Fundgrube 05.10.2009 / 19 Uhr

Beitrag von Bürgender | 5. Oktober 2009

“Experten” werfen wieder mit Prognosen um sich:
Volkswirte rufen Zinswende aus

Erstmals seit vielen Monaten erwartet mit 55 Prozent die Mehrheit, dass der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) innerhalb eines Jahres steigen wird. Noch bei der letzten Umfrage hatten die meisten Experten auf Jahressicht unveränderte Zinsen prognostiziert.

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Blair, der Waffenschieber sollte eigentlich Knast sitzen:
Juncker gegen Blair als EU-Ratspräsident

Der luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker forderte in der Financial Times Deutschland, der erste EU-Ratspräsident müsse eine europapolitische Biografie aufweisen, die es “nicht zu einer Überraschung macht, dass er nun zur ersten Stimme Europas wird”. Er müsse große Ohren haben, damit er alle Signale aus den Hauptstädten hören und in Kompromisspakete einpacken könne. Die Anforderungen sind laut FTD eine indirekte Absage an den ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair, der als aussichtsreichster Kandidat für den Posten gilt.

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Irlands JA ist eigentlich ein NEIN:
Irland sagt NEIN zu Lissabon

Abgestimmt haben 58% der Wahlberechtigten und davon haben lediglich 67% mit JA votiert. Also haben in Irland (unter Berücksichtigung der nicht zur Wahl gegangenen) nur 38,9% der Iren mit JA gestimmt – nämlich 67% von eben den 58% zur Wahl gegangenen. Das bedeutet im Umkehrschluss: Über 60% der Iren haben NICHT für Lissabon gestimmt.

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Drücken wir ihm, und somit uns allen, die Daumen:
Václav Klaus – Ein-Mann-Bollwerk gegen Europa

Mit ihrem klaren Yes zur EU-Reform haben die Iren dem fast schon totgesagten Vertrag von Lissabon neues Leben eingehaucht. Doch das reicht zur Rettung des Reformwerks nicht aus. Denn in Tschechien lehnt sich Präsident Václav Klaus dagegen auf. Droht ihm jetzt eine Klage wegen Hochverrats?

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Tim Geithner, der Zauberer:
US-Finanzminister und Kollegen reden Dollar stark

Im Vorfeld des G7-Treffens der Finanzminister und Notenbankchefs in Istanbul am Wochenende sprachen sich nach US-Finanzminister Timothy Geithner auch die französische Wirtschaftsministerin Christine Lagarde und der niederländische Finanzminister Wouter Bos für einen starken Dollar aus.

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Jetzt sind wohl alle versorgt mit Autos:
Einbruch nach Ende der Abwrackprämie

Vier Wochen nach Auslaufen der Abwrackprämie klagen die Autohändler in Deutschland über einen Absatzeinbruch. Die “Bild”-Zeitung berichtet unter Berufung auf den Bundesverband freier Kfz-Händler (BVfK), dass der Neuwagenverkauf im September um rund 50 Prozent gegenüber dem Vormonat zurückgegangen ist. Der BVfK-Vorsitzende Ansgar Klein sagte dem Blatt: “Der Absatz liegt rund die Hälfte niedriger als im August. Wir haben ein absolutes Nachfrageloch bei kleinen und preiswerten Autos.”

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Doch kein Aufschwung:
USA verliert Hunderttausende Jobs

Enttäuschende Nachrichten vom amerikanischen Arbeitsmarkt haben am Freitag an den Kapitalmärkten für großen Aufruhr gesorgt: Nachdem das Arbeitsministerium einen Abbau von 263.000 Stellen im September vermeldet hatte, notierte der Dax mit 1,7 Prozent und der Dow Jones mit knapp 0,7 Prozent im Minus.




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