Die Volksvertreter prassen weiter

By Bürgender | November 22, 2009

Es ist kaum zu fassen: Trotz Krise prassen unsere Politiker unsere sauer verdienten Steuergelder die Toilette hinunter, ganz so, als ob das völlig normal wäre. Es handelt sich dabei um nahezu alle Minister der Bundesregierung, die hier 300 Millionen Euro, da 140 Millionen Euro und dort 400 Millionen Euro zusätzlich benötigen. Und falls doch mal noch ein Krümelchen übrig bleibt, dann wird dieses um Gottes Willen nicht gespart, denn ein Politiker spart niemals,  sondern man lässt sich vom unwissenden Steuerzahler einfach nutzlose Füllfederhalter für 70.000 Euro spendieren.

Als erstes Bundesland überhaupt hat Hessen Inventur gemacht und kam auf stolze -57.879.233.670,48 Euro. Jawohl, Sie lesen richtig, Minus. Stolz darum, weil die Minister in der Tat stolz darauf sind. Nicht auf das errechnete Defizit, sondern auf die neue Form der Buchführung, die es so bislang in keinem anderen Land gab. Eine stinknormale EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung) also, welche Peter Zwegat in seiner Sendung hochverschuldeten Kreditsklaven in wenigen Minuten erklärt, gibt es für unsere hart erwirtschafteten Steuergelder offenbar in keiner Form.

Es gibt demnach verschiedene Möglichkeiten:

  • Es ist unseren Volksvertretern egal wie/ob gehaushaltet wird
  • Sie zerstören unseren Staatshaushalt absichtlich
  • Sie können es nicht besser
  • Sie haben den Euro bereits abgeschrieben und wir erleben einen Crack-Up-Boom

Falls unser ungedecktes Papiergeld irgendwann knapp werden sollte, dann druckt man eben neues und holt es über Inflation wieder herein, kein Problem. Man bucht es also sozusagen einfach von den Konten der Sparer ab. Hier stellt sich aber die Frage: Wie lange halten die Bürger das noch aus? Sicher, uns geht es allen gut, wie oft gegenargumentiert wird, es herrscht kein Krieg und es gibt alle 500 Meter eine Tankstelle und drei Dönerbuden. Aber niemand lässt sich gerne belügen und bestehlen! Dass ein Mensch acht Stunden täglich in einer Fabrik steht und trotzdem aus dem letzten Loch pfeift, um seine Nebenkosten bezahlen zu können, ist eine Katastrophe für unser Land. Zumal dieser Mensch das für seinen Lebensstandard notwendige Geld im Grunde bereits am 15. des Monats verdient hätte, wenn am Ende des Monats nicht die Hälfte ans Finanzamt abgeführt würde.

Wir dürfen gespannt sein, wie es weiter geht. Doch egal wie sie tricksen, unsere lieben Politiker, egal was sie noch anstellen, um die Statistikbarometer auf “Wachstum” zu vergewaltigen, an irgendeiner Stelle wird das Geld am Ende fehlen. Und offenbar nicht bei ihnen selbst. Bis es den Menschen hier irgendwann wirklich nicht mehr gut geht.

Wolfram Richter, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Finanzministeriums, sieht die öffentlichen Finanzen übrigens vor dem Kollaps. Er sagt: An einem Sozialabbau führt kein Weg vorbei. Prost Mahlzeit!




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