Iran will Stützpunkte in Syrien und Jemen errichten


Iran/Militär/Syrien

Mohammad Hossein Baqeri, Generalstabschef der iranischen Streitkräfte, zeigte Interesse an der Errichtung von Marinestützpunkten im Jemen und in Syrien. Dies sei „zehnmal wichtiger“ als die Atomkraft.

Iran Syrien Jemen
Flaggen Syriens und des Iran, beide gemeinfrei

Irans Generalstabschef der Streitkräfte sagte am Samstag, dass Teheran an der Errichtung von Marinestützpunkten in Syrien und im Jemen interessiert ist. Dies berichtet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Im Bericht wird General Mohammad Hossein Bagheri mit den Worten zitiert: „Vielleicht werden irgendwann Basen an den Küsten des Jemen und Syrien brauchen.“ Auch der Indische Ozean und das Meer von Oman sei von Interesse.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Er fügte hinzu: „Marinebasen in weiter Entfernung ist nicht weniger wert als die Atomkraft. Es ist zehnmal wichtiger und schafft Abschreckung.“ Er sagte weiter, dass Marineplattformen an den Küsten dieser Länder jedoch zuerst einen Ausbau der Infrastruktur erfordere.

Der Iran sei zudem in der Lage, militärische Stützpunkte im Arabischen Golf aufzubauen. „Da zwei Drittel der Weltbevölkerung in der Küstennähe lebt und die Weltwirtschaft vom Meer abhängig ist, müssen wir Maßnahmen ergreifen.“

Dies ist das erste Mal, dass ein iranischer Militärvertreter die Einrichtung von Marinestützpunkten in einem anderen Land in der Region erwähnt hat. Derzeit verfügt kein anderes nahöstliches Land über Marinebasen im Ausland, schreibt die Jordan Times.

Quellen: Tasnim, Jordan Times


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5 Comments

  1. Trumps Aussagen zum Iran(-Deal) haben wir ja alle mitbekommen. Erschreckend ist nur, daß in der Vergangenheit kein Säbelrasseln zu einer derartigen Reaktion des Iran geführt hat. Ich hoffe, da bahnt sich nichts Schlimmes an…

  2. @ Der Lalle Diese Sorge ist berechtigt. Denn Trump soll ein guter Freund des Casino-Milliardärs Sheldon Gary Adelson sein. Adelson fordert den Abwurf einer Atombombe auf den Iran. Der notorische Iran-Hetzer Benjamin Nethanjahu wurde schon mal dank den Millionen-Spenden Adelsons wiedergewählt. Soll Trump der Präsident sein, der dem Iran den Krieg erkären wird? Soll nach dem Drehbuch der Zionisten nach Syrien der Iran fallen? Ich hoffe, dass ich mich irre.

  3. Wohl kaum. Niemand wird eine Atombombe auf den Iran abwerfen.
    Wer so denkt, vergisst das hinter dem Iran Russland und China stehen.
    Die Weltherrschaft der USA ist schon soweit geschrumpft, d.h. hat sich normalisiert, dass die sich das nicht wagen. Und Trump schon mal gar nicht.
    Trump ist angetreten, Geschäfte wirtschaftlicher Art zugunsten der USA zu machen.
    Und das finde ich sehr vernünftig. Der Freihandel begünstigt immer nur den billigsten Anbieter. Bilaterale Handelsverträge sind besser.
    Wie will er denn das machen, wenn im Iran alle Lichter ausgehen?

  4. @Jürgen Borowski

    Genau so sehe ich das auch. Wer den Iran angreift bekommt es mit Russland zu tun. Putin hat dazu mehrfach ganz eindeutige Aussagen gemacht. Und wer sich mit Russland anlegt, der bekommt China als Gegner hinzu. Das bedeutet einen 3. Weltkrieg! Es werden sich gegen die USA noch weitere Verbündete anschließen. Konventionell haben die USA nichts mehr zu melden, und wenn es atomar wird, dann ist eh weltweit Feierabend. Die Nordkoreaner z.B. können ganz Seoul in weniger als 2 Stunden total zerstören ohne eine A-Bombe. Pakistan und die Philippinen und weitere Länder werden sicher nicht auf Seiten der USA sein. Und alle Länder in denen die Amis ihre Stützpunkte haben, dürfen sich entscheiden, auf welche Seite sie gehen.

    Die Aussage den Iran anzugreifen kommt von der Clinton. Diese Aussage ist nachlesbar, die Rede auf YouTube.

    IF I AM PRESIDENT, WE WILL ATTACK IRAN…..
    WE WOULD BE ABLE TO TOTALLY OBLITERATE THEM

    Diese Aussage ist vom Juli 2015, in welcher sie den Iran als Bedrohung für Israel darstellte. Sie bezog sich auf das Atomwaffen-Programm des Iran, wie schon andere zuvor, welches nach Erkenntnissen aller Dienste nicht existiert.

    Unter Präsident Obama kam wenig später der historische Deal mit dem Iran zustande. Bedeutet, dass der Iran weiterhin nur Atomenergie zu friedlichen Zwecken verwendet. Obama meldete am 14. November, dass Trump als Präsident diese Vereinbarungen nicht knicken wird.

    Mich persönlich kotzt die Berichterstattung in den D-Medien an, in welcher immer behauptet wird, der Putin oder der Trump (wahlweise) plant einen Angriff. Auf den Kriegsschauplätzen ihrer Stellvertreterkriege bekommen die US Streitkräfte seit Jahren nichts gebacken mit all ihrer Waffentechnik, obwohl ihr Gegner weder über eine Airforce oder High-Tech Luftabwehr verfügt. Pro erledigtem Gegner gehen 1 Mio US$ oder noch bedeutend mehr flöten, unter geringsten eigenen Verlusten. Eine tolle Truppe! Was will man da in konventioneller Kriegsführung ausrichten gegen einen richtigen Gegner? Das ganze Nuklearpotenzial der USA ist in sofern nutzlos, da die USA im Falle eines Atomkrieges auch nicht mehr existent wären, auch dort gehen dann alle Lichter aus.

  5. So ist es! Aber zurück zur Weltpolitik:

    http://www.n-tv.de/politik/Mattis-ein-harter-Hund-fuers-Pentagon-article19236036.html

    Da hatte der gute Mattis den Handel des Obama mit dem Iran sicher nicht verstanden. Es ging darum, das der Iran wieder Öl verkaufen dürfen sollte und dieses sollte er deshalb tun, weil dann die Ölpreise tendenziell noch weiter nach unten gehen.
    Das zielte gegen Russland und sollte Zwietracht zwischen Russland und dem Iran, aber auch zu China säen.
    Denn Russland hat mir China langfristige Öl- und Gaslieferverträge mit festem Preis. Dann hätten die Chinesen zu teuer eingekauft und das schafft dann Unfrieden.
    Auf der anderen Seite verdient der Iran weniger bei sinkendem Ölpreis und auch die Fracking Industrie in USA und Kanada hat dann ein Problem. Da hatten Obama & Co. nicht zu Ende gedacht. Auch das will Donald Trump ändern. Seit zwei Tagen steigen die Ölpreise, weil sich die Opec endlich einigen konnte.

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