Ron Paul: USA vor Kollaps wie die Sowjetunion


USA/Wirtschaft

Der frühere US-Kongressabgeordnete Ron Paul prophezeite in einem Interview den Zusammenbruch der USA, ähnlich dem der Sowjetunion ab 1989.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)
Ron Paul USA Sowjetunion Kollaps
Ron Paul USA Sowjetunion Kollaps, Bild: Trump Tower in Chicago, Urheber: Gegenfrage.com

Der frühere US-Kongressabgeordnete und Präsidentschaftskandidat Ron Paul sagte am Dienstag im Interview mit dem Washington Examiner, dass ein Jahr des offenkundigen Wirtschaftswachstums unter US-Präsident Donald Trump eine Illusion sei.

Das amerikanische politische System befinde sich am Rande des Zusammenbruchs, ähnlich dem Zusammenbruch der Sowjetunion ab 1989. Riesige Schuldenberge, Inflation und Ungleichheit dürften die Probleme der USA verstärken, am Ende stehe der Kollaps.

„Wir stehen kurz davor, was 1989 passiert ist, als das Sowjetsystem zusammenbrach“, sagte er. „Ich hoffe nur, dass unser System so würdevoll ist wie das sowjetische System.“ Der ehemalige republikanische Abgeordnete aus Texas sagte, er glaube jedoch nicht unbedingt, dass die USA in einzelne Länder zerfallen werde.

Stattdessen prophezeit er eine umfassende Überarbeitung der US-Geldpolitik und an ein Ende des US-Einflusses in Übersee. „Wir haben Besitzrechte in diesen Ländern, aber es ist nicht ganz so wie bei den Sowjets“, sagte er. „Ich denke, unser Status in der Welt und in unserem Imperium wird enden.“

Zwar habe sich die wirtschaftliche Situation verbessert, doch basiere alles auf geliehenem Geld. „Das ganze System ist eine Illusion“, die auf den Schulden von Unternehmen, Privatpersonen und Regierungen fuße. „Es ist eine Blasenwirtschaft auf viele verschiedene Arten, und [die Probleme] werden nicht gelöst werden.“

Trumps Außenpolitik „eine totale Katastrophe“

Paul sagte weiter, er sei von Trumps Außenpolitik schwer enttäuscht. Insbesondere von seiner Herangehensweise an die Probleme mit Nordkorea und seiner Unterstützung der militärischen Kampagne Saudi-Arabiens im Jemen.

„Ich denke, die Außenpolitik ist eine totale Katastrophe. Trumps Ansatz klingt am einen Tag gut, aber am nächsten Tag sorgt er auf der ganzen Welt für Wut und denkt, wir sollten hier und da einen Krieg beginnen.“

Quellenangaben anzeigen
washington examiner

Tags:

30 Comments

  1. So ein kriminelles System geht nicht würdevoll unter.
    Über eine Milliarde Schuss Jadtmunition, millonen Plastiksärge und hunderte von Konzentrationslager, werden die Eliten noch eine ganze Zeit an der Macht halten, bzw. für die *Entsorgung* der protestierenden Bevölkerung sorgen.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  2. Dass das „Falschgeldsystem“ (Billionen von Papiergeldscheinen stehen keine ausreichenden Werte gegenüber) irgendwann zusammenbricht, dazu muss man nicht Abgeordneter sein. Das sagen seit Jahren einzelne Privatbanken und ein Jeder von uns beherrscht die Grundrechenarten.
    Die große Frage lautet nämlich nicht ob, sondern wann die Geldillusion stirbt. Und das kann noch eine ganze Weile so weitergehen. Wenn man sich die extrem hohen Rüstungsausgaben der USA anschaut und nur auf 10 Jahre hochrechnet, wird sofort klar, dass all diese Schulden niemals zurück gezahlt werden können.
    Seit dem Jahr 2008 werden die Finanzmärkte der Welt mit ungeheuren Summen ungedeckten Geldes überschwemmt.
    Eigentlich müsste in diesen 9 Jahren allmählich etwas von Inflation zu erkennen sein. Aber das ist nicht der Fall.
    Stattdessen fand eine Inflation bei den Anlageklassen statt.
    Aktien, Immobilien und Gemälde sind deutlich im Preis gestiegen. Also jede Alternative zum Papiergeld.
    Gold gehört nach meiner (einsamen) Überzeugung nicht dazu und könnte noch nicht einmal in einer Hyperinflation einen Sinn machen. Denn anders als Immobilien wird Gold von niemandem gebraucht. Nur die Notenbanken benötigen noch ein Wertsicherungsmittel.
    Irgendwann endet das Ganze so wie es in der Vergangenheit immer geendet hat.

