Ölhandel: Indien und Iran steigen von Dollar auf Rupien um


Indien/Iran/Wirtschaft

Laut indischen Medien wird der Iran für Öllieferungen zukünftig in Indischen Rupien bezahlt, statt wie bisher in US-Dollar. Der Iran ist laut neuen Daten zum fünftgrößten Öllieferanten Indiens aufgestiegen.

„Tehran skyline may 2007“ von Amir1140 aus der englischsprachigen Wikipedia. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.
Tehran skyline may 2007“ von Amir1140 aus der englischsprachigen Wikipedia. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Iran und Indien möchten laut einem Artikel des Indian Express die Indische Rupie als Handelswährung für zukünftige Ölgeschäfte nutzen, statt den US-Dollar. Bereits seit 2013 bezahlte Indien 45 Prozent aller Rechnungen in Rupien. Dies wurde bisher über die UCO Bank und die türkische Halkbank durchgeführt, was jedoch durch die US-Sanktionen gestoppt worden war.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Iranischen Medien zufolge sollen die Rechnungen hingegen „nur noch in Euro“ bezahlt werden. Durch die US-Sanktionen wurden einige Konten Teherans in Indien eingefroren. Diese Guthaben sollen schnellstmöglich freigegeben und an den Iran übertragen werden, heißt es im verlinkten Bericht. Was nun tatsächlich passieren wird und wie die USA darauf reagieren, wird die Zukunft zeigen. In den vergangenen Tagen hat US-Präsident Obama jedenfalls bereits neue Sanktionen gegen den Iran angekündigt.

Der Iran hat Kuwait als fünftgrößten Erdöllieferanten Indiens überholt. Wie die indische Economic Times meldet, hat der Iran in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 6,5 Millionen Tonnen Öl nach Indien exportiert. Platz 1 bis 4 belegten Saudi-Arabien (19,56 Millionen Tonnen), der Irak (17,01 Millionen Tonnen), Nigeria (11,59 Millionen Tonnen) und Venezuela (10,89 Millionen Tonnen).

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Langsam verstehe ich, wie es funktioniert. Je mehr Länder sich von dem Dollar verabschieden, desto billiger wird das Öl. Warum? Ganz einfach, gegenüber dem Dollar verlieren die meisten Währungen an Wert!

Wahrscheinlich war es nicht die Absicht der USA (wer immer das ist), den Ölpreis zu senken um Russland und/oder Saudi Arabien zu schwächen, sondern es ist einfach ein rein marktwirtschaftlicher Sachzwang.

Naja, ich denke es ist eine Form sich unabhängig von US Sanktionen zu machen. Die USA können nur dort sanktionieren wo der Dollar über internationale Bezahlsyteme genutzt wird.
Da der Dollar auch erst einmal erworben werden muss bevor Öl fliesst funktioniert er für alle Länder deren Währung kein Dollar ist wie eine weltweite Steuer zugunsten der USA.

Schon wieder einen Sargnagel für den Dollar.
Und wenn alle Sargnägel, die sich bereits in vielen Ländern der Welt in Vorbereitung befinden, auch eingeschlagen sind, dann ist es damit vorbei mit den USA, dass sie die Welt dafür bezahlen lassen, um auf Pump leben zu können.

Viele Grüße
H. J. Weber

Der letzte, der Öl nicht nur gegen Dollar verkaufen wollte, wurde gehenkt. Wenn Öl nicht mehr nur gegen Dollar sondern auch gegen z.B. Euro gehandelt wird, bricht der Dollar massiv ein. Die Kettenreaktion ist klar: China und Taiwan werden ihre Dollarbestände loswerden wollen, und massiv in den USA einkaufen. US-Waren gegen Altpapier; Indonesien hat es mit dem Kauf von 100 Boings vorgemacht.

Hab anfang des Monats in einem Wirtschaftsforum folgendes gefragt (in der gegenfrage war damals kein passender Artikel):

Eine durch meine Unkenntnis von globalwirtschaftlichen Zusammenhängen bedingte Frage:

Wenn sich am Dollar resp. dessen FED-Zinssatz was geändert hat, dann hatte das fast immer Auswirkungen auf den Spritpreis. Nun hat man kürzlich die Schraube leicht nach oben gedreht. Im Vergleich zur kürzeren oder auch längeren Vergangenheit war ich so vorsichtig, um die benötigten Mengen für die nächsten zwei Monate bei mir im Betrieb einzulagern. Natürlich in Erwartung einer Preissteigerung von so um die 4 – 5 Cent.

Nun tritt das auch nach mehr als einer Woche nicht ein. Natürlich könnte man sagen, bis das sich über die Neulieferung mit dem neuen Dollarpreis über Rotterdam bis zu den Raffinerien auswirkt, das dauert etwas. Die Vergangenheit hat aber gezeigt, dass sich das immer schon nach ein oder zwei Tagen ausgewirkt hat, als auch noch die billigeren Reserven in den Tanks lagen. Deshalb meine rasche Reaktion.

Nun aber ist Stille eingekehrt, – es ändert sich offensichtlich nichts am Preis. Kann mir dafür jemand eine Erkärung geben, die auch ein Nicht-Volkswirtschaftler (wie ich) versteht?

Niemand konnte da klar was drauf sagen, – manche verwiesen auf den milden Winter und das Überangebot.

Nun frage ich mich erneut, ob das mit dem Rückgang der „Wichtigkeit“ des Dollars beim Rohöl zusammenhängen kann, dass sich am Preis nichts ändert. Im gegenteil, die Tendenz der Preise an den Tankstellen ist auch in RO weiterhin abwärts.

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