11.02.1979: Islamische Revolution im Iran

An diesem Tag im Jahr 1979 wurde im Zuge der Islamischen Revolution nach monatelangen Protesten die Monarchie des Pahlavi-Regimes in Teheran endgültig gestürzt. Revolutionsführer und von nun an Staatsoberhaupt der Islamischen Republik Iran war Imam Khomeini.

Islamische Revolution Iran 1979

Islamische Revolution, „Tehran skyline may 2007“ von Amir1140 aus der englischsprachigen Wikipedia. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Am 11. Februar 1979 wurde die Monarchie des von den USA unterstützten Pahlavi-Regimes im Iran nach monatelangen Unruhen und Protesten gestürzt, was zum Sieg der Islamischen Revolution führte. Schlechte Lebensbedingungen und hohe Korruption brachten einen großen Teil der Bevölkerung gegen den von den USA kontrollierten Shah Mohammad Reza Pahlavi auf, der politische Gegner ins Gefängnis werfen und dort foltern oder töten ließ.

Viele regierungskritische Bewegungen wurden gegründet, darunter die rechte Nationale Front oder auch die marxistischen Volksmudschaheddin und die kommunistische Tudeh-Partei. Während einer Großdemonstration im September 1978 setzte die Regierung Panzer und Hubschrauber gegen die Demonstranten ein, wodurch Hunderte ums Leben kamen.

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Die Bürger waren empört und beantworteten den Vorstoß mit einem Generalstreik, der nach kurzer Zeit die komplette Wirtschaft des Landes lahmlegte. Pahlavi wurde immer unbeliebter, schwere Kämpfe wurden geführt, in Gefängnissen gab es Hungerstreiks. Millionen Menschen gingen auf die Straße und protestierten gegen die von den USA unterstützte Shah-Diktatur.

Der Shah verließ am 16. Januar 1979 den Iran, Khomeini nutzte die Gelegenheit und kehrte am 1. Februar zurück nach Teheran. Letztendlich brach Pahlavis Regierung am 11. Februar 1979 vollständig zusammen.

Jedes Jahr werden die zehn Tage vom 1. Februar bis 11. Februar im Iran gefeiert. Bekannt als „Daheye Fajr“ oder „Zehn Tage der Morgendämmerung“. Eine Zeit, in der der Iran sich in erster Linie von westlichem Einfluss und ausländischer Dominanz unabhängig machte. Am 1. April 1979 wurde die Islamische Republik Iran proklamiert.

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Motto der Islamischen Revolution: „Unabhängigkeit“

Der wichtigste Erfolg der Revolution ist bis heute die „Unabhängigkeit“. Das zentrale Motto der Revolution war das Ende der Fremdherrschaft aus dem Westen wie aus dem Osten. Aufgrund der enormen Öl- und Gasvorkommen im Iran geriet das Land immer wieder in den Fokus der Kolonialmächte.

Die islamische Revolution kam zu einer Zeit, als die Welt in zwei Blöcke geteilt war. Der Ostblock, der vom Materialismus geleitet war und Religion entschlossen ablehnte. Und der westliche Block, in dem Religion eine individuelle und keine staatliche Angelegenheit war. Imam Khomeini brach mit seiner Bewegung aus diesen Systemen aus.

Die Menschen hatten das politische System, die Schwäche, die Unterwürfigkeit gegenüber ausländischen Regierungen und die Einmischung in innere Angelegenheiten satt. Seit Ende der 1960er Jahre bis zur Revolution hatten die USA 40.000 militärische und 20.000 zivile „Berater“ im Iran.

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26 Jahre lang, seit dem Sturz von Mossadegh durch die CIA, hatten die USA das Sagen im Iran, der iranische Geheimdienst Savak setzte die Interessen der Regierung knallhart durch. Aus Sicht der USA war Persien ein wichtiger anti-kommunistischer Verbündeter gegen die Sowjetunion im Nahen Osten.

Seit der Revolution 1979 führen westliche Medien einen psychologischen Krieg gegen den Iran (Iranophobie), einhergehend mit Sanktionen und Embargos. Bis heute wird die Islamische Revolution in jedem Jahr pompös gefeiert. Millionen Menschen nehmen an Straßenfesten, großen Paraden und organisierten Kundgebungen teil.

Quellenangaben anzeigen
presstviranchamber, novaonline, presstvscholastic

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