  3. Nachtrag:
    Als gelernter Linker versteht Ron Paul diese Welt auch nicht so ganz.
    Sonst könnte er sich nicht hinstellen und den Zusammenbruch ala Sowjetunion auf die USA beschränken zu können glauben.
    Es gibt nämlich nur ein Weltfinanzsystem und nicht zwei oder drei. Daraus folgt, dass die USA die Möglichkeit haben ihre Kosten teilweise auf die Satelliten abzuwälzen.
    Dem hat Theresa May in London den Riegel mit dem Brexit nur teilweise entgegen gewirkt.
    Daraus folgt, dass GB sich aus den Turbulenzen zwar nicht ganz heraushalten wird können, aber dieses wird deutlich gemildert in seiner Erscheinung auf dem Inselreich.
    Voll wird dagegen der gesamte EU Raum getroffen werden.
    Hinsichtlich dem Rubelraum und dem Renminbi, sowie dem Yen gilt aber ähnliches wie für das britische Pfund.
    Die Zukunft wird es uns weisen!
    Aber dass dies keine rein amerikanische Veranstaltung wird, sondern eine weltweite Veranstaltung, das hatte doch schon der 29.Oktober 1929 mit der sich anschließenden Rezession im Weltmaßstab ganz klar gezeigt. Und heute ist die Weltwirtschaft erheblich verflochtener wie 1929 bis 1933.
    (Ab 1934 wuchsen die BSP in USA, England, Deutschland und Frankreich schon wieder). Italien, ich habe einige Lektüre von Mussolini zum Thema, kam überhaupt relativ ungeschoren aus der „Großen Weltwirtschaftskrise“ heraus und war nur marginal betroffen. Auch das war von deutscher Seite 1933 vermerkt worden und wirkte verstärkend auf den deutschen „Faschismus“. Den hat es so, anderes Thema, nie gegeben. Denn der grundsätzliche Unterschied zwischen Faschismus und Nationalsozialismus wurde von mehreren Theoretikern der NSDAP in den dreissiger Jahren publizistisch abgehandelt.

  4. „…Ab 1934 wuchsen die BSP in USA…“

    tat es das?

    auf die weltwirtschaftskrise von 1929 reagierten die regierungen der usa und deutschlands mit sparpolitik. es kam weniger geld in den staatshaushalt, also haben die staaten weniger ausgegeben.
    vermutlich haben sie dadurch die krise noch verstärkt.

    1933 kamen hitler und roosevelt fast gleichzeitig an die macht. beide wendeten die keynsche nachfragepolitik an: der staat machte schulden und investierte, um die wirtschaft anzukurbeln.

    in deutschland schuf hitler so das wirtschaftswunder der 30er jahre, das dasjenige ludwig erhards übertrifft, weil ohne inflation. übrigens sank die relative staatsverschuldung in den ersten zwei jahren sogar leicht von 20 auf 19%.

    in den usa gelang es roosevelt, mittels schulden ein kurzes strohfeuer zu entfachen, das dann aber schon in den 1937er-jahren wieder abflaute: die sogenannte roosevelt-rezession. die usa sind die ganzen 30er jahre nicht aus der krise herausgekommen, erst der eintritt in den weltkrieg brachte die wende.

