Marine Le Pen: „Euro ist wie ein Messer in den Rippen Frankreichs“


EU/Frankreich/Politik

Frankreichs Präsidentschaftskandidation Marine Le Pen sagte in einer Rede, dass der Euro wie ein Messer sei, das in den Rippen Frankreichs steckt. Das System sei „in Panik“, weil die Menschen rund um den Erdball „aufwachen“.

Marine Le Pen Euro
Marine Le Pen, Euro, Flaggen Frankreich + EU, beide gemeinfrei

Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen behauptet, das System sei „in Panik“ aufgrund der Tatsache, dass die Bürger auf der ganzen Welt endlich „aufwachen“. Während einer Rede gegen ihre politischen Gegner sagte sie, Millionen Menschen rund um den Erdball hätten „genug“.

(Fachliteratur zum Thema gibt's hier: klick)

Die bevorstehenden Wahlen könnten eine „Veränderung in der Zivilisation“ hervorrufen. Sie werde die Migration einschränken, alle illegalen Einwanderer ausweisen und allen französischen Staatsbürgern kostenlose Bildung ermöglichen.

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Der Euro sei eine an Deutschland angepasste Währung und wirke wie „ein Messer in den Rippen“ der Franzosen, um Frankreich zu Dingen zu nötigen, die andere Länder verlangen. Sie versprach im Falle eines Wahlsiegs einen Austritt Frankreichs aus der Eurozone.

Sie wolle zudem nicht, dass Frankreich „offen für alle wirtschaftlichen und menschlichen Ströme ohne Schutz und Grenzen“ sei. Zudem kündigte sie eine Abstimmung über einen möglichen Austritt aus der Europäischen Union an.

Neben Le Pen haben sich auch andere französische Politiker bereits für einen Austritt aus der EU ausgesprochen. So etwa im Juni 2016 Jean-Luc Mélenchon, Vorsitzender der Parti de Gauche, sowie Nicolas Dupont-Aignan, Vorsitzender von Debout la France.

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Laut einer Umfrage des Pew Research Center aus vergangenem Jahr sind 61 Prozent aller Franzosen gegen einen Verbleib Frankreichs in der EU. Europaweit gibt es mit 71 Prozent nur in Griechenland mehr EU-Gegner.

Quellenangaben anzeigen
express, express, bbc

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2 Comments

  1. Ob das die französischen Rentner auch so sehen, die mit 60 in Rente gehen dürfen, während der deutsche Michel bis nun bald 67 schuften darf, um dann zu erfahren, dass er für 45 Jahre Beitrag eine Minirente erhält, bei der er noch unter dem Grundsicherungssatz liegt?

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  2. Marine hat Recht. Alle Länder, die vor dem Euro regelmäßig gegen die DM abgewertet hatten, leiden unter dem „zu teuren Euro“.
    Allerdings ist daran die französische Politik selbst daran schuld. Es war Mitterand, der gemeinsam mit Kohl (als Preis für die Wiedervereinigung) unbedingt die Bundesbank entmachten und die Vorherrschaft der DM beenden wollte.
    Jetzt müssen Franzosen, Griechen, Italiener, Portugiesen die Suppe auslöffeln, die diese sich selbst eingebrockt haben. Der Euro wird über kurz oder lang verschwinden, ob das der selbsternannten Regierung in Brüssel gefällt oder nicht.

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