Durchbruch bei Krebsbehandlung mit Gold-Nanopartikeln


Gesundheit/Gold

Forscher aus Großbritannien haben einen Durchbruch bei der Krebsbehandlung mit Gold-Nanopartikeln erzielt. Dadurch könnte die Nachfrage in den kommenden Jahren steigen.

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Gold Krebs
Gold Krebs

Edelmetalle wie Gold und Silber finden nicht nur als Investition oder bei der Verarbeitung von Schmuck eine Verwendung. Es gibt auch einige industrielle Anwendungen. Silber etwa findet man in Sonnenkollektoren, Glasbeschichtungen, LED-Chips, Halbleitern, Touchscreens, der Wasserreinigung und mehr.

Der große Bruder Gold hat weit weniger industriellen Nutzen. Dies könnte sich jedoch bald ändern, schreibt Newsmax. Nach jüngsten Zahlen des Marktforschungsunternehmens Global Market Insights wird der Markt für Gold-Nanopartikel bis 2022 auf voraussichtlich 8 Milliarden Dollar wachsen. Der Großteil davon im medizinischen Bereich.

Laut des in Großbritannien ansässigen National Cancer Research Institute (NCRI) gibt es schon bald die Möglichkeit, Gold-Nanopartikel direkt in eine Krebszelle einzusetzen. Diese Partikel transportieren ein Medikament, das die Krebszelle „unfruchtbar“ und damit kontrollierbar macht.

Derartige Versuche werden bereits seit Jahren in der Krebsforschung des UK/MRC Oxford Institute for Radiation Oncology und anderen Forschungseinrichtungen durchgeführt. „Das beste daran: Nur Krebszellen werden von den kleinen Rittern in der goldenen Rüstung angegriffen“, schreibt Newsmax weiter.

Anders als die traditionellen Methoden Chemotherapie und Bestrahlung, die oft mehr schaden als helfen, bleiben gesunde Zellen bei dieser Behandlung unversehrt. Die gleichen Gold-Nanopartikel können auch eingesetzt werden, um eine Dosis tödliche Dosis Radioaktivität direkt in die Krebszellen zu injizieren.

Bisher wurden die besten Ergebnisse erzielt, indem beide Methoden in separaten Behandlungen durchgeführt wurden. Cancer Research-Chef Sir Harpal Kumar sagte, „diese Forschungen zeigen das Potential von Gold auf.“

Versuche mit Mäusen vielversprechend

Zuvor gab es bei den Versuchen einige Rückschläge. So gelangten die Goldpartikel zunächst auch in gesunde Zellen. Dort wurden sie mit Laserstrahlen erhitzt, wodurch auch gesunde Zellen verletzt wurden. Tumore sind oft von Nerven und anderem lebenswichtigem Gewebe umgeben.

Nach einigen Verbesserungen sieht diese Methodik jedoch vielversprechend aus. So wurden die Nanopartikel mit Antikörpern versehen, die sich mit Krebszellen verknüpften. Und statt kontinuierlicher Laserbestrahlung verwendete man ultrakurze Infrarotimpulse.

So konnten noch höhere Temperaturen erzielt werden, sodass winzige Blasen gebildet und zum Platzen gebracht wurden. Normales Gewebe wurde dadurch nicht mehr beeinträchtigt. Bei Versuchen mit Mäusen konnte mit dieser Behandlung eine Überlebensrate von 100% erreicht werden.

Sämtliche Krebszellen konnten zerstört werden. Es bleibt abzuwarten, ob die Therapie beim Menschen vergleichbare Ergebnisse liefert.

Wie viel Gold wird benötigt?

Nicht viel. Ein Gold-Nanopartikel ist kleiner als ein rotes Blutkörperchen. Newsmax schätzt die benötigte Menge darum auf 0,36 Gramm Gold je Therapie. In den USA wurden im vergangenen Jahr 1.685.210 Bürger mit Krebs diagnostiziert.

Setzt sich diese Therapie gegen Bestrahlung und Chemotherapie durch, würden in den USA dafür 606,7 Kilogramm bzw. 19.505 Unzen Gold verbraucht. Keine besonders große Menge, aber hochgerechnet auf mehrere Jahre und auf die ganze Welt doch ein nennenswerter Verbrauch.

Vielleicht ist dies neben Geldschöpfung, Krise, langfristiger Kaufkraft und drohender Massenüberwachung ein Grund mehr, das gelbe Metall auf dem Radar zu haben. Nun müssen die Testergebnisse am Menschen noch überzeugen.

Und es bleibt zu hoffen, dass diese sanfte und wahrscheinlich auch viel günstigere Form der Behandlung von der leider sehr profitorientierten Krebsindustrie akzeptiert wird.

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newsmax


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