  5. @ Bürgender

    Wikipedia ist nicht das Maß aller Dinge.
    Ich weiß aus der Lektüre mehrerer Autoren, die damals wirklich dabei waren und zwar nicht als Brötchenverkäufer, dass ab 1934 in den USA die Krise definitiv vorbei war.
    Die von mir oben verlinkte Tabelle sagt dasselbe und nennt Details.
    Gegenüber 1933 stieg das BSP um 10,9 % und dann bis 1938 jedes Jahr in Folge. 1938 war ein Ausrutscher Jahr, vielleicht wegen der Friedenshoffnungen die 1938 in Europa vorherrschte.
    Doch schon 1939 und dann bis zum Kriegsende ging es weiter aufwärts- freilich kriegsbedingt.
    Doch die Krise war 1934 definitiv beendet und das wusste ich, tut mir leid, schon bevor ich diese Seite im Internet fand.
    Du hast doch die Tabelle gesehen, oder? (gleich unterhalb der Grafik) Weshalb zweifelst Du?
    Ich kann Dir morgen gern mindestens zwei erstklassige und weltweit bekannte Autoren nennen.
    Aber deren Bücher kann ich nicht verlinken, die sind jedoch sicher heute noch im Antiquariat im Netz erhältlich.

  6. @Markus
    Also sagst du, dass die Rezession von 1937 in den USA nicht stattfand und berufst dich auf „Bücher“ und „Autoren“. Und beleidigend wirst du dabei auch noch. So hat niemand Lust mit dir zu diskutieren bzw. deine Behauptungen zu widerlegen, sorry. Google am besten selbst über diese Rezession, wenn du noch nichts davon gehört hast. Und da es nur uralte Bücher sein dürfen, sei dir hiermit Google Books empfohlen.

  7. @ Langsam, Bürgender. Ich habe niemanden beleidigt.
    Ist die von mir verlinkte Tabelle des „Bureau of Economics Analysis“ im US Handelsministerium vom Juli 2011 für den Zeitraum der Jahre 1929 bis 2010 also unglaubwürdig?
    Und wenn ja- warum?
    Ich habe doch gesagt, dass es einen Einbruch im Jahre 1938 beim BSP um 3,40 % gegeben hat. Aber 1939 war das längst mit dem Wirtschaftswachstum von 8,10 % ausgeglichen.
    1934 und darum ging es doch @ havald.
    Er schrieb: „1933 kamen hitler und roosevelt fast gleichzeitig an die macht. beide wendeten die keynsche nachfragepolitik an: der staat machte schulden und investierte, um die wirtschaft anzukurbeln.“
    Wenn also 1933 Roosevelt und Hitler die Verschuldung in die Höhe trieben, dann wuchs eben ab 1934 das BSP wieder.
    Wo genau ist der Unterschied?
    Wenn Du den temporären Einbruch von 1938 als ausgewachsene Rezession ansiehst. Na gut, dann ist dem eben so. Meine Grundaussage war, dass die Weltwirtschaftskrise 1934 beendet war. Zwar war die (ohnehin aufgeblähte) Höhe des BSP von 1929 noch nicht wieder erreicht, aber die Wirtschaft wuchs wieder und darauf hatte ich mich in meinem Kommentar vom 27.12. bezogen, welches dann aus mir unerfindlichen Gründen bezweifelt wurde.
    Und im übrigen gehören „alte Bücher“ (eine Wortwahl des @KW) immer zu alten Ereignissen. Alles später Geschriebene
    kann nur aus genau diesen alten Büchern, deren Autoren heute meistens verstorben sind , abgeschrieben sein.
    Anders ging es nicht.

  8. @Bürgender
    Das ist doch sinnlos mit diesem alten Bekannten zu diskutieren.
    Die Rezession von 1937 ist bekannt als die Roosevelt Rezession.

    http://rooseveltinstitute.org/roosevelt-recession/

    https://mises.org/library/dangerous-lessons-1937

    Es gibt dazu mindestens 2 aktuelle Bücher

    —————————————
    Von den USA kaum Ahnung. Empfehle ein paar Semester American History auf einer Uni in den USA
    In dem Artikel über die Dakota Indianer schreibt er:

    Wir können auch nicht hoch genug einschätzen, dass es (Dank Trump) heute immer noch in den USA möglich ist, eine Waffe für den persönlichen Schutz Zuhause zu erwerben.

