Khamenei: „Feindliches Dreieck“ für Unruhen im Iran verantwortlich


Iran/Krass!

Der Iran macht ein „feindliches Dreieck“ für die Proteste im Land verantwortlich, darunter die Vereinigten Staaten.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)
Unruhen Iran USA MKO Saudi-Arabien
Unruhen Iran USA MKO Saudi-Arabien, Bild: Gegenfrage.com, Flagge: gemeinfrei

Der Führer der Islamischen Revolution Ayatollah Seyyed Ali Khamenei sagte, ein „feindliches Dreieck“ verursache das Chaos im Iran und schüre die Gewalt. Darunter die Vereinigten Staaten, einer der reichen Staaten am Persischen Golf und die MKO-Gruppe, die im Iran als Terrororganisation gelistet ist.

Ayatollah Khamenei traf die Aussage am Dienstag vor einer großen Menschenmenge in Qom. Dort kam man zusammen, um dem 40. Jahrestag des Aufstandes vom 09. Januar 1978 in der heiligen Stadt gegen die despotischen monarchischen Herrscher jener Zeit zu gedenken.

„Die Verschwörung wurde von Amerikanern und Zionisten ausgeheckt. Sie arbeiten seit mehreren Monaten daran und planen, in kleinen Städten zu beginnen und dann in Richtung Zentrum zu gehen. Das Geld kommt aus einem der schmutzigen reichen Küstenstaaten am Persischen Golf. Natürlich brauchen solche Projekte Geld, aber die Amerikaner werden nicht bereit sein, Geld auszugeben, solange sie diese [reichen Verbündeten] haben“, sagte der Führer.

Die dritte Seite des Dreiecks seien „mörderische MKO-Elemente“, die als Lakaien der Unruhestifter auf iranischem Boden dienten. Khamenei beschrieb die jüngste Welle der Gewalt als „bösartig“ und lobte die rechtzeitige und angemessene Reaktion des iranischen Volkes auf die Unruhen.

„Das sind keine gewöhnlichen Vorfälle“, sagte er weiter. Es handle sich um „eine Schlacht zwischen dem Iran und den Iranfeindlichen; ein Kampf zwischen dem Islam und den Islamfeindlichen“, erklärte er. Weiter merkte er an, dass ehrliche und berechtigte Forderungen der iranischen Bürger von den Gewalttätigkeiten und Sabotageakten zu unterscheiden seien.

In westlichen Medien hingegen wird u.a. berichtet, dass es sich bei den Protesten um Hungerrevolten infolge eines Erdbebens handle. Dafür werden bereits Schlagwörter wie „persischer Frühling“ genutzt, in Anlehnung an den sogenannten arabischen Frühling ab 2011.

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presstv

3 Comments

  1. Khamenei hat die Situation richtig erkannt. Nur in einem Punkt irrt er als er sagt : Sie arbeiten seit mehreren Monaten daran…..
    Richtig wäre : Sie arbeiten seit Jahre daran, teilweise seit jahrzehnten, versteckt aus „humanitären Organisationen“ heraus.
    Wenn er das sagen würde, müsste er zugeben, dass es die iranische Führung versäumt hat dieses Gesindel aus dem Land zu jagen, wie es Russland inzwischen gemacht hat.
    Religiöse Hintergründe scheinen mir keine Rolle zu spielen. Diese Karte wird nur gespielt wenn sie dem Dreieck und ihren Zielen dienlich erscheint.

    MfG grillbert aus Hamburg.

  2. Da gebe ich Dir Recht, grillbert.
    Aber das eigentliche Ziel heißt Russland und der Iran ist nur Mittel zum Zweck.
    Denn Russland hat viele moslemische Minderheiten und wer den Islam (und dessen Aggressivität) gegen Russland richtet,
    der sichert die Weltherrschaft der USA fünf Minuten länger.
    Aber China ist auch antislamisch gestimmt und ein härterer Gegner der USA. Aber das zu begreifen brauchen die US Eliten noch ein Weilchen.

  3. https://www.anderweltonline.com/politik/politik-2018/tickende-zeitbombe-saudi-arabien/

    Auszug :

    “ In einem von Eshki vorgetragenen Sieben-Punkte-Plan für den Nahen Osten nannte der saudische Vertreter einen herbeizuführenden Regimewechsel im Iran an zweiter Stelle – gleich nach einem Friedensschluss zwischen Israel und den Arabern. Außerdem sprach er sich für die Gründung eines kurdischen Staates aus. Auch in Israel werden nach jerusalemonline.com Stimmen lauter, die die Aufteilung Syriens in mehrere Staaten, darunter einen kurdischen, fordern. Israelische Militärs und Politiker hatten in den letzten Jahren wiederholt verlauten lassen, dass sie ein von al-Qaida kontrolliertes Syrien gegenüber einem weiterhin mit dem Iran verbündeten Nachbarn bevorzugen. Betrachten wir Saudi-Arabien einmal genauer.“

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