Facebook will Gedanken lesen


Krass!/USA

Facebook-Forscher arbeiten an einer Technologie, mit der beispielsweise ein Smartphone in der Lage sein soll, Gedanken zu lesen.

(Fachliteratur zum Thema gibt's hier: klick)
Facebook Gedanken lesen
Facebook Gedanken lesen

Facebook will Gedanken lesen. Was nach einem Sciencefiction-Projekt aus Hollywood klingt, entspricht tatsächlich der Wahrheit. Gedanken sollen in Text umgewandelt werden. So könne man beispielsweise Textnachrichten verfassen, ohne das Smartphone aus der Tasche holen zu müssen, erklärte Regina Dugan, Managerin bei Facebook.

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Derzeitig werde angestrebt, 100 Worte pro Minute zu verfassen, ohne Tastatur und ohne Spracherkennungssoftware. Aktuell arbeitet ein Team bestehend aus 60 Wissenschaftlern an einer Technologie, die jedoch erst noch erfunden werden muss.

Zwar gibt es bereits ähnliche Forschungen, wie an der Stanford University, wo eine gelähmte Frau mittels hochempfindlichen Sensoren am Kopf bis zu acht Wörter schreiben kann. Doch sei dies für den Alltagsgebrauch ungeeignet, so Dugan. Man müsse die notwendige Technologie darum erst noch erfinden.

Später soll es vielleicht sogar möglich sein, sich auf diese Weise in verschiedenen Sprachen auszudrücken, ohne diese zu beherrschen. Denkt man etwa an eine Tasse, spuckt die Software das Wort direkt in einer beliebigen Sprache aus. Allerdings wertet die Technologie nur das Sprachzentrum aus, damit nicht wahllos Gedanken ausgelesen und ggf. ausgewertet werden, sichert Facebook zu.

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Gedankenlesen lädt zu Missbrauch ein

Die Idee stammt nicht von Facebook. In verschiedenen Forschungseinrichtungen an ähnlichen Projekten gearbeitet. Ein Beispiel aus Deutschland ist das Berlin Brain-Computer Interface (BBCI), das von der TU Berlin, der Charité und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wird.

Hintergrund der Forschungen ist es, so heißt es, Menschen mit Behinderungen zu helfen. Die neue Technologie des Gedankenlesens lädt allerdings zum Missbrauch ein, zumal die Plattform Facebook bekanntermaßen ohnehin schon unter der Fuchtel von US-Geheimdiensten steht.

Quellenangaben anzeigen
guardian

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