Hollande lehnt „Frexit“-Referendum ab


Frankreich/Wirtschaft

In Frankreich werden Rufe nach einem „Frexit“ laut. Präsident Hollande kommentierte eine entsprechende Anfrage mit einem „Nein“. Auch in anderen EU-Staaten und sogar in den USA möchten Politiker dem Beispiel des Brexits folgen.

frexit
Frankreichs Regierungssitz, Bildquelle: Palais de l’Élysée, Autor: Remi Mathis, Lizenz: CC BY-SA 3.0

„Frankreichs Präsident Francois Hollande hat Aufforderungen zu einer Volksabstimmung über den Verbleib Frankreichs in der EU entschlossen abgelehnt. Dies sagte die französische Abgeordnete Marine Le Pen. „Wir haben zur Durchführung eines Referendums aufgerufen um die Franzosen zu fragen, ob sie in der Europäischen Union bleiben möchten“, wurde Le Pen von französischen Medien zitiert.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

„Er [Hollande] antwortete: Nein.“ Le Pen bezeichnete die Reaktion des Präsidenten als „einfach empörend“ und „als ob die Menschen ein fünftes Rad am Wagen seien.“ Sie sei sehr traurig über die Tatsache, dass die Regierung „keine Notiz von all den Signalen“ nehme, die es in Frankreich und ganz Europa seit mehreren Jahren gebe. Hollande sagte zuvor, dass er das Ergebnis des britischen Referendums „zutiefst bedauert“.

Auch andere EU-Staaten könnten Großbritanniens Beispiel folgen. In Finnland wird schon länger ein „Fixit“-Referendum gefordert, in den Niederlanden werden Rufe nach einem „Nexit“ laut. Selbst in den USA spürt man die Auswirkungen, in Texas fordern Politiker bereits schon länger einen Austritt aus den Vereinigten Staaten, nun auch als „Texit“ bezeichnet.

Massenmedien berichten bereits vorsichtig über eine mögliche zweite Abstimmung über den Brexit. Dieser dürften jedoch einige Werbekampagnen vorausgehen, um den Wahlausgang zu beeinflussen. Ähnliches ereignete sich im Jahr 2008 in Irland nach der Volksabstimmung über den Vertrag von Lissabon. Zunächst lehnten die Iren am 12. Juni die sogenannte EU-Verfassung ab, im Zuge monatelanger Reklame und einem zufällig direkt im Anschluss stattfindenden Zusammenbruch der irischen Wirtschaft stimmten die Bürger letztendlich zu.

Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung

Jedes Ende Bedeutet einen neuen Anfang!
Wollen wir hoffen dass dieser neue Anfang das Ende dieser EU in ihrer bestehenden Form bedeutet !
LG

Prof. Schachtschneider möchte diese blaue Flagge mit den vielen Sternen hier einmal nicht mehr flattern sehen. Das hat er bereits vor Jahren gehofft. Ich schließe mich dem an !
Um ausgesprochene Dämlichkeiten zu verzapfen brauchen wir den Wasserkopf in Brüssel nicht, das schaffen unsere Politiker aus dem Handgelenk.
http://www.youtube.com/watch?v=Mj-bhKmAD4Y

Die Franzosen haben sogar einen höheren Grund zum Ausstieg.
Nämlich die Währung. Die Briten haben eine nationale Währung und können, wenn es Regenwolken am Konjunkturhimmel gibt, abwerten.
Das ist schon mehrfach passiert.
Das können die Franzosen, genauso wie Griechen oder Italiener nicht. Oder alle blieben im Euro und nur Deutschland tritt aus.
Das ginge dann auch.
Hollande ist auch ein Rädchen im großen Räderwerk in Richtung Abgrund.
Donald Trump ist kein Rädchen, das ist ein eigenständiges Rad.
Deshalb letztens der Anschlag auf ihn und das Hetzen der linken und liberalen Presse gegen Trump.
Ich meine, dass muss man doch sehen. Da ist einer gegen Alle.
Und wer ist „Alle“? Immer diesselben!

@ Grillbert

Prof. Schachtschneider war ja, zusammen mit dem leider verstorbenen Prof. Hanke, mit seiner Klage vor dem Bundesverfassungsgericht unterlegen.
Ich hoffe nicht, dass die Krokodilstränen der Linken hier geglaubt werden. Diese Leute stellen sich hinter die weitere Einkreisung Russlands durch die Nato und tun das aus meiner Sicht nur deshalb, weil die wissen dass es noch große Sympathien in Ostdeutschland gibt zu Russland. Aber wer den Weg der Nato und der Brüsseler Politruks nicht will, der muss die Bündnisfrage neu stellen und das heisst: raus aus der Nato!
Und das tut, in dieser Eindeutigkeit, nur die deutsche Rechte.

Sollte heißen: „gegen die Einkreisungspolitik“

wpDiscuz
Nach oben scrollen