einsatz von Napalm und Entlaubungsmitteln zu.

  12. Ja o.k., das mit den Vorgängen vor Ausbruch des Krieges ist mir bekannt. Ebenso dass Ron Paul politisch kurzfristig aktiv im Dienst war, ansonsten wäre er ja nicht Senator geworden.
    Die Anti-Kommunistenpropaganda und Kommunistenhatz begann nach dem Krieg, und diese Ära hat Kennedy doch voll miterlebt. In Korea in Bezug auf Kuba und in Vietnam ging es um den Kampf gegen den Kommunismus. Jetzt geht um den Kampf gegen den Terrorismus. Es hat sich nichts geändert.

    http://en.wikipedia.org/wiki/McCarthyism

    Es war Kalter Krieg und es wäre ja beinahe zum Atomkrieg gekommen (Kuba Krise) unter JFK. Eine völlig andere Zeit, die ich doch damals als junger Mensch ganz anders beurteilt habe, als wie heute. Wer nach 1975 erst geboren wurde, der kann das doch nicht nachvolziehen. Und Ron Paul hat auch im Alter seine Meinung geändert, und viele US Soldaten auch, spätestens nach der ersten -Tour-
    Wäre JFK kein Kriegsheld gewesen, wäre er nie Präsident geworden.

    Ein US Präsident kann gar nichts versuchen. Heute noch weniger als wie früher. Der Versuch kann dann eventuell mit Kopfschuss enden.
    In USA herrscht der -industrial military complex- vor dem Eisenhower warnte, obwohl er Militarist war. Die bekannten -Families- regieren die USA. Die USA wären ohne Kriegsindustrie und Krieg wirtschaftlich erledigt.
    Nur der Eintritt in den 2. Weltkrieg hat sie aus der Rezession geholt, darüber sind sich die Historiker einig.

    Ein US Präsident kann vor einer Wahl viel erzählen und versprechen, da aber eine demokratische Regierung (lol) kann er nicht alles alleine entscheiden. Das beste Beispiel ist doch der aktuelle US Präsident, der Spruchkaspar Nr. 1 dem die Berliner vermutlich wieder zujubeln werden (das hat in Berlin Tradition)

    Allein entscheiden konnte z.B. unser GröFaz (der mit dem Schnauzer) und das nannte sich -Führerbefehl-
    Somit, wenn AH morgens im Rundfunk etwas bekannt gemacht hat, das war unmittelbar nach Ausstrahlung der Sendung GESETZ. Hat Vorteile, aber auch krasse Nachteile. Man kann im Leben eben nicht alles haben.

  13. Israel muss sich letztlich auf die Grenzen von 1960 zurückziehen. Und auch der Islamismus wird scheitern.

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