Gedanken über Pegida


Deutschland/Kolumnen

Äußerst interessant, die verschiedenen Meinungen über dieses Phänomen, genannt “Pegida“, zu lesen, zu sehen und zu hören. Aus jeder Beurteilung artikuliert sich der persönliche politische Standpunkt des Betrachters. Ein Gastbeitrag von Kommentator Helmut.

pegida

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Was sind das nun für Leute? Solche, die mit Ausländern nichts am Hut haben? Das ist doch Unsinn. Jeder, der Augen im Kopf hat und noch etwas in der Birne, um das Gesehene zu verarbeiten, weiß, daß seit der Jahrtausendwende in den deutschen Landen einiges schiefläuft. Hat zwar schon früher begonnen, aber ab dem „2“er wurde es richtig spürbar. Natürlich gabs da schon andere warnende Stimmen, – aber die wurden schnell in die entsprechenden Schubladen gesteckt, meist mit brauner Überschrift.

Bei Sarrazin tat man sich schwer, als bekannten Sozialdemokraten. Paßte überhaupt nicht ins Bild, deswegen der Versuch des Parteiausschlusses. Die Richterin Heisig wurde verselbstmordet, man könnte noch weitere Beispiele nennen.

Natürlich ist der Auslöser eine Erscheinung, die in den meisten Großstädten immer mehr überhand nimmt. Klar weiß jeder, wie es in den 60er Jahren war, als man das Wirtschaftswunder hochpushte und aus vielen Ländern Arbeitskräfte als sog. Gastarbeiter holte. Das waren meist Südeuropäer, aber auch Türken und Nordafrikaner, letztere meist aus Marokko. Dabei entwickelten sich Zentren der jeweiligen Kulturen, es gab z.B. das spanische Zentrum, das jugoslawische, griechische, etc. War auch als Einheimischer ganz interessant, dort mal hinzugehen und sich die Veranstaltungen, – auch die gastronomischen Angebote-, anzusehen.

Aber es war alles im Rahmen, auch, – was die Zahl betrifft. Niemand fühlte sich überfordert, – die Gastarbeiter waren alle angestellt, bezahlten in die Sozialkassen sowie ans Finanzamt, und letztlich leerten sie auch die Mülleimer aus, für die sich der Einheimische schon zu gut war. Auch in Wien als traditionelles Zentrum der Verschiedenartigkeit der Kulturen akzeptierte man, daß auf den Viktualienmärkten die Türken immer mehr das Verkaufsbild prägten, – aber wer war denn schon als Wiener bereit, um 4 Uhr früh auf den Großmarkt zu gehen, um dort Obst und Gemüse für den Standplatz am Markt einzukaufen?

Dann kam der Nachzug der Familienangehörigen. Damit beganns. Menschlich verständlich, aber vom Zahlenverhältnis her nicht mehr proportional. Da kamen nicht nur die Frauen und die Kinder, auch die Omas und die Schwägerinnen aus Anatolien und weiß Gott, wo noch her. Kann mich noch an einen Kurden erinnern, der bei uns arbeitete, der seine drei Ehefrauen mitbrachte. Das Ausländeramt war damals echt damit überfordert, schon aus rechtlichen Gründen.

Natürlich war das der Beginn der Probleme. Denn während der Türke (um mal bei dem Beispiel zu bleiben), der auf dem Markt sein Obst und Gemüse anbot, sehr wohl daran interessiert war, daß er deutsch sprach, damit man das Anpreisen seiner Ware auch verstehen konnte, interessierte das sein Gefolge, das zuhause blieb, kaum. Den türkischen Gemischtwarenhändler, der im türkischen Laden nur mehr an seinesgleichen verkaufte, erst recht nicht. Erst später, als der Deutsche auch Gefallen an seinem Fladenbrot fand, änderte sich das etwas.

Natürlich kam dann das Sozialgefüge aus dem Gleichgewicht. Wenn nur einer arbeitet, um dadurch für 3 – 5 Sprößlinge Kindergeld zu beziehen und noch zwei oder drei erwachsene Familienangehörige durchzuschleifen, dann sieht das plötzlich anders aus als vorher. Aber man hat abgewiegelt, man hat es banalisiert, – und solange der Einheimische nicht dabei benachteiligt wurde, wars ja auch egal.

