An diesem Tag
06.01.1951: Massaker von Ganghwa


Geschichte

Am 06. Januar 1951 führten südkoreanische Kräfte das Massaker von Ganghwa durch und ermordeten bis zu 1.300 Zivilisten. Diese wurden verdächtigt, mit dem Norden zu sympathisieren.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)
Ganghwa Massaker Südkorea
Ganghwa Massaker Südkorea, Bild: Gegenfrage.com, Flagge gemeinfrei

Das Massaker von Ganghwa war ein Massaker im Koreakrieg. Durchgeführt wurde es von südkoreanischen Streitkräften, Polizeikräften und pro-südkoreanischen Milizen ab dem 06. Januar 1951. Zwischen 212 und 1.300 unbewaffnete Zivilisten in der Provinz Ganghwa, die zur Metropole Incheon in Südkorea gehört, wurden ermordet.

Die Opfer waren mutmaßliche Kollaborateure der Koreanischen Volksarmee oder Sympathisanten des Kommunismus während der nordkoreanischen Herrschaft. Allerdings hatten viele der Opfer überhaupt keine Verbindung zu Kommunismus. Beim Massaker von Ganghwa handelte es sich um ein Kriegsverbrechen.

Überlebenden und Zeugen des Massakers war es unter Androhung von Strafen verboten, über die Massenexekutionen zu sprechen. Darüber zu berichten galt als Sympathie zum Kommunismus und wurde entsprechend bestraft.

Erst 57 Jahre später wird das Massaker anerkannt

In den 1990er Jahren wurden einige der Leichen aus Massengräbern ausgegraben. Im Jahr 2003 veröffentlichte das Ganghwa Culture Centre ein Geschichtsbuch, in dem das Massaker beschrieben wird.

Am 26. Februar 2006 gab das Nationalarchiv von Korea ein offizielles Dokument vom 30. August 1951 heraus. Darin berichtet Generalstaatsanwalt Jo Jinman dem damaligen Premierminister Chang Myon von dem Massaker.

Erst am 17. Juli 2008 hat die südkoreanische Regierungskommission für Wahrheit und Versöhnung das zivile Massaker als solches anerkannt.

Quellenangaben anzeigen
wikipedia, sydney morning herald, telesur

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Nach oben scrollen