Gutmenschen sind böse Menschen

Beitrag von Bürgender | 31. Dezember 2009

Der Gutmensch ist nur vordergründig ein guter Mensch. Sein rechthaberisches Element soll Andere moralisch entwaffnen, wobei er sich selbst der Kritik an seiner eigenen Blindheit durch Unangreifbarkeit entzieht. Er bezieht seine Machtbasis dadurch, andere zu kritisieren, ohne dabei selbst kritisiert werden zu können.

Amnesty International ist ein gutes Beispiel für eine solche Blindheit auf einem Auge: Die Militär-Diktaturen in Süd- und Mittelamerika werden aufs heftigste kritisiert. Und mit ihnen bestimmtes, angeblich nicht menschenrechtskonformes Vorgehen in den westlichen Demokratien. Aber wenn es um die eher dem Westen feindlich gesinnten Staaten geht, mit korrupten Potentaten und Massenmördern an der Spitze, dann wird geschwiegen. Iran, China und Nordkorea werden dann gegen Kritik in Schutz genommen.

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