    Was zum Henker hat Donald Trump mit dem vor Hunderten von Jahren in der Verfassung festgeschriebenen Recht auf Waffenbesitz zu tun?

    https://en.wikipedia.org/wiki/Right_to_keep_and_bear_arms_in_the_United_States

    Kein US Präsident hat die Macht einfach mal so die Verfassung zu ändern zu diesem Waffenrecht, und sollte besser nicht laut vermerken lassen, dass er es versuchen will.

    Nun warten wir mal auf die versprochenen 2 namhaften Autoren. Sofern diese alten Bücher in deutsch sind, so steckt da die Meinung der Autoren drin, der Rest ist abgekupfert aus früheren US Publikationen. Aber sinnlos mit Faktenleugnern zu diskutieren. Das was Ron Paul da meldet ist seit einiger Zeit sinngemäß (Kollaps des US Systems) von vielen Autoren so gemeldet.

  9. Dass alle neuen Publikationen aus alten Büchern abgeschrieben sind, ist nicht richtig. Manchmal bringt die Zeit neue Erkenntnisse. Oftmals bleiben Dokumente für Jahrzehnte unter Verschluss und erst nach der Freigabe gibt es brauchbare Informationen. Man muss nicht selbst 1937 mitgehungert haben, um die Lage beurteilen zu können.

    Das BSP ist übrigens nicht die einzige relevante Kenngröße, um die Gesundheit einer Wirtschaft zu bewerten. Das BSP steigt bspw. auch dann, wenn ein Großaufgebot der Polizei einen Massenaufstand von Arbeitslosen niederknüppelt. Wichtig sind hierfür auch bzw. vor allem Arbeitslosenzahlen, Produktion, Transport uvm…

    @Kaiser Wilhelm
    Ja, es ist schwer eine Diskussion zu führen, wenn jemand nicht bereit ist, Informationen anzunehmen. Danke für die Links!

  10. Zum Thema Waffenrecht: Korrekt, so ist es. Obama sagte derartiges zwar gelegentlich, aber nur, damit die Bürger mehr Handfeuerwaffen kaufen. Smith&Wesson wird’s ihm gedankt haben.

  11. 1. „Roosevelt Rezession“: wenn noch nicht einmal Alan Greenspan in seinen Erinnerungen, in denen er natürlich auch die Jahre 1933 bis 1945 streift, diesen Begriff verwendet,
    dann würde Prof. Hans Werner Sinn in offenes Gelächter ausbrechen, je nach seiner Verfassung zu diesem Zeitpunkt.
    Die nachgeborenen Erfinder dieses Begriffes müssen sich entscheiden: war Roosevelt, der 1933 sein Amt antrat und die US Wirtschaft ankurbelte und das nicht etwa 1938 tat, ein Grund für die temporäre und völlig unbedeutende Kurzrezession von 1938 oder wäre nicht der Begriff „Roosevelt Aufschwung“ viel passender?
    2. Immer wenn es um Logik und Vergleiche geht, springt @KW zu kurz.
    Obama stand 2016 überhaupt nicht zur Wahl, sondern es war Clinton, die den Amerikanern ein restriktives Waffenrecht androhte. Und es war der von mir richtig benannte Trump, der mitten im Wahlkampf, quasi als letzten Satz einer längeren Rede sagte: „die will Euch Eure Waffen wegnehmen“. Wenn der US Präsident jederzeit die Macht hat, sein Volk auszulöschen, indem er auf einen zunächst harmlosen Konflikt mit dem Einsatz der Atomwaffen reagiert, dann soll er nicht die Macht haben, alle nicht registrierten Waffen nachträglich zu registrieren?
    Seit Jahren wird ja registriert, ohne Vorlage eines US Passes läuft sowieso nichts mehr. Und das alles kann man auch verschärfen. Begründungen können immer gefunden werden.

