17.05.1930: Gründung der „Zentralbank der Zentralbanken“


Geschichte

Am 17. Mai 1930 wurde die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die sogenannte „Zentralbank der Zentralbanken“, gegründet. Sie sollte die deutschen Reparationszahlungen nach dem Ersten Weltkrieg regeln und zählt heute 647 Mitarbeiter.

Zentralbank der Zentralbanken BIZ Basel
„Basel – Bank für internationalen Zahlungsausgleich3“ (hier) von Taxiarchos228Eigenes Werk. Lizenziert unter FAL über Wikimedia Commons.

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, auch „Zentralbank der Zentralbanken“ genannt, koordiniert Transaktionen zwischen den Zentralbanken und verwaltet internationale Währungsreserven. Sie befindet sich in Basel und ist eine geschlossene Organisation im Besitz von insgesamt 60 Zentralbanken.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Die Vorstände der Zentralbanken reisen alle zwei Monate zum Hauptsitz nach Basel zur Hauptversammlung. Im März 2006 betrug das Vermögen der Bank etwa 221 Milliarden Dollar. 2001 sollten alle privaten Aktien zu 16.000 Schweizer Franken je Aktie zurückgekauft werden. Bewertet wurden die Aktien von JPMorgan und der Prüfungsgesellschaft Arthur Andersen.

14 Prozent aller Eigentümer Privatpersonen?

Doch die Teilhabe der Federal Reserve an der BIZ zeugt davon, dass Privataktionäre weiterhin Anteile halten. Wie der Washington’s Blog berichtet, ist die BIZ sogar nur zu 86 Prozent im Besitz der Zentralbanken, die restlichen 14 Prozent werden von Privatinvestoren gehalten.

Angeblich wurden die Aktien im Gründungsjahr 1930 ausgegeben. Ursprünglich sollte die BIZ die Zahlungsfähigkeit Deutschlands im Zusammenhang mit den Reparationszahlungen sicherstellen. Natürlich wäre es nun sehr interessant herauszufinden, wer genau diese privaten Aktionäre sind.

Eine wesentliche Rolle bei der Gründung der Bank spielte jedenfalls einer der damals mächtigsten Bankiers der Welt, Sir Montagu Norman. Dieser war Gouverneur der Bank of England und enger Freund des damaligen Bankiers und späteren Reichsbankpräsidenten und Wirtschaftsministers Hjalmar Schacht, welcher von 1933 bis 1945 deutscher Vertreter bei der BIZ war.

BIZ und Deutschland

Bereits ein Jahr nach der Gründung der BIZ stellte Deutschland aufgrund der Großen Depression die Reparationszahlungen ein, somit war die Organisation de facto ohne Funktion. Nach dem Zusammenbruch der Weimarer Republik nahm Deutschland die Kooperation mit der überstaatlichen Organisation jedoch wieder auf.

Infolge des Anschlusses Österreichs an das Deutsche Reich im Jahr 1938 übergab die deutsche Regierung die Goldreserven Österreichs an die BIZ. Nach der Besetzung der Tschechei wurde auch ein Teil des tschechischen Goldes übergeben. Während des Zweiten Weltkrieges verwaltete die BIZ die Devisengeschäfte Deutschlands.

Formal ist sie als Aktiengesellschaft eingetragen und als internationale Organisation anerkannt. Die BIZ bezahlt keine Steuern und deren Mitarbeiter genießen umfassende Immunität. TZrotz der Tatsache, dass dort vier Prozent der weltweiten Währungsreserven, sowie 120 Tonnen Gold verwaltet werden, untersteht sie keinerlei Aufsicht.

Aktionäre haben kein Stimmrecht

Die Federal Reserve von New York hatte betont, dass private BIZ-Aktionäre keinerlei Stimmrechte besitzen: „Alle Aktionäre erhalten Dividenden. Allerdings besitzen die privaten Aktionäre kein Stimmrecht. Lediglich Zentralbanken oder explizit ernannte Personen haben das Recht an Abstimmungen teilzunehmen.“

Quellenangaben anzeigen
globalresearch


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