Europa droht Banken-Crash „größer als 2008“


EU/Wirtschaft

Der europäische Bankensektor sei eine „tickende Zeitbombe“. Europa stehe ein Banken-Crash bevor, der 2008 in den Schatten stellen wird, glaubt ein deutscher Autor. Eine niederländische Denkfabrik schrieb in einem Bericht, dass hunderte Milliarden Euro der EU-Bankenrettungen abgeschrieben werden können.

Banken Kollaps Europa
Banken-Kollaps in Europa? Bild: Gegenfrage.com

Laut einem kürzlich veröffentlichten Bericht haben Experten der in Amsterdam ansässigen Denkfabrik festgestellt, dass die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union in den Jahren 2008-2015 747 Mrd. EUR (792 Mrd. USD) für verschiedene Rettungspakete für Banken ausgegeben haben.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Hinzu kamen weitere knapp 1,2 Billionen Euro für Bürgschaften und Garantien. Davon könnten rund 213 Mrd. € (226 Mrd. US-Dollar) abgeschrieben werden, so die Denkfabrik in Berufung auf Zahlen von Eurostat. Dies entspreche etwa dem BIP von Finnland und Luxemburg zusammengerechnet.

Die Experten stellten zudem fest, dass die sogenannten Big Four, die vier großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften EY, Deloitte, KPMG und PWC mit einem EU-Marktanteil von gut 60 Prozent, für die Verwaltung der wichtigsten Rettungspakete verantwortlich waren.

Trotz gravierender Fehler bei der Bewertung der Kreditrisiken im EU-Bankensektor (einigen Banken wurden kurz vor ihren Rettungsanträgen trotz Milliardenverlusten Gewinne bescheinigt) beraten die Gesellschaften weiterhin die Staaten bei der Bankenrettung. So hätten die Big Four etwa hunderte Millionen Euro für Stresstests erhalten.

Die Gesellschaften erwirtschaften Umsätze zwischen 20 und 40 Milliarden Dollar pro Jahr. Sie beraten nicht nur Staaten, sondern auch zahlreiche Unternehmen, darunter Coca-Cola, Amazon, Lufthansa, die Deutsche Bank, Pfizer oder Exxon.

Nächster Crash größer als 2008

„Diese tickende Zeitbombe wird über uns hereinbrechen“, glaubt der Autor Marc Friedrich. Die Banken in Spanien und Italien seien praktisch pleite und auch die Deutsche Bank stecke in großen Schwierigkeiten.

„Der nächste Crash wird kommen und er wird 2008 in den Schatten stellen“. Er fügte hinzu, dass „keine Zentralbank und keine Staaten mehr da“ seien, die eine Rückkehr der Krise aufhalten könnten.

Quellenangaben anzeigen
tni, prisonplanet, sputnik

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Ich bin froh darüber, dass 2008 alles noch einmal „gerettet“ wurde, denn ich habe erst 2009 meine Lebensversicherung ausgezahlt bekommen und alles sofort in „Unkaputtbares“ umgetauscht
Jetzt hoffe ich, dass dieses Geldsystem noch über 2018 hinaus zusammen gehalten wird, denn wir können unsere Immobilie in Spanien erst ab 2018 verkaufen.
Andererseits hätte ich 2008 niemals daran geglaubt, dass es heute noch den Euro gibt und Menschen noch ihre Sparverträge (gleich welcher Art) ausgezahlt bekommen.
So kann man sich irren.

Viele Grüße aus Andalusien
H. J. Weber

Es kommt meistens sowieso anders als man denkt.
Ich sehe vor uns eine jahrelange Periode des Aufschwungs des Aktienmarktes. Einfach deswegen, weil man nur mit Anteilen an Sachwerten (gute Aktien sind ein Sachwert an sich) relativ ruhig in die Zukunft schauen kann. Es kann vieles passieren, aber Wertpapiere die 6 % und mehr Dividendenrendite jährlich bringen,
können eigentlich in einem Crash nicht dauerhaft untergehen.
Papiergeld hat keine Zukunft und muss in Sachwerte umgetauscht werden. Gold ist nur solange ein unverzinster Sachwert, solange Privatpersonen dessen Verkauf nicht untersagt wurde. Aktien werden in unserem politischen Umfeld nicht verboten und bleiben deshalb erste Wahl.
Ganz so ähnlich habe ich schon an anderer Stelle vor fünf Jahren argumentiert und bin damals ausgelacht worden. Seitdem haben die Goldfreunde auf 35 % und mehr Einnahmen verzichtet.