  12. der unterschied ist hier:

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/276006/umfrage/historische-arbeitslosenquote-in-den-usa/

    die arbeitslosenquote der usa blieb bis in die 40er jahre hinein im zweistelligen bereich.
    beinahe nochmal soviel menschen wurden in mies bezahlte arbeitsbeschaffungsmaßnahmen gesteckt, um sie aus der arbeitslosenstatistik herauszubekommen.

    massenelend bis in die 40er jahre, als es roosevelt gelang, die usa in den krieg zu treiben.
    deshalb steht bei wikipedia auch:

    „… in der Zeit der Großen Depression (1929–1941).“

    der amerikanische präsident ist längst nicht so mächtig, wie man meinen sollte. er darf zwar die menschheit ausrotten, aber sonst darf er nur wenig:

    https://usaerklaert.wordpress.com/2006/06/25/die-grobstruktur-der-usa-oder-wo-man-vor-bush-am-sichersten-ist/

  13. @ havald

    Ich bin dafür das Thema zu begraben.
    Nur soviel: wenn die Arbeitslosigkeit ein nützliches Maß wäre, dann dürfte seit 1938 die Wirtschaft bis heute nicht gewachsen sein. Vergleich hinkt, weil der Bevölkerungszuwachs hier nicht berücksichtigt ist. Aber in der Tendenz kommt es schon hin, wenn man die prozentualen Zuwächse sich anschaut.
    Wobei das BSP in Preisen der aktuellen Vergleichszeit gemessen wird. D.h. wenn die Preise um 1938 um 3,4 % zurück gingen, errechnet sich eben ein Rückgang des BSP.
    Haltet Ihr mal an Eurer ominösen „Rezession“ fest. Ich sehe die Zahlen und bleibe, das sollte doch wohl mein privates Recht sein, dabei, dass es weltweit (also nicht nur USA) ab 1934 wieder aufwärts ging. Das ganz Schlimme am Desaster ab 29.10.29 waren die Preissenkungen, auch Deflation genannt. Der Spekulant Andre Kostolany („Kosto“) setzte im Sommer 1929 das seiner Mutter gehörende Familiensilber dazu ein um am britischen Markt Short zu gehen (für Nichtbörsianer: er verkaufte Aktien, die er nicht besaß).
    Denn in England wütete, wie Kosto schrieb, die Deflation am Schlimmsten. Als Mitte Oktober immer noch nicht das große Desaster eintrat, behauptet er zumindest, habe er sich einen Strick zum Aufhängen zurecht gelegt.
    Denn wenn das Familiengeld seiner Mutter weg gewesen wäre, hätte er das ihr beichten müssen. Diese Kraft dazu, glaubt er, habe er damals nicht besessen.
    Aber Kosto hängte sich nicht auf, dafür etliche Wertpapierspekulanten die auf immerwährendes Wachstum gesetzt hatten. Nun muss sich niemand aufhängen, wenn er sein eigenes Geld verzockt! Aber diese Spekulanten hatten das mit fremdem Geld getan- und die Banken wollten das Geld wiedersehen. Ich weiß nicht, wann seine Papiere fällig wurden, aber es muss knapp gewesen sein. Er hatte halt Glück. Er wohnte damals (die Juden sind ja international) in Paris. Als die Wehrmacht 1940 Paris einnehmen konnte, hieß es, die Briten und Amerikaner würden die Wehrmacht an der Loire stoppen. Er wollte wissen, was an dem Gerücht dran war und schaute sich die Loire an.
    Er fand ein schmales Flüsschen vor und schrieb (viel später):
    „ich dachte, wenn das die Loire ist, gehe ich nach Amerika“.

  14. Die Tabelle von markus ist eindeutig.
    Deshalb liegt er näher an der Wahrheit.
    Außerdem weiß ich,dass es eine alte Theorie der Linken ist,den Krieg damit zu erklären dass der Kapitalismus die Krise mit dem Krieg heilen wolle.
    Die Kommunisten können nicht rechnen. Ein Krieg ist immer teuer,als z.B. allen Rentnern dauerhaft die Rente zu erhöhen.
    Dann wäre die Krise nämlich auch beendet und das ohne Krieg.

