Khamenei nennt Trump auf Twitter „psychotisch“ und „labil“


Iran/Politik/USA

Irans oberster Führer Khamenei bezeichnete US-Präsident Trump auf Twitter als „psychotisch“ und „labil“. Dieser hatte zuvor behauptet, der Iran habe Angst vor der „Macht der USA“.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)
Khamenei, Trump
Khamenei, Trump, Bild: Gegenfrage.com, Flagge gemeinfrei

Der iranische geistliche Führer Ayatollah Ali Khamenei ging am Dienstag in einer Social-Media-Tirade gegen Präsident Donald Trump vor und bezeichnete ihn als „psychotisch“. Darüber hinaus beschuldigte er die Vereinigten Staaten, die gewaltsamen Proteste in der Islamischen Republik angezettelt zu haben.

In Twitter-Posts und auf seiner Website spottete der oberste Führer des Landes über Trumps Behauptung, die iranische Regierung habe „Angst vor der Macht der USA“, berichtete die New York Times. „Also, wenn wir uns vor Ihnen fürchten, wie haben wir Sie in den späten 1970ern aus dem Iran und in den 2010er Jahren aus der gesamten Region vertrieben?“ so Khamenei.

Für die Demonstrationen, welche laut Teheran von Washington angezettelt wurden, kündigte er „Vergeltung“ an, da diese dem Establishment Irans Schaden zugefügt hätten. „Sie haben uns in diesen Tagen Schaden zugefügt, sie wissen, dass es eine Art Vergeltung geben wird“, wird er von der New York Times weiter zitiert.

„Dieser Mann, der an der Spitze des Weißen Hauses sitzt – obwohl er ein sehr instabiler Mann zu sein scheint – muss erkennen, dass diese extremen und psychotischen Episoden nicht ohne eine Antwort bleiben werden.“

Nach Angaben der Zeitung sind in mehr als 80 Städten im Iran Proteste ausgebrochen. Zunächst wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten, später aber aufgrund der harschen Vorgehensweise der Regierungskräfte gegen die Demonstranten.

Das Blatt meldet weiter, dass bislang 3.700 Menschen im Zuge der Proteste festgenommen wurden und 21 starben. Die iranische Regierung behauptet hingegen, die Proteste würden – ähnlich wie zu Beginn der Krise in Syrien – von außen angezettelt.

Quellenangaben anzeigen
newyorktimes, khamenei

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