Dann kam aber 1990 und der Fall des Eisernen Vorhangs. Die EU und die späteren Nachfolgeerscheinungen des Zuzugs von speziellen Mitgliedern der Gesellschaft aus Rumänien und Bulgarien sind überall bekannt, nicht nur in gewissen Straßenzügen in Duisburg. Das war ein anderes Klientel, – in überwiegender Zahl eben keine Eisenbieger oder Maurer, die man auf Baustellen brauchte. Dort hatte man ohnehin schon genug Arbeitskräfte aus Polen, der Tschechei und aus Ungarn. Bei diesen Nationen waren ja noch eher Facharbeiter vorhanden.

Jetzt war dem gläubigsten Regierungsbefürworter natürlich klar, daß sein persönliches „Gürtel-enger-schnallen“ auch mit den Sozialausgaben zusammenhängen könnte, die da zu Hauf für Nichteinheimische aus dem Staatssäckel herausfließen. Als es dann mit dem zunehmenden Asylantenproblem immer frappanter wurde, wobei von irgendeinem Schreibtisch aus in irgendein Krankenhaus, das aus Kostengründen schließen mußte, irgendwelche Asylanten einquartiert und unterhalten werden sollen, die wiederum untereinander aufgrund der kulturellen Unterschiede andauernd im Clinch liegen, dann wird es auch dem Tolerantesten unter uns zuviel.

Sicher kochen dabei auch manche rechte Gruppen ihr Süppchen auf diesem Herd, aber Fakt ist doch, daß die spürbaren Nachteile immer deutlicher werden, hauptsächlich in den größeren Städten. Geld ist keines mehr da, bei der Bildung wird – so wie überall – gespart, – aber die schulpflichtigen Kinder der Ausländer, die gar kein Interesse haben, sich nach Landessitte zu integrieren, drücken den Standard in den Volks- und Hauptschulen derart hinunter, daß auf die einheimischen Kinder gar keine Rücksicht mehr genommen werden kann. Religiöse Vorfälle deckeln das Ganze dann nur noch, wie das Beispiel des Ägypters, der ein Kruzifix auf einer öffentlichen Grünfläche einfach absägte, weil ihm so danach war.

Wenn man noch die Kriminalitätsraten betrachtet (darüber darf man in Berlin bezüglich des Ausländeranteils in den dortigen Gefängnissen gar nichts sagen, – das wäre bereits rassistisch), sowie die zunehmende Verschmutzung mancher Stadtteile, in denen man kaum mehr ein deutsches Wort hört, usw., – dann ist es für jeden, der dem Volk aufs Maul schaut, klar, daß das so nicht funktionieren kann. Für viele Politiker aber anscheinend nicht.

Jetzt mag es ja sein, daß das für Pegida der Anlaß war, – weil es eben zu extrem gehandhabt wurde. Jemanden davon zu überzeugen, daß er wegen des abnehmenden Bildungssystems auf die Straße geht, oder wegen des Kaufkraftverfalls seines Einkommens, oder wegen unsinniger EU-Politik, – das sind Ausnahmen, die sich dafür aus dem Sessel bewegen. Man hält die Deutschen und die Österreicher satt, indem man die Lebensmittelpreise nach unten drückt. Daß der Bauer davon nicht mehr leben kann, steht auf einem anderen Blatt, – aber ein satter Bauch demonstriert nun mal nicht.

Nun aber kommen mehrere Dinge zusammen. Nicht nur die zunehmende Abwärtstendenz der Wirtschaft, nicht nur die fehlende Perspektive auf dem Arbeitsmarkt und überhaupt für die Zukunft unserer Kinder, sondern die seit geraumer Zeit künstlich geschaffene Konfliktsituation mit Rußland gewinnt an Bedeutung. Welche Gefahr daraus hervorgeht, spüren viele, obwohl sie es nicht genau artikulieren können. Schon gar nicht kann man die Hintergründe durchschauen, die uns von den Medien vorgegeben werden.

