Kriegsszenen in Rio de Janeiro – Untersuchungen eingeleitet

08. Mai 2013

Ein aktuell veröffentlichtes Video aus Brasilien sorgt international für Brisanz. Die britische Nachrichtenagentur ITN veröffentlichte am Dienstag ein brasilianisches Polizeivideo. Die Helicopter Kamera einer schwer bewaffneten Polizeieinheit zeigt, wie ein fahrendes Auto vom Helicopter aus beschossen wird. Ohne Rücksicht auf Zivilisten, Gebäude oder Sachwerte feuern die Polizisten mit der Bordkanone des Hubschraubers auf das fliehende Vehikel.

Polizeihubschrauber in Brasilien Bild: Wikipedia, Autor: Protonotário

Polizeihubschrauber in Brasilien
Bild: Wikipedia, Autor: Protonotário

Wie bekannt wurde war der Vorfall bereits am 11. Mai 2012 passiert, wurde jedoch erst jetzt öffentlich. Quellen zufolge hat die brasilianische Polizei bereits Ermittlungen wegen “exzessiver Härte” eingeleitet. Fahrer des Fluchtwagens war des wegen Drogenhandels angeklagte Marcio Pereira, dem, nach dem sein Wagen von dem aus allen Rohren schießenden Hubschrauber, zum Stehen gebracht worden war, die anschließende Flucht gelang. Marcio Pereira wurde jedoch am nächsten Tag tot in einem geparkten Auto gefunden.

Brasilien war bereits häufiger auf Grund von Polizeibrutalität und Drogenkriminalität in den Nachrichten. Das südamerikanische Land hat sich mittlerweile, nach den USA, zum zweitgrößten Kokainabsatzmarkt weltweit aufgeschwungen. Im Hinblick auf die Fußball-WM 2014 verfolgen die brasilianischen Bundesstaaten eine Null-Toleranz-Politik, wie einst Rudy Giuliani als Bürgermeister von New York City. In Brasilien sind sowohl Polizei als auch Drogenbanden schwer bewaffnet und es kommt regelmäßig zu Schießereien am hellichten Tag auf offener Straße.


Gemäß Ermittlungen des britischen Journalisten Ross Kemp im Zuge seiner Serie “Ross Kemp On Gangs”, sind brasilianische Polizeikräfte aktiv in den Waffen- und Drogenhandel in Rio de Janeiro involviert. Die Banden bekämen ihre Waffen meist von der Polizei, und die Polizei zwinge die Banden in den Favelas Drogen zu verkaufen. Immer wieder machen Videos, welche von der Brutalität, der teilweise wie Paramilitärs ausgerüsteten Einheiten, zeugen, die Runde im weltweiten Netz.

Kriegsszenen in Rio de Janeiro – Untersuchungen eingeleitet
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6 Kommentare

  1. M. Georg Dieling

    POLICE STATE World Tour
    und bald auch bei uns

  2. Alesi

    muss schön sein da zu wohnen. stalin liess einst sicher auch so seine widersacher jagen und eu-hauptmann baroso wird blogger und kommentatoren bis in 10 jahren wohl auch so durch die gassen treiben.

  3. M. Georg Dieling

    denk auch. Sanierst mit deinem, als EU- Billiglohnarbeiter,gegen Lebenszeit eingetauschtem hartverdienten Geld dein Haus und zack, hat es ein paar Einschüsse im Dach und die Familie ist ein Kind weniger. Wen interessiert’s, wer zahlt, Keiner, ist neoliberales System- Krisen- Management.

    Hatte bei Dir zu erst gelesen “Kommentatoren bis 10 Jahre” wäre wohl der Extrem- Fall, aber alles ist denkbar!! Und eventuell ist 1984 noch nicht mal das Ende.

  4. Voice of Resistence

    “do u feel sorry for the cop that you shot in his ass?” -- “hm i mean, i would if i could, but i can’t, cos he wouldn’t feel sorry bustin caps in my ass” Tupac Amaru Shakur

    must watch:

    http://www.youtube.com/watch?v=gmJqzEVKwoU

  5. werner

    nu, Staatsterroristen in Uniformen und staatliche Schlägertrupps gibts auch bei uns und nicht weniger amrtialisch:
    Blooddy Thursday, Stuttgart 21, 30. Sept. 2010; agents provocateur per Videoaufnahmen überführt -- keine Anlage, keine Strafe!

    NSU = BND = angeblicher Terror von rechts……gegen Ausländer

    Polizei + Justiz berücksichtigen nur zu gerne den Ausländerbonus und den Deutschmalus

    früher hätte man solche Typen wegen Volksverrat gar nicht erst angeklagt sondern gleich vernichtet, heute kriegen sie Pensionen, die wir Deutsche bezahlen

  6. M. Georg Dieling

    @Werner Stimmt

    Schlimm ist nicht, dass es diese unmenschlichen Befehlshunde gibt, sondern dass die breite Masse aufgrund von Gleichgültigkeit nicht in der Lage ist, dagegen etwas zu tun.
    Denke, dass in Stuttgart alles beim Alten ist, die, auf korrupte Weise, sich unter den Nagel gerissenen Zentrums- Filetstücke sind nach wie vor in selber Hand und die Bahn bekommt ihre Milliarden. Kann man froh sein, dass sie so bescheiden ist. Die hätten sich auch 10 vom Steuerzahler zahlen lassen.
    Und dieser Raubzug findet statt unter “überzeugend” zuschlagenden Systemschutz, was dann viel über dieses aussagt.

    Zu DEn SteiNEn!

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