Italien: Tausende protestieren gegen Banken in Rom


Italien/Wirtschaft

In der italienischen Hauptstadt Rom haben am Mittwoch Tausende Menschen gegen italienische Banken, die Zentralbank und die Regierung protestiert.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)
Italien Rom Banken Protest
Italien Rom Banken Protest, Bild: Gegenfrage.com

In Italiens Hauptstadt Rom haben sich gestern Tausende Menschen, von denen einige in der noch immer tobenden Krise ihre gesamten Ersparnisse verloren haben, vor dem Parlament gegen Banken und gegen die Regierung protestiert.

Sie beschuldigten Banken, ihre Kunden absichtlich mit schlechter Anlageberatung in die Irre zu führen. Hunderttausenden Kunden seien Anlagepakete verkauft worden, die ihren Wert vollständig verloren haben. Einige der Demonstranten haben dadurch ihre gesamten Lebensersparnisse eingebüßt, meldet PressTV.

Ebenfalls kritisiert wurde die italienische Zentralbank, die ihrer Aufgabe nicht nachkomme, die Banken zu beaufsichtigen, so der Vorwurf. Der Protest fand auf dem Piazza Montecitorio statt, inmitten der Altstadt Roms.

Italiens Zombiebanken

Im Juni hatte die EZB die beiden Zombiebanken Veneto Banca und Banca Popolare di Vicenza geschlossen. Die „gesunden“ Teile der Banken wurden von der Großbank Intesa Sanpaolo übernommen. Den wertlosen Schrott übernahm Italiens Regierung für viele Milliarden Euro aus der Steuerkasse.

Desweiteren gründete die Regierung eine sogenannte Bad Bank, in die weitere Papiere der bankrotten Institute ausgelagert wurden, welche niemand kaufen möchte.

Quellenangaben anzeigen
gettyimages, presstv


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1 Comment

  1. So wird es am Ende Allen gehen, die auf Versprechen von Papieren gesetzt haben, so ist es auch immer in der Geschichte Allen gegangen, nur dieses mal glauben Alle, dass es dieses mal anders sein wird.
    Toi, Toi, Toi.

    ***Ohne Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Ersparnisse vor der Enteignung durch Inflation zu schützen. Dann gibt es kein sicheres Wertaufbewahrungsmittel (…) Die Finanzpolitik des Wohlfahrtsstaates macht es erforderlich, dass es für Vermögende keinen Weg gibt, sich zu schützen. Das ist das schäbige Geheimnis der Wohlfahrtsstaats-Tiraden gegen das Gold. Defizitfinanzierung ist schlichtweg eine Maßnahme zur ‘versteckten’ Enteignung von Vermögen.”***
    Alan Greenspan, Fed-Präsident 1987-2006

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

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