Jeder, der sich für die jüngste Geschichte interessiert, weiß, daß der Westen mit der Nato-Ausdehnung nach Osten sämtliche Versprechen im Rahmen der 2+4-Verhandlungen gebrochen hat. Die historischen Reden von Gorbatschow sowie von Richard von Weizsäcker sind klanglos verhallt, – die Europäer haben nichts begriffen, und die Amerikaner haben ihre fatale Politik durchgesetzt.

Dieses Ränkespiel mit der Ukraine ist derart undurchsichtig, daß niemand mehr weiß, welche Interessen hier wirklich verfolgt werden. Sie zielen hauptsächlich darauf ab, den Russen in die Knie zu zwingen. Aber auf Kosten von wem? Geht es alleine um die Ausdehnung der Nato bis an die Grenzen Rußlands, oder sind da nicht die wirtschaftlichen Interessen der Amis viel dominierender? 

Es gibt Stimmen, die die Provokation von Putin mit der Zielrichtung erklären, daß dieser den Kopf verliert und die Handelsbeziehungen mit Europa, insbesondere die Energielieferungen, auf Eis legt. Mit dem Gashahn zudrehen würden die Amis wiederum ihr Freihandelsabkommen für ihre Waren und vor allem für ihre Energielieferungen leichter durchbringen, wo doch bei vielen Europäern Ressentiments gegen TISA, CETA und TTIP existieren. Wenn man die restriktive Politik der Amerikaner bezüglich Fracking in und außerhalb der USA beobachtet, auch die Milliardenverträge mit dem Energieversorger in der Ukraine, dann spricht das eine klare Sprache.

Was aber die meisten Menschen beschäftigt, das ist das leichtfertige Spiel mit dem Feuer eines im Raum stehenden Krieges, den keiner will. Die Menschen ahnen, daß man ihnen Sand in die Augen streut, über Regierungserklärungen, über die Massenmedien, auf alle erdenkliche Weise. Die Menschen fühlen, daß sie Zug um Zug auf einen militärischen Konflikt mit den Russen vorbereitet werden. Der Clou ist dabei, daß die Europäer genötigt werden, die Embargos gegen Rußland mitzutragen, wobei viele Mittelbetriebe in Deutschland wirtschaftlich ins Hintertreffen geraten, die Amis selbst aber erweitern ihre Handelsbeziehungen mit Rußland zu gleicher Zeit.

Angst vor der Zukunft, Angst um die Existenz, Angst vor Überfremdung, Angst vor Krieg, – und noch so manches andere mehr, – das bringt die Leute nun auf die Straße. Wie faßt man das in Worte? Man nennt es „Pegida“. Oder ist wirklich jemand so naiv, zu glauben, daß jeder Teilnehmer bei den Demos nur deshalb auf die Straße geht, weil er sich dagegen wehrt, daß neben ihm ein Afrikaner wohnen soll? Die Menschen haben alle möglichen Motive, – wenn sie etwas eint, dann ist es die Unzufriedenheit mit den bestehenden Verhältnissen.

Wie war denn das in den 30er Jahren in Berlin oder in München, später auch in Wien? Was steckte denn da hinter den meisten „Heil“-Rufen? Der eine rief es, weil er wieder Arbeit und Einkommen wollte, der andere, damit er wieder eine bezahlbare Wohnung bekam, der nächste wieder, damit man ihm den Strom aufdreht, der ihm mangels Zahlung abgedreht worden war. Die fanatischen Nazis waren in der Minderheit, – daß sie später das Sagen hatten, lag an der Lethargie und der Gutgläubigkeit der Leute, -und aus demselben Grund erlauben sich diejenigen, die an der Macht sind, ihren eingeschlagenenen Weg zu gehen; – und der Wille des Volkes wird ignoriert.

Vor dieser Geschlossenheit der Willensbekundung haben nun diejenigen Angst, die satt in ihren Regierungssesseln sitzen und am Volk vorbeiregieren. Deswegen wird alles versucht, die Leute gegeneinander auszuspielen, nach dem Prinzip „Teile und herrsche“. Deswegen fördert man Gegendemonstrationen gegen Pegida und die Montagsdemonstrationen, deshalb diskreditiert man die Organisatoren, deshalb beschimpft man die Teilnehmer als fremdenfeindlich, usw.