  15. @Bürgender
    Schon im Detail erwähnt: Unmittelbar nach der ersten Amtseinführung Obamas stiegen die privaten Waffenverkäufe in den USA auf nie gekannte Höchstwerte und die Hersteller von Munition kamen nicht nach, im Walmart pro Kunde und Schicht wurde nur noch eine begrenzte Menge verkauft. In den USA gibt es eine Bundesbehörde, welche ausgemusterte Armeewaffen, Fahrzeuge und Gerät an Bürger verkauft. Vor seinem Abgang hat Obama höchstpersönlich noch abgenickt, dass die ausrangierte alte Dienstpistole M1911 ACP verscherbelt werden darf, und da reden wir von erheblichen Stückzahlen. Diese Bundesbehörde betreibt nebenher Schießplätze und bietet Kurse für Anfänger an.

    Die Waffengesetze zu verschärfen hat mit dem Grundrecht auf WAFFENBESITZ auch überhaupt nichts zu tun, und das hat die Clinton auch nicht gemeint. Ein restriktives Waffenrecht ist im Vergleich zu früher (speziell nach 9/11) längst eingeführt worden, es wurde mehrfach erweitert, Einschränkungen gab es genug. Das ging soweit, dass seit Jahren Bürger, welche vor langer Zeit mal legal eine Schusswaffe erwarben, aufgefordert werden diese abzugeben, nämlich nach einer Straftat, oder wenn sie z.B. auf Grund ihrer Krankenakte als psychisch labil eingestuft werden. Betrifft besonders die durchgeknallten Kriegsveteranen. Bei Weigerung wird es dann entsprechend durchgesetzt, wobei der Waffenbesitzer erschossen werden könnte. Das Rollkommando erschießt ja auch unbewaffnete Familienväter vor der Haustür, gerade wieder ein krasser Fall passiert.

    Wer eine Waffe legal erwerben will, der muss durch den Sicherheits-Check, was im Falle des Schützen von Las Vegas durch Schlamperei bei der US Army und beim Händler dazu führte, dass der Killer LEGAL an Waffen kam. Hinzu kommt, dass man nach dem Erwerb eines halbautomatischen Sturmgewehres 2 bestimmte Zubehörteile kaufen und montieren kann, und schon hat der Besitzer ein vollautomatisches Gewehr.

    Und noch mal für den USA Experten hier: NEIN NEIN NEIN! Kein US Präsident kann einfach mal so die Verfassung ändern. Die Staatsform heißt Demokratie, und zu solchen Themen kann ein US Präsident Eingaben machen, die dann mehrheitlich abgelehnt werden, sogar von seinen eigenen Parteikollegen im Congress. Das ist z.B. der Grund, warum Obama sein Versprechen in Sachen Militärgefängnis Guantanamo nicht einhalten konnte.
    Einen PASS muss man beim Waffenkauf auch nicht vorlegen, so etwas besitzen die wenigsten Amerikaner, wieder so eine Behauptung durch Unkenntnis. Fahrerlaubnis und Sozialversicherungsnummer genügen, damit können die Behörden den Käufer total durchleuchten, im Zuge der Restriktionen entstand nämlich eine völlig neue Zentraldatei. Ob überhaupt und wie und wo ein Waffenbesitzer seine Waffe bei sich haben (tragen) darf, lagern oder transportieren muss, das ist in jedem US Bundesstaat total verschieden, und innerhalb des Bundesstaates in den Counties jeweils auch noch anders geregelt. Der Unterschied zwischen den US Bundesstaat New York und dem Bundesstaat Texas ist oberkrass. Wer keine Waffe legal bekommt, der besorgt sich eine Waffe illegal, das war und ist auch z.B. in Berlin sehr einfach. In den 70er Jahren konnte man ganz legal unter Vorlage seines deutschen Personalausweises in Spanien eine 9mm Astra Pistole erwerben.

    Was die alten Bücher betrifft, so finden sich darin in der Regel die Quellenangaben, man kann also nachprüfen woher ein deutscher Autor seine Zusammenfassung hat. Und wie bereits erwähnt, genau zu diesem Thema gibt es neue Bücher und viele neue Artikel. Auf den Suchbegriff : recession 1937 – 1938 kann man sich in zig Artikeln zum Thema einlesen. Unter den Autoren sind u.a. namhafte US Wirtschaftsexperten und Banker und andere. Deren Meinung interessiert aber einen eingefleischten Faktenleugner nicht.

    Allen ein gesundes Neues Jahr
    Gehe wieder auf Funkstille
    kw

  16. Wieder so ein Seitenhieb, der aber an der Sache völlig vorbeigeht. Das Thema der Kommentarschreiber lautete Kriminalität, Schutz davor etc. Dazu hatte auch Freund grillbert etwas gesagt. In diesem Zusammenhang hatte ich erwähnt, dass deutsche Bürger wehrlos seien, denn auch der Besitz der WBK (die ich übrigens habe) wird restriktiv gehandhabt. Als positives Beispiel hatte ich kurz die freiheitlicheren USA benannt.
    Warum @KW daraus nun schlußfolgert ich sei ein „US Experte“ ist mir schleierhaft. Davon war überhaupt nicht die Rede.
    Das Thema wäre längst erledigt, wenn er dieses nicht langatmig und ausführlich behandelt hätte.

  17. Letzter Satz, dann schweige ich zu diesem Thema:
    Die Falschmeldung, die er auch noch trotz meiner Replik eisern durchhielt, dass man nämlich ohne Bezahlung im Internet Zeitungen wie die „DWN“oder die „Welt“ lesen könne,
    kann jeder selbst nachprüfen.
    Dazu passt ein schönes deutsches Sprichwort: wer selbst im Porzellanladen sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

  18. @Markus
    Den Bezahlschutz bei DWN kann man leicht umgehen, bei der Welt ist es mir auf die Schnelle nicht gelungen, geht aber bestimmt auch. Es ist also keine Falschmeldung. Allerdings sollen diese Portale für ihre Arbeit ruhig Geld verdienen. Wenn sie nicht wollen, dass man es ohne zu bezahlen liest, dann halte ich mich gerne daran.

  19. Ich habe bei DWN, die ich sonst immer gern gelesen habe, den Bezahlschutz nicht umgehen können. Allerdings hatte ich mich noch nicht darum bemüht. Denn ich kann und will nicht alles lesen. Bei den Menschen ist es nämlich so ähnlich wie bei Festplatten: irgendwann ist die voll.
    Könntest Du kurz skizzieren, ob das mit Windows- eigenen Mitteln geht, oder mit einem externen Programm?

  20. Nochmal bitte zu diesem Thema. Nachdem ich „unpaywall“ installiert und meine IP Nr. kaschiert hatte, konnte ich mehrer Mal die DWN lesen. Das geht jetzt plötzlich auch nicht mehr.
    Insgesamt haben (Stand Oktober 2017) 216 deutsche Verlage eine Bezahlschranke eingerichtet.
    Wirtschaftlich aus Sicht aller Verlage durchaus nachvollziehbar. Denn seit Jahren sinken die Abonnements der gedruckten vollständigen Ausgabe. Die Onlineausgaben hatten in der Regel um die 60 bis 80 % des Umfangs der gedruckten Version. Da es bei Informationen nicht auf Quantität, sondern Schnelligkeit ankommt, war das Vernachlässigbar. Allerdings sind die jetzigen Bezahlschranken schon hinderlich. Der monatliche Betrag liegt zwar durchgängig bei nur rund 7 Euro, aber wenn man mit mehreren Verlagen arbeiten möchte, kann sich das schon summieren. Jedenfalls komme ich im Augenblick da nicht mehr weiter. Zumal bei der „DWN“ und der „Welt“ jetzt noch nicht einmal ein Teil des Artikels gelesen werden kann, sondern nur die Überschrift.

  21. Kurze Info meinerseits: ich habe jetzt einfach € 79,90 auf das Konto der DWN überwiesen und kann dafür künftig ein Jahr lang die Onlineausgabe komplett lesen.

    Das würde ich bei der „Welt“ nicht tun.
    Denn diese Zeitung ist seit dem Tode von Axel Springer genauso nach links gerutscht wie der „Spiegel“ unter dem Sohn von Rudolf Augstein.
    Zumindest der Wirtschaftsteil dieser Zeitung zählte früher einmal zu den Besten, neben dem Handelsblatt.
    Apropo Handelsblatt: nachwievor frei zu lesen.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Nach oben scrollen