Manbij, Syrien: 44 Zivilisten sterben bei US-Luftangriffen


Militär/Syrien/USA

In Manbij bei Aleppo im Norden Syriens kamen bei US-Luftangriffen mindestens 44 Zivilisten ums Leben. Bereits zuvor war die Stadt mehrfach aus der Luft bombardiert worden, wodurch viele starben, verletzt wurden und auch die Infrastruktur und zivile Einrichtungen zerstört wurden.

Manbij
Bildquellen: Latuff, SANA, U.S. Air Force photo, alle gemeinfrei

US-Kampfflugzeuge haben in der vergangenen Woche in Syrien im Zuge ihrer Antiterror-Operationen bereits zum vierten Mal die Stadt Manbij bei Aleppo angegriffen. Auf einem Markt kamen 23 Zivilisten ums Leben, im Bezirk al-Sina’ah weitere 21. Bei den US-Luftangriffen wurde zudem die einzige Bäckerei der Stadt zerstört, ebenso das Telekommunikationsgebäude. Zahlreiche weitere Zivilisten wurden verletzt.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Bereits im Juli war die bis zuletzt vom IS besetzte Stadt Manbij, bzw. das benachbarte Dorf Aghanndorh, mehrfach aus der Luft angegriffen worden, wodurch mindestens 25 Zivilisten starben und 100 weitere verletzt wurden. Zudem wurden einige Wohnhäuser und andere zivile Einrichtungen zerstört. Bei den Opfern soll es sich mehrheitlich um Ältere und Kinder gehandelt haben.

Laut US-Experten handelt es sich bei Manbij um einen strategischen Versorgungspunkt für den Islamischen Staat. Aleppo und umliegende Gebiete sind derzeit stark umkämpft, zuletzt meldete internationale Medien, dass Regierungstruppen und Truppen des Islamischen Staats von den durch die USA unterstützten Rebellen zurückgedrängt wurden. Die von Russland unterstützte Syrische Armee kündigte heute morgen eine Großoffensive gegen alle aus ihrer Sicht terroristischen Kräfte an.

Russand kritisierte laut Reuters, dass die USA „Hunderte durch Luftangriffe töten“ und sogenannte Rebellen unterstützen, welche Giftgas gegen Zivilisten einsetzen. Maria Zakharova, Sprecherin des russischen Außenministeriums, bezeichnete die von Washington unterstützten Rebellen als „Tiere“.

Sara Flounders, Direktorin des International Action Center (IAC), merkte an, dass die USA die syrischen Zivilisten am besten schützen könne, indem sie aufhörten Waffen und Geld an militante Gruppen zu liefern. „Wer hat den Waffenstillstand in Syrien immer wieder gebrochen? Vor allem jene Kräfte, die von den USA unterstützt werden“, so Flounders.

Quellen: Reuters, Soutfront, Guardian, Wall Street Journal

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Nach oben scrollen