Aber auch diejenigen, die die Politik gegenüber Rußland in Frage stellen, werden mit aller Macht in den Medien attackiert. Man beachte nur die Kampagne der „Zeit“ mit der Veröffentlichung des Aufrufs der 60 Prominenten zum Dialog mit Rußland, und die Reaktion darauf. Auch die Zeit hat mit der Steuerung ihrer Kommentare pro und contra hier kräftig zurückgerudert. Anscheinend haben sie nicht mit einem derartigen positiven Echo auf den Aufruf der Prominenten gerechnet, man sah es ja anfangs an den Leserkommentaren, – bis diese zensiert wurden.

Pegida ist die einzig ernst zu nehmende Gefahr für diejenigen, die sich im „Cafe Bilderberg“ einig sind, und eine reale Chance für Europa. In vielen deutschen Städten ist diese Bewegung mit bedeutsamen Mitgliederzahlen schon im Gange, in Österreich nennt man es die „Friedensdemonstrationen“, die auch in vielen Städten organisiert werden. Stelle man sich mal vor, der Funke springt nun über, – auf Griechenland, auf Italien, auf Frankreich, usw.usw.

Es geht schon lange nicht mehr um den Euro oder um irgendeine rote oder schwarze Politik. Es geht darum, der Mehrheit der Bevölkerung wieder eine lebenswerte Perspektive für die Zukunft zu eröffnen, und das in Frieden mit den Nachbarländern, auch mit den Russen. Es geht darum, nicht mehr den Segen der Absolution auf das Hegemoniestreben der Amerikaner zu geben, das sich hinter dem Schutzschild der NATO versteckt.

Darum wird Pegida als Bewegung bekämpft, – erst unlängst auch von Herrn Gauck, der ja als ehemaliger Geistlicher in Personeneinheit Kirche und Staat repräsentiert. Letzteres war in der Geschichte immer eine unheilige Allianz, die nie Gutes gebracht hat. Bei Merkel war es ja nicht anders zu erwarten.

Was ist angesagt: Links hängt man sich in einen Linksgerichteten ein, rechts in einen Rechtsgerichteten, und gemeinsam, Schulter an Schulter, wird marschiert. So wird Einigkeit demonstriert, Einigkeit darüber, daß es so nicht mehr weitergehen kann. Einigkeit darüber, daß man in Frieden leben will, in einem durch sichere Arbeit erreichbarem Wohlstand, in gegenseitiger Toleranz mit den Mitbürgern, egal welcher Herkunft, die aber auch ihrerseits Toleranz und nicht Dominanz unter Beweis stellen. So wie es bei den Amerikanern beim Marsch auf Washington im Oktober 2013 war, – der Inhalt des Manifestes von Sean Barnes trifft auch weitestgehend auf die Europäer zu.

Pegida ist ein Instrument, mit dem eine Veränderung erreicht werden kann, – gewaltlos, in Erinnerung an die damaligen Montagsdemos in Leipzig, die letztlich zum Sturz eines kommunistischen Regimes in der DDR geführt haben. Das wissen die Parteien, die Medien, und viele mehr. Jeder, der hier versucht, politische oder gesellschaftliche Unterschiede zu suchen und diese gegen die Idee auszuspielen, handelt im Interesse derer, denen das Wohl des Volkes egal ist.

Handelt im Interesse derer, die unbedingt wollen, daß alles so bleibt, wie es ist, oder noch schlechter wird. Handelt im Interesse derer, die nur ihre Pfründe sichern wollen, auf Kosten der Mehrheit des Volkes. Handelt im Interesse derer, denen auch ein neuer Krieg vor der Haustüre egal ist, und die sogar noch unsere Söhne und Töchter dafür geben würden.

Jeder, der sich über den Sinn oder die Chance zum Erfolg von Montagsdemos in Europa nicht im Klaren ist, seien diese Zitate von Ghandi mit auf den Weg gegeben:

Zuerst ignorieren sie dich,
dann lachen sie über dich,
dann bekämpfen sie dich
und dann gewinnst du.

