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In physisches Silber investieren?
6. Oktober 2009 | 4 Kommentare
Wie Sie anhand der Überschrift sicher erahnen, sprechen wir uns klar für ein Investment in physisches Silber aus. Man kann Silberzertifikate auch an der Börse handeln, ausserdem gibt es verlockende Angebote von Banken, auf die wir hier gerne eingehen möchten.
Edelmetallinvestoren kennen das Problem sicher: Während man Gold im Wert von 100.000 Euro (= 5 Kilogramm) bequem in die Hosentasche stopfen kann, benötigt man bei selbigem Wert in Silber (300 Kilogramm) schon einen Kleintransporter.
Banken haben dieses Problem erkannt und bieten einen verlockenden Service an: Der Kunde hat die Möglichkeit, Silberbarren im Tresorraum der Bank einlagern. Im Gegenzug fällt eine Lagergebühr und eine Versicherungsprämie an. Der Kunde geht also zum Bankberater seines Vertrauens, stellt 100.000 Euro zur Verfügung und sagt: “Kaufen Sie Silber und lagern Sie es für mich in Ihrem Tresor ein”. Der Kunde erhält dann einen Kontoauszug mit der Bestätigung über seinen Silberbestand im Banktresor. Ende.
Diese Art des Silberinvestments erfreut sich insbesondere in den USA, dem Land des Großkapitals, einer enormen Beliebtheit.
Doch eine Sache fehlt noch in dieser Sache, nämlich das Silber!
Die Bank hat nie Silber gekauft, sondern das Geld gewinnbringend angelegt. Wenn der Kunde das Silber irgendwann haben möchte, dann kauft die Bank es eben schnell nach. Real lässt sich so gut wie kein Kunde jemals sein Silber physisch ausliefern. Wenn er Silber verkaufen möchte, dann bekommt er eben eine Gutschrift zurück auf sein Konto. Sie merken, das System funktioniert ähnlich wie die Geschichte mit den Bankeinlagen.
Was bedeutet das für uns?
Hier wird im großen Stil mit Silber gehandelt, das real nicht exisitiert. Die Bank verkauft dem Kunden Silber, welches sie vielleicht irgendwann auf expliziten Wunsch nachbestellen wird.
Diesen Schwindel vermutete der US-amerikanische Silberanalyst Theodore Butler und bat um Bekanntgabe der Seriennummern seiner 1000 Oz Silberbarren, für die er seit Jahren Lagergebühren und Versicherungsprämien bezahlte. Doch statt Seriennummern gab es nur Vertröstungen und Ausreden. Also suchte er sich weitere Betroffene, um am Ende gemeinsam mit 22.000 Silberinvestoren gegen Morgan Stanley zu klagen. Und jetzt der Hammer: Das Gericht konnte an dieser Praxis nichts ungewöhnliches feststellen und stellte das Verfahren ein. Dabei ist das ganz klarer Betrug, Versicherungen und Banken machen hier gemeinsame Sache. Soviel zum Thema “Banken und Edelmetalle”.
Sollte ein anderes Gericht eines Tages die Banken dazu “verknacken”, das Silber wie versprochen physisch einzulagern, dann würde der sehr kleine Silbermarkt auf einen Schlag kollabieren und die Preise würden in die Höhe schießen.
Davon profitieren Sie aber nur, wenn Sie in diesem Moment physisches Silber in den Händen halten. Und hier liegt der Hund begraben: Niemand wird dann mehr physisches Silber besitzen, außer Privatinvestoren, die ihr physisches Silber an einem zugänglichen Ort aufbewahren.
Wir halten an unserer Meinung fest: Das historische Gold/Silber-Verhältnis von 1:15 ist weiterhin realistisch. Hier kämen wir auf einen fairen Preis von 1500 Euro pro Kilogramm (heute: etwa 400 Euro pro Kilogramm). Berücksichtigt man außerdem noch den industriellen Verbrauch, müsste Silber sogar noch teurer sein.
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Hier zu günstigsten Preisen jetzt noch mal zuschlagen:
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Sehr gutes Buch zum Thema (diente für diesen Artikel als Quelle):
Crashkurs (von Dirk Müller)
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Weitere interessante Artikel zum Thema:
Warum sollte man in Silber investieren?
Anlagetipp: Silbermünzen als Wertanlage
“Silberzehner” als Schutz vor dem Crash
Silber könnte plötzlich massiv an Wert zulegen
Gold und Silber in der DDR
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‘Am Ende kommt die Panik und alle kaufen Gold und Silber’ Gold und Silber werden die letzten Rettungsboote der Massen sein, wenn die globale Schulden- und Papiergeldkrise in ihre katastrophale Schlussphase eintreten wird. Dies behauptete der berühmte Analyst Max Keiser...
Veröffentlicht unter: _Münzen · Etiketten: Banken, Edelmetall, Edelmetalle, Euro, Geld, Silber, System, USA
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Theodore Butler, das alte Schlitzohr :)
UND WAS IST MIT DER MWST?
1500 euro pro kg silber? klingt nach ner chance !!!
Hallo Märchensteuer,
auf Münzen bezahlt man nur 7% Mwst, solange es diese Möglichkeit gibt, sind diese auf jeden Fall den Barren vorzuziehen. Mal abgesehen davon, sind Münzen auch schöner als Barren. Und fälschungssicher sind sie ausserdem (wer bekommt schon so eine Prägequalität wie eine der etablierten Münzprägestätten zuhause im Wohnzimmer hin?).