Eurokrise geht in die nächste Runde


Griechenland/Italien/Portugal/Spanien/Wirtschaft

Die Eurokrise findet schon lange nicht mehr den Weg in die Schlagzeilen. Doch brodelt es unter der Oberfläche in alter Gewohnheit weiter.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)
Eurokrise
EZB, Eurokrise, Bild: Gegenfrage.com

Die Eurokrise verschwand zwar irgendwann aus den Schlagzeilen. Einen echten Grund gab es dafür jedoch nicht. Weiterhin stehen Banken vor der Pleite, die Ratings der sogenannten „PIGS“ (Portugal, Italien, Griechenland, Spanien) sind noch immer schlecht bis verheerend.

Banken in Spanien, Italien und Portgal

Nach dem Bankrun auf die sechstgrößte spanische Bank Banco Popular und die Übernahme des Instituts durch die Santander für einen Euro verloren die Aktionäre und Anleiheinhaber ihren gesamten Einsatz. Angeblich droht auch weiteren kleineren spanischen Banken die Pleite.

Auch die Liberbank gerät aktuell unter Druck. In der vergangenen Woche stürzten die Aktien um 40 Prozent ab und werden nur noch als Pennystock gehandelt. Die Ausfallquote der Bank liegt mit 13 Prozent über drei Prozentpunkte höher, als im landesweiten Durchschnitt.

Die italienischen Banken Popolare di Vicenza und Veneto Banca stecken ebenfalls tief in der Krise. Andere italienische Banken erstellen darum derzeit einen Krisenplan für eine gemeinschaftliche Rettung der Pleitebanken, darunter die Großbanken Intesa Sanpaolo und Unicredit.

Die angeschlagene portugiesische Novo Banco soll an an die US-Private-Equity-Gesellschaft Lone Star verkauft werden. Allerdings stellen sich einige Großaktionäre gegen den geplanten Verkauf, darunter Aethel Partners aus London oder Pimco aus den USA.

Ratings der „PIGS“

Portugal wird von der Ratingagentur Fitch mit BB+ (spekulativ) bewertet, Italien mit BBB (durchschnittlich). Spanien von S&P mit BBB+ (durchschnittlich) und Griechenland mit B- (hochspekulativ).

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wolfstreetdinheirovivotradingeconomics

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Macht doch nichts, Geld gibt es von der EZB zum Nulltarif, für Sicherheiten, die nur noch Gelächter auslösen können.
Die Höhe der Verschuldung von Staaten spielt ja auch keine Rolle mehr, denn zurückgezahlt wurde eh noch nie etwas, und wenn die Zinszahlungen wegfallen, spielt die Höhe der Verschuldung auch keine Rolle mehr.
Ob ein Staat 2 Billionen nicht zurückzahlen kann, oder 20 Billionen, spielt bei NULL Zinsen, keine Rolle mehr.
Bei 30 Jahren, oder vielleicht sogar bald 100 Jahren Laufzeit von Staatspapieren, wird sicherlich sogar jeder Cent. tatsächlich einmal zurückgezahlt werden.
Nur- dann wird ein Brot Milliarden kosten.
Solange auf meiner privaten Altersversorgung keine Währung steht, ist mir das aber egal.

Viele Grüße aus Andalusien
H. J. Weber

Der springende Punkt für uns ist indes der, das die Schulden der Anderen auch unsere Schulden sein sollen.
Die rechtlichen Voraussetzungen dafür hatte Schäuble bereits geschaffen mit dem Zugriff auf deutsche Sparkonten im Falle des Kollapses eines oder mehrerer EU Länder. Ich sage bewusst: Länder und nicht Staaten. Denn Staaten sind in der Regel souverän. Aber EU Länder, sind nicht souverän. 80 % aller Gesetze, egal aus Spanien oder Deutschland wurden in Brüssel ersonnen.

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