Sei du selbst die Veränderung,
die du dir wünschst für diese Welt.

Foto: © strassenstriche.net (CC BY-NC 2.0)

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Danke Helmut für den Gastbeitrag. Zwar wollte ich nichts über Pegida veröffentlichen, da die Massenmedien dieser Bewegung aus welchem Grund auch immer eine riesige Plattform bieten. Aber dennoch bin ich auf Lesermeinungen dazu gespannt.

Ich sehe das alles etwas anders (gemäß Punkt 3 in der Abstimmung in der rechten Sidebar), und bin generell gegen jede Bewegung innerhalb der Bevölkerung, die einen anderen Bevölkerungsteil ablehnt. Ob Neonazi, Antifa oder was auch immer, ist für mich alles grundsätzlich das selbe. All diese Bewegungen tragen zu einer geteilten, zerstrittenen und damit leicht regierbaren Bevölkerung bei und dienen somit letztendlich der Politik.

Die Bevölkerung – und diese besteht heute nun mal auch aus vielen Moslems, die ganz sicher nie mehr weg gehen werden – sollte den Ist-Zustand hinnehmen und zusammenhalten, damit die Politik die Bürger endlich nicht mehr nach Belieben herumschubsen kann. Alles andere bringt nix.

Bin auf Meinungen zu deinem Artikel gespannt.

Bürgender / Gegenfrage.com

Treffender Gastbeitrag !
Ein Bevölkerungsanteil ist, wie du es nennst , aber noch kein Anteil der Bevölkerung , Helmut.
Was soll ein Staat im Staate sein ?
Es gibt hier nichts zu beschwichtigen.
M.f.G
Horst

Sehe ich wie Bürgender.

Man ließt/hört täglich in jedem großen Medium von „Pegida“. Und das innerhalb von wenigen Wochen. Am 19.07.14 war die erste bundesweite! Mahnwache in Berlin mit ca. 7000 Teilnehmern. Da wurde weder im TV, noch in den großen Printmedien drüber geschrieben. Ähnlich wie bei der Friedensdemo am Schloss Bellevue ( 13.12. ) mit ca. 4000 Teilnehmern.
Bei Pegida haben anfangs 1500 Leute gereicht, um in jeder Tagesschau darüber zu berichten.
Sofort gab es sogar Sonntags zur Primetime beim Jauch(e) Günther Talkrunden über Pegida.
Da wurde alles getan, um die ganze „Geschichte“ bekannt zu machen.
Bei den Mahnwachen wurde das genaue Gegenteil gemacht..mit dem Ergebnis, dass die Mahnwache keiner kennt, bis auf die Teilnehmer.

Dann dieser dümmliche Name…“patriotische Europäer“?
Ich habe nichts gegen Europa aber ich glaube das der Großteil der Pegida Teilnehmer, auch Bulgaren, Rumänen, Slowaken oder Polen nicht unbedingt hier haben will…also was soll das?
Da wird -finde ich- von oben eine „pro Europastimmung“ verbreitet ( die es im Volk eigentlich nicht gibt ) und die „Islamisierung“ bzw. der Islam, als „Tumorzelle“ allen Übels verkauft.
Das funktioniert aufgrund des Bildungsniveaus der Deutschen ja auch sichtbar gut. Man muß den Leuten nur paar Jahre erzählen das alle Moslems Terroristen sind und schon schlottern dem Michel die Knie…obwohl man damit -wie so oft- eine Minderheit zum Schuldigen einer Entwicklung macht, die das Resultat einer asozialen, elitenhörigen Politik sind.

Der Pöbel ist durch Pegida wieder geschickt in 2 Lager geteilt worden, was den Regierenden den Vorteil verschafft, unbeliebte Themen wie TTIP,TISA,Bankenrettungen etc. ohne großes Aufsehen zu „verhandeln“. Und während der Michel sich über „wir schieben schneller ab“ Gesetze freut, merkt er -mal wieder- nicht, das er den Eliten auf den Leim gegangen ist.

Mir kommt ( das geht schon beim Namen „Pegida“ los ) die Regierungskritik in der Breite zu kurz. Bei vielen Argumenten/Interviews von Demonstranten, habe ich das Gefühl, dass sie sich nach einem „pauschalen Einreisestop/Aufnahmestop“ zurück vor die Glotze setzen würden und meinen „jetzt wird es besser“.
Das sehen ich allerdings nicht so…

Guter Beitrag , mich wundert es schon lange wie die Deutschen das alles ertragen ,hoffentlich werden noch viel mehr munter . Die Menschen sollten erkennen wer sie selber sind , das sie der Suveraen sind , nicht der manipulierte und im wachkoma dahin siechende Buerger den sich Bruessel und die Westliche Allianz wuenschen . Es ist notwendig und Recht wenn die Leute Verantwortung uebernehmen , Veraenderung geht nur von unten nach oben . Die oben sind unterwegs in ihrer selbstherrlichen Arroganz , betaeubt von Zinsezins und Wachstumswahn
trotzdem , ein gutes ervollgreiches friedvolles 2015

http://m.youtube.com/watch?v=8Lz_qPvKCsg

Sebbo: Natürlich respektiere ich Deine Meinung.

Was ich geschrieben habe, entspricht rein meiner Anschauung. Vielleicht ist es gar nicht so der Realität als mehr einer Vision entsprechend.
Wenn ich von etwas überzeugt bin, dann davon, daß die Mehrheit derer, die da auf die Straße gehen, das nicht vor Angst vor den Ausländern tun, sondern daß hier ein ganzer Topf von Punkten mitspielt, mit denen die Leute nicht mehr einverstanden sind.
Und das natürlich in Verbindung gebracht mit der Ignoranz der Politiker, die am Volk vorbeiregieren.

Eine Mailfreundin hat es sehr gut formuliert, in der Form:
„Es werden Milliarden von Euros in Banken gesteckt – um diese zu „retten“. Ein Bruchteil davon würde reichen, um alle Flüchtlinge aus Syrien in HOTELs unterzubringen. aber …
Deutsche/Österreicher finanzieren lieber Banken als Flüchtlinge.
Offensichtlich.“

Wobei ich dazu bemerkt habe, daß es nicht die deutsche oder österreichische Bevölkerung ist, sondern die jeweiligen Regierungen.

Trotzdem sehe ich in diesen Montagsbewegungen eine historische Chance, – auch, wenn es vielleicht derzeit noch nicht komplett in diese Richtung geht. In anderen Mails habe ich geschrieben:

„Stell Dir mal folgendes Szenario vor:
Fest steht für mich, wenn die es alle schaffen würden, z.B. die Pegidas aus allen Städten und die Friedenmahnwachen dazu, und das nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Österreich, diese alle an einen Tisch zu bringen, wonach ein Strategiepapier und eine gemeinsame Vorgehensweise erarbeitet wird, – was würde dann passieren?

Ich weiß es. Dann würden Sondereinsatzkommandos der Polizei kommen und die alle in U-Haft stecken. Deshalb bin ich von meiner These so überzeugt. Ich bin der Meinung, daß es, wenn es mit Kopf gemacht wird, zu einem europäischen Flächenbrand führen kann, der sich auch in den USA (wieder)entzünden kann.

Für mich die einzig machbare Alternative zum Café Bilderberg und NWO.“

Ich schrieb in dem Beitrag meine Meinung, – vielleicht auch einen Teil meines Wunschdenkens. Was nicht ist, kann ja noch werden, mit etwas gutem Willen.

War mal einer, der ein Zitat geprägt hat: I have a dream…
Klar kann ich mich nicht mit so jemanden vergleichen, aber auch ich darf meine Träume haben, daß es einmal besser wird.

Es gibt nur ganz wenige Vorteile vonder Abwärtssituation, wie sie zur Zeit stattfindet, z.B. in Rumänien: Silvester 2014/2015 waren in unserer Stadt nicht einmal mehr 10 % der Silvesterknaller zu bemerken als früher. Die Leute legten Wert darauf, daß statt der Knallerei der Kühlschrank über die Feiertage nicht mehr so leer ist wie sonst üblich….

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