Syrien: Britische Luftwaffe tötet sieben IS-Kämpfer in 600 Angriffen


Großbritannien/Krieg/Syrien

Laut Informationen des britischen Verteidigungsministeriums hat die Royal Air Force zwischen dem 2. Dezember 2015 und 29. Januar 2016 insgesamt 600 Luftangriffe auf IS-Stellungen in Syrien geflogen. Dabei kamen sieben feindliche Kämpfer ums Leben.

Von Adrian Pingstone (Arpingstone) – Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4511734

Großbritanniens Luftwaffe hat bisher 600 Einsätze gegen den Islamischen Staat (auch: IS, ISIS, ISIL, Daesh) in Syrien geflogen. Dabei wurden unter anderem radar- und lasergesteuerte High-Tech-Luft-Boden-Raketen des Typs Brimstone (eine Kampfjet-Version der Hellfire-Rakete) mit einem Stückpreis in Höhe von 100.000 Pfund eingesetzt. Bilanz: Sieben feindliche Kämpfer wurden getroffen.

Der erste Einsatz einer Brimstone-Rakete wurde am 10. Januar aufgezeichnet und richtete sich gegen einen von Feinden gesteuerten Lastwagen in Raqqa. Bis Ende Januar wurden mindestens neun Brimstone-Raketen auf feindliche Ziele abgefeuert. „Wir spielen eine entscheidende Rolle in einer Kampagne, die Zeit und Geduld benötigt. Mit der richtigen Waffe für jedes Szenario haben die Jets der Royal Air Force Daesh fast 600-mal angegriffen“, sagte ein Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums, was die „terroristische Infrastruktur stark geschwächt“ habe.

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Durch die insgesamt fast 600 Kampfjet-Einsätze zwischen dem 2. Dezember 2015 und dem 29. Januar 2016 wurden laut Informationen des Verteidigungsministeriums insgesamt sieben Kämpfer getötet. Zwei von ihnen wurden mit lasergelenkten Paveway IV-Raketen außer Gefecht gesetzt (20.000 Dollar je Rakete) und fünf weitere wurden von mit Hellfire-Raketen (70.000 Dollar je Rakete) bestückten Reaper-Drohnen getroffen.

Das britische Verteidigungsministerium besteht in diesem Zusammenhang jedoch darauf, dass man nicht die Terroristen selbst bekämpft, sondern deren „Dschihad-Infrastruktur“. Zu Beginn der Bombardements in Syrien sagte Cameron hingegen, man führe „Präzisionsangriffe“ als „Akt der Selbstverteidigung“ gegen „Daesh“ durch, da die Gruppe Anschläge in Großbritannien plane. Er bezeichnete die Mitglieder als „Frauen vergewaltigende, Moslem-ermordende, mittelalterliche Monster“, schrieb Daily Mail im Dezember.

Quellen: After 600 airstrikes, British forces have only killed 7 Daesh militantsCameron on course to win crunch vote on airstrikes against ISIS

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9 Comments

  1. Spitzen Quote! 🙂
    Da frag ich mich doch gleich, wie wir bei so einer Quote den 2. WK verlieren konnten.

  2. in Dresden hatten sie keine Probleme; da haben sie in 2 Tagen eine halbe Million Zivilisten ermordet.

  3. Die Strategie ist von den Amis und wird in Afghanistan auch angewendet. Also um einen mit einer Kalaschnikow bewaffneten
    Ziegenhirten zu pulverisieren kommen da unter Einberechnung aller Kosten pro Ziegenhirte locker 1 Million US$ oder mehr zusammen.

    Cost of War in Iraq & Afghanistan
    $1,671,812,841,605

    Number Of Iraqis Slaughtered In US War And Occupation Of Iraq „1,455,590“

    Und bitte beachten :
    Es handelt sich bei diesen Opfern in Afghanistan um ZIVILISTEN die aus Entfernung und von oben einfach abgeknallt werden, nur weil sie ein Gewehr dabei haben. Ein Grundrecht in Afghanistan seitdem es Schusswaffen gibt. Sobald aber, wenn es erforderlich wäre, Fußtruppen eingesetzt werden würden, dann hat der US Komfort-Soldat die Arschkarte, Und das nicht nur dort, Beispiele gibt es genug.

  4. Vielleicht ist man auch im falschen Land daher geflogen ?
    Bei deutscher Aufklärung mit diesen Phantomseglern und vielleicht auch noch deutschen Bordwaffen die um die Ecke schießen, wäre das kein Wunder…und unten steht die von der Leyer und dirigiert aus einem Bunker die Einsätze…und das nun im falschen Landesteil…
    ha,ha,ha – so is(s)es !

  5. Heute ist Krieg ein Geschäft, es geht nicht darum einen Krieg zu gewinnen, es geht darum Krieg zu führen. Daher ist es auch kein Problem wenn eine Bombe im Wert eines Mittelkassenwagens ihr Ziel verfehlt, sie ist explodiert und muss ersetzt werden , darum geht es . Greif Großbritannien direkt an und die Zielgenauigkeit wird mit einem Schlag min. 90% erreichen. In einem Krieg auf Leben und Tod würde man jeden Befehlshaber mit solchen Kampfergebnissen wegen Unfähigkeit und Verschwendung von kriegswichtigen Ressourcen sofort an die Wand stellen und erschießen.

  6. @Olaf Th. – Super!
    Genau so isses in der Branche mit den höchsten Wachstumsraten.

    Das Haltbarkeitsdatum (Service Life) der Luft-Boden Rakete AM-114 (Hellfire) wird mit geschätzten 20+ Jahren angegeben, und die Stückkosten für alle Modelle pauschal mit 110.000 US$ beziffert.

    Und so geht es dann zu wie beim Sommerschlussverkauf : ALLES MUSS RAUS! (in diesem Fall runter)

    Und unsere ehemalige Verteidigungsarmee, deren Kriegsminister in Serie null Kenntnis haben vom Thema, weil schon nicht mal zumindest den Grundwehrdienst abgeleistet, werden von oben ferngelenkt und man schickt Soldaten mit untauglicher Ausrüstung in die weite Welt, in Kriege, die aber eigentlich doch gar keine so richtigen Kriege sind, oder doch? Oder doch nicht, oder wie?

    Zieh dir mal das Video aus diesem Artikel rein :

    http://luzifer-lux.blogspot.com/2016/02/jung-naiv-war-gestern-eine-kampfansage.html

    Zum Thema Waffenstillstand (befristeter) hier Textauszug :

    Man munkelt diesbezüglich auch, um mal eine Weile Material zu sparen, weil der Bombennachschub mit dem bisherigen Dauerfeuer nicht synchronisiert werden konnte.

    aus diesem Artikel

    http://qpress.de/2016/02/25/is-al-nusra-und-al-qaida-wollen-unbedingt-an-der-waffenruhe-in-syrien-teilhaben/

    Gruß kw

  7. Chapeau! Eine enorme militärische Schlagkraft, die ihresgleichen sucht. Die Briten haben alles getan, aber nicht den IS angegriffen. Meines Erachtens haben sie die russische Radarabwehr gecheckt. Nichts anderes. Die Raketen sind nicht billig, also ist ein Menschenleben doch etwas wert. Die übrigen toten Zivilisten als Kollateralschäden bezeichnet, gehen in die Tausende!

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