Radioaktivität aus Fukushima in Kalifornien festgestellt?


China/Deutschland/Frankreich/Krass!

In kalifornischen Gewässern ist offenbar radioaktive Strahlung aus dem havarierten Atomkraftwerk in Fukushima festgestellt worden, wie Messungen von Wissenschaftlern der kalifornischen Berkeley Universität ergaben. Die gemessene Strahlung sei zwar erhöht, jedoch ungefährlich für die dort lebenden Menschen. „Die Radioaktivität, die wir in der San Francisco Bay Area festgestellt haben, stellt kein gesundheitliches Risiko für die Öffentlichkeit dar“, schrieben die Autoren der Studie, die von Eric B. Norman von der UC Berkeley Department of Nuclear Engineering geleitet wurde. Durch die Atomkatastrophe in Japan gelangte radioaktives Material in die Umwelt, welches sich nun offenbar bis Kalifornien ausgebreitet hat. Die Radioaktivität sei angeblich über radioaktiven Niederschlag in die Gewässer gelangt, wie ABC-News am Mittwoch berichtete.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Laut der Studie gebe es keinen Grund zur Sorge, da die Menschen für gewöhnlich kein Regenwasser tränken. Die Wissenschaftler fanden offenbar auch radioaktives Material in Unkraut, Gemüse und Milch aus der Region, doch seien auch diese festgestellten Werte sehr gering gewesen. Obwohl die Menschen sich laut der Studie keine Sorgen machen müssten, betonten Forscher, dass sie das Misstrauen der Öffentlichkeit nachvollziehen könnten.

Dr. Nagy Elsayyad, Assistenzprofessor für Radioonkologie an der University of Miami Miller School of Medicine, sagte, dass die gesundheitlichen Auswirkungen radioaktiver Strahlung zwar sehr ernst seien und Organschäden und Krebs verursachen könnten, das Wasser in Kalifornien jedoch sicher sei. „In unserer Kultur ist die Angst vor radioaktiver Strahlung sehr groß und ich mache den Menschen keinen Vorwurf für ihre Sorgen, doch ist es wichtig an dieser Stelle zu verdeutlichen, dass unser Wasser sicher ist.“

Erst im Juli diesen Jahres waren die US-Atomkraftwerke Cooper und Fort Calhoun (beide im US-Bundesstaat Nebraska) von schweren Überschwemmungen betroffen. Wie russische, arabische und chinesische Medien sowie zahlreiche Newsblogs berichteten, fielen auch dort – ähnlich wie in Fukushima im März – die Kühlungen aus. Nach einem Bericht der russischen Federal Atomic Energy Agency, die sich auf Informationen der Internationalen Atomenergiebehörde berief, hatte die Obama-Regierung eine “totale und vollständige” Nachrichtensperre für sämtliche Informationen bezüglich der Vorfälle und ein zusätzliches Flugverbot verfügt. Zwischen Japan und Kalifornien liegen rund 8’500 km, zwischen Nebraska und Kalifornien nur 1’750 km (Quelle: distancefromto.net).

Zahlen & Fakten

  1. Die Strontium-Werte im Meer bei Fukushima waren im Juni 240 Mal höher als der gesetzliche Grenzwert
  2. Etwa 45 Prozent von 1’080 untersuchten Kindern unter 15 Jahren aus der japanischen Präfektur Fukushima wurden positiv auf eine radioaktive Bestrahlung der Schilddrüse getestet
  3. Die State Oceanic Administration (SOA) aus China hatte Ende Juli radioaktives Cäsium-137 und -134, sowie Strontium-90 in sämtlichen Wasserproben nachgewiesen, die im westlichen Pazifik östlich und südöstlich von Fukushima genommen wurden
  4. Laut Arbeitern im Kernkraftwerk havarierte die Anlage bereits durch das Erdbeben, nicht erst durch den Tsunami
  5. Health Canada hat Daten aus fünf Überwachungsstationen in Kanada veröffentlicht, die ca. 30 Tage lang die doppelte Menge des Jod-131-Grenzwertes von 16,7 Millibecquerel pro Kubikmeter gemessen hatten
  6. Eine Station in Sidney hatte 19,4 Millibecquerel pro Kubikmeter über 22 Tage gemessen, was 61% höher ist als die erlaubte Grenze
  7. Der Gesamtschaden durch die Fukushima-Katastrophe wird auf 90-100 Milliarden Euro geschätzt
  8. Atomkraftwerke haben derzeit in Deutschland eine Haftungssumme von 2,5 Milliarden Euro, in Frankreich insgesamt für alle 58 Reaktoren sogar lediglich 90 Million Euro Haftungssummen für den Fall eines schweren Unfalls
  9. Die radioaktive Belastung des Meeresgrundes um das Kraftwerk soll 100- bis 1000-fach erhöht sein
  10. In der Präfektur Miyagi kamen etwa 14’800 Menschen um, rund 11’000 werden noch vermisst. Rund 130’000 Menschen leben weiter in Notunterkünften. Nach Regierungsangaben müssen dort noch 72’000 Häuser gebaut werden, um die Obdachlosen unterzubringen

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