Negative Zinsen beweisen Verzweiflung der Zentralbanken


Japan/Wirtschaft

Verzweifelte Zentralbanken drücken nach und nach den Leitzins unter Null, zuletzt in Japan. Dies beweist, dass immer mehr Staaten im Kampf gegen die Krise die Munition ausgeht, glauben Analysten.

Japanemperorbirthday“ by Philbert Ono – Originally uploaded by en:User:Photojpn.org. Licensed under CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons.

Nach Dänemark, Schweden und der Schweiz hat nun auch die Zentralbank Japans den Leitzins in den Minusbereich abgesenkt. Die genannten Länder sind für ein Fünftel der weltweiten Wirtschaftsleistung verantwortlich, die Zentralbanken versuchen nun „verzweifelt“ Investitionen und Konsumausgaben zu erhöhen, schreibt BBC.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Die New York Times schreibt: Der Schritt zu negativen Raten spiegelt eine gewisse Verzweiflung auf Seiten der Zentralbanken wider. Die traditionellen Werkzeuge sind weitgehend ausgeschöpft, da die meisten Länder die Zinsen fast auf Null gedrückt haben.

Marketwatch stellt fest: Die überraschende Entscheidung der Bank von Japan […] hat eine globale Aktienrally ausgelöst. Aber mehrere Beobachter der Geldpolitik und Marktstrategen sehen darin lediglich eine Bestätigung, dass den Zentralbanken der Welt im Kampf gegen die Deflation die Munition ausgeht.

Ein negativer Zinssatz bedeutet, dass man für Guthaben Geld bezahlt und für Schulden Geld bekommt. Damit werden Schulden interessant und Sparen wird unattraktiv, wodurch die Nachfrage erhöht werden soll. Bleibt nur die Frage, ob sich eine Schuldenkrise durch noch mehr Schulden lösen lässt. Wir werden es erfahren.

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