Monsanto verfasste Krebsstudien über „Roundup“ selbst


Gesundheit/USA

Monsanto hat offenbar als „Ghostwriter“ wissenschaftliche Studien über das Herbizid Roundup selbst verfasst. Diese wurden dann von Behörden einfach unterzeichnet und veröffentlicht.

Monsanto Roundup-Studien über Krebs
Monsanto Roundup-Studien über Krebs, Bild: US-Flagge, Gegenfrage.com

Wie die Nachrichtenagentur UPI meldet, hat Monsanto Studien über das Herbizid Roundup selbst verfasst. Roundup ist das meistverkaufte Produkt des Agrarriesen. Zuletzt hatten Landwirte das Unternehmen verklagt, weil nicht auf die krebserregende Wirkung des auf Glyphosat basierenden Mittels hingewiesen wurde.

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So wurden etwa Dokumente für die Environmental Protection Agency (US-Umweltschutzbehörde) verfasst, was ein Bundesgericht in San Francisco derzeit untersucht. Aus Emails des Unternehmens geht hervor, dass Monsanto-Manager als „Ghostwriter“ Studien über Roundup verfassten, die dann Forschern vorgelegt und von ihnen „einfach unterzeichnet“ wurden. Konkret geht es darum um zwei Dokumente, eines aus 2000 und ein weiteres aus 2013, die veröffentlicht wurden.

Die Dokumente, die vom US-Richter Vince Chhabria entsiegelt wurden, beinhalten interne Emails, sowie Emails zwischen dem Unternehmen und den Regulierungsbehörden. In einer Email von Monsanto-Forscher Dr. William Heydens steht: „Wir würden die Kosten reduzieren, indem wir das Dokument verfassen. Sie müssten es nur bearbeiten und unterzeichnen“.

„Die Behauptung, dass Glyphosat Krebs beim Menschen verursachen kann, steht im Widerspruch zu jahrzehntelangen umfassenden Sicherheitsüberprüfungen durch die führenden Regulierungsbehörden der ganzen Welt“, sagte Monsanto in einer Erklärung.

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Am 10. März verlor das Unternehmen eine Gerichtsverhandlung, in der entschieden wurde, ob Glyphosat in Kalifornien in die öffentliche Liste krebserregender Chemikalien eingetragen wird, oder nicht.

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upi

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