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12.04.1945: Todestag von US-Präsident Roosevelt


Geschichte/USA

Am 12. April 1945 starb US-Präsident Franklin D. Roosevelt. Innenpolitisch war seine Arbeit durch den Kampf gegen die tobende Wirtschaftskrise geprägt, außenpolitisch ging er rigoros gegen die Feinde Deutschland und Japan vor.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)
franklin d. roosevelt
Jalta 1945“ von U. S. Signal Corps – Library of Congress , Franklin D. Roosevelt Library & Museum http://docs.fdrlibrary.marist.edu/images/photodb/09-1905a.gif. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.

Franklin D. Roosevelt war der 32. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und teilweise bedingt durch den Zweiten Weltkrieg der einzige Präsident mit einer dritten Amtszeit (1933 bis 45) in der Geschichte des Landes.

Frühe Jahre

Geboren wurde er am 30. Januar 1882. Sein Vater war der reiche Eisenbahnunternehmer James Roosevelt I, früherer Vizepräsident der Delaware and Hudson Railway und Präsident der Southern Railway Security Company. Dieser heiratete im Jahr 1880 seine Cousine sechsten Grades, Sara Ann Delano, die Mutter des späteren Präsidenten.

Er war ein Verwandter des Friedensnobelpreisträgers Theodore Roosevelt, Jr., dem 26. Präsidenten des Landes, der im Krieg gegen Spanien eine Kavallerieeinheit gründete, was ihm den Ruf eines Kriegshelden einbrachte.

Sein Vater ließ ihn privat unterrichten. Später studierte er auf Wunsch der Eltern in Harvard, ein weiteres Studium an der Columbia-Universität brach er jedoch ohne Abschluss ab. Im Jahr 1919 kandidierte erstmals für den Senat im US-Bundesstaat New York, der Beginn seiner politischen Karriere.

Bereits mit 28 Jahren wurde Roosevelt als erster Demokrat nach über 25 Jahren in den Senat von New York gewählt. Neben dem New Deal zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise war seine Politik außerdem durch die Einführung einer Sozialversicherung geprägt.

Er war später eine starker Befürworter des Eintritts der USA in den Ersten Weltkrieg und des Ausbaus der Kriegsmarine. 1920 wurde er zu einem der populärsten Politiker der Demokraten. Im Jahr 1921 erkrankte er an Kinderlähmung und war fortan querschnittsgelähmt.

Die US-Medien hielten sich nach seinem Amtsantritt als Präsident der Vereinigten Staaten weitestgehend an eine geheime Anweisung, Roosevelts Gehbehinderung zu verschleiern. Wer sich nicht daran hielt, bekam Besuch vom Secret Service.

Im Jahr 1932 konnte er sich in den Präsidentschaftswahlen gegen seinen durch die Wirtschaftskrise stark in Bedrängnis geratenen Amtsvorgänger Herbert Hoover durchsetzen.

Freimaurer

Roosevelt war bekennender Freimaurer. Er war Träger des Freimaurer-Ordens de Molay und als hochgradiges Mitglied ein „Ehrenmeister“ der Loge und außerdem Mitglied der Freimaurer-Logen „Tall Cedars of Lebanon“ und „Shriners“.

Ein berühmtes Zitat Roosevelts, welches bis heute häufig zitiert wird: „In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auf diese Weise geplant war.“

Goldverbot

Im Jahr 1933 entband Roosevelt im Zuge des New Deal den US-Dollar vom Gold und ließ gleichzeitig dessen Privatbesitz verbieten. Der Dollar war von nun an nicht mehr gedeckt, somit wurde die Währung stark abgewertet und die Bürger hatten durch das Goldverbot kaum noch Möglichkeiten, sich vor der staatlichen Enteignung zu schützen.

Das von Roosevelt eingeführte Goldverbot blieb bis zum 1. Januar 1975 bestehen. Durch Arbeitsbeschaffungsprogramme und beherzte Eingriffe in die Wirtschaft konnte die US-Wirtschaftskrise überwunden werden, besagen viele Quellen.

Dies ist aber nicht ganz richtig, da sich die US-Wirtschaft erst mit dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg und der einhergehenden extremen Aufrüstung des Militärs ab den 1940ern erholte. Bis zu diesem Zeitpunkt verblieb die Arbeitslosenquote in den USA bei knapp 20 Prozent.

Arbeitslager

Roosevelt beschränkte den freien Markt und errichtete Arbeitslager für junge Arbeitslose (Civilian Conservation Corps, CCC). Unter Aufsicht der US Army wurden darin über einen Zeitraum von neun Jahren rund 3,5 Millionen Arbeitslose zwangsbeschäftigt. Indianer wurden ebenfalls in Arbeitslager eingezogen. Weitere 150 Lager wurden speziell für Afroamerikaner errichtet.

Die Insassen wurden für den Straßen- und Brückenbau eingeteilt, für Baumpflanzungen oder für die Bekämpfung von Waldbränden. In Kalifornien sprachen sich insgesamt 97 Prozent der Bevölkerung für den Betrieb der Arbeitslager aus. Die Arbeiter durften 30 Prozent ihres dort erwirtschafteten Einkommens behalten, dieses wurde direkt an die Familien zuhause übertragen.

Roosevelt ließ sich von der US-Botschaft in Berlin über den zeitgleich stattfindenden Reichsarbeitsdienst der NSDAP informieren, um aus dort gesammelten Erfahrungen zu lernen. Kritiker bezeichneten Roosevelt darum häufig als Sozialisten oder Faschisten.

Kriege

Am 20. Oktober 1940 beteuerte er in einer Wahlrede, die Regierung werde alle Zufälle ausschalten, die in der Vergangenheit zu Kriegen führten. „Die USA befinden sich heute im Frieden und der Friede wird ihnen auch weiterhin erhalten bleiben. Niemals werde ich eure Söhne in einen ausländischen Krieg schicken.“

Nur zwei Tage später sagte er in einer anderen Rede: „Euer Präsident verspricht euch hiermit, dass dieses Land nicht den Krieg eintreten wird.“ Er betonte, es sei die oberste Priorität der US-Außenpolitik, das Land aus dem Krieg herauszuhalten. „Ich kämpfe für den Frieden und den Wohlstand unserer Nation. Ich kämpfe, um unser Volk vor dem Krieg zu schützen.“

Rund ein Jahr später erklärte Roosevelt Japan den Krieg. Besonders berühmt ist seine Kriegserklärung am 11. Dezember 1941, welche die bis heute letzte ordentliche Kriegserklärung der Vereinigten Staaten gegen ein anderes Land sein sollte.

Tod

Er war Kettenraucher und starb am 12. April 1945 infolge einer Hirnblutung. Einige Quellen schreiben, dass der Auslöser dafür ein metastasierender Krebs im Gehirn gewesen sein soll.

Quellenangaben anzeigen
slatewikipedia, statista, dhm, welt

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1 Comment

  1. Diese drei Herren gehören zu den weltgrößten Schwerverbrechern. Sie haben Millionen von Menschenleben auf ihrem Gewissen – wenn sie denn jeh eins hatten.

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