„Die Banken in Spanien und Italien seien praktisch pleite und auch die Deutsche Bank stecke in großen Schwierigkeiten.“

Also werter Bürgender, der Du ja seit vielen Jahren regelmässig Superarbeit leistest hier, musst Du dafür tatsächlich eine Uraltinfo von irgend einem Marc Friedrich kennen, um das zu wissen, was schon seit langer Zeit glasklar ist…
Gibt’s aktuell keine brennenden und wirklich wichtigen Themen, wie z.B. https://dudeweblog.wordpress.com/2017/02/18/hoechste-radioaktivitaet-in-fukushima-seit-2011-loest-unvorstellbare-konsequenzen-aus/ ?

Übrigens wurde Terrorhelvetien vergessen… die CS und UBS sind quasi jetzt schon bankrott.

LG

Man kann aus einer Mücke auch einen Elefanten machen, das nennt man dann Sensations- Journalismus.
Der völkische Bestand Japans ist jeden falls nicht gefährdet.

Hallo Jürgen Borowski
Ich kriege es einfach nicht zusammen, wie man dem „kleinen Anleger“ dazu raten kann seine Altersversorgung in Aktien zu organisieren.
Mitte:
2000 stand der Dax auf etwa 8.000 Punkte;
2007 stand der Dax auf etwa 7.000 Punkte
2013 stand der Dax auf etwa 8.000 Punkte
2014 stand der Dax auf etwa 10.000Punkte
2015 stand der Dax auf etwa 11.500 Punkte
2016 stand der Dax auf etwa 10.000 Punkte
Aktuell bei etwa 12.000
Und wenn ich Experten höre, dann sagte diese, dass in dem Kurs schon die Dividenden eingerechnet sind.
Kann mir vielleicht jemand erklären, wie man dabei seine Altersversorgung aufbauen kann?
15 Jahre (über den Daumen) Kursgewinne von etwa 50%, aber dafür etwa 100 % Preissteigerung in dieser Zeit und für die „Gewinne“ auch noch Steuern zahlen.
Wer also sein Geld in diese Aktien gesteckt hat, hat etwa die Hälfte verloren und dafür auch noch Steuern bezahlt.
Alles was im Jahr 2000 in DM kostete, muss heute mit gleich viel Euro bezahlt werden.
Wer also sein Geld in diese Aktien gesteckt hat, hat etwa die Hälfte verloren und dafür auch noch Steuern bezahlt.
Langfristige private Altersversorgung gehen über einen Zeitraum von etwa 30 Jahren Ansparung und etwa 15 Jahre Verbrauch; also etwa 45 Jahre
Wer seit 1970 (46 Jahre) in Gold angespart hat, hat etwa 8,4% Kursteigerungen im Schnitt pro Jahr verbuchen können, und das ***legal steuerfrei und anonym***.
Seit dem Jahre 2000 um etwa 460%.
Und—wenn es im Alter verbraucht wird, erscheint das Einkommen ganz legal nicht bei der Einkommensteuererklärung, wonach bei gesetzlich Versicherten dann auch noch die Krankenkassenbeiträge und deren Zuzahlungen (ca. 16%) berechnet werden.
Natürlich gibt es auch beim Gold extreme Schwankungen, aber wie will man sonst auch den „kleinen Mann“ davon abhalten seine private Altersversorgung in E-Metalle zu organisieren?
Natürlich gibt es bei allen Anlageformen auch mal „Sacker“. Wie Beo Gold 2013/14.
Aber es sind trotzdem immer noch etwa 460% in Euro.
Aus damals 100TSD Euro sind heute 460 TSD in Gold geworden.
Aus 100 TSD Euro DAX Aktien sind heute etwa 150 TSD geworden.
Also hat der Anleger Kaufkraftmäßig etwa 50 TSD verloren.

Viele Grüße aus Andalusien
H. J. Weber

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