05.03.1947: Hunderte deutsche Wissenschaftler treffen in den USA ein


Deutschland/Geschichte/USA

Am 05. März 1947 meldete das Pentagon den Transfer von 297 deutschen Wissenschaftlern in die USA. Im Zuge der Operation Paperclip bzw. der Operation Overcast wurden nach dem Zweiten Weltkrieg mindestens 1.600 deutsche Wissenschaftler in die Vereinigten Staaten gebracht.

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Deutsche Wissenschaftler in den USA, Operation Paperclip, Bild: Gegenfrage.com

An diesem Tag im Jahr 1947 gab das US-Verteidigungsministerium bekannt, dass 297 deutsche Wissenschaftler in den USA eingetroffen seien. Dieser Schritt war Teil der geheimen Operation Paperclip bzw. der Operation Overcast. Ziel war es, die besten deutschen Forscher und führende Industrielle in die USA zu holen.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Man werde die „besten deutschen Gehirne, die uns Jahre voraus sind“ nicht den Russen überlassen, so hieß es. US-Generäle waren eingeteilt, um in Deutschland sogenannte „Fachleute ohne Schuld“ ausfindig zu machen. Bereits ab September 1945 wurden deutsche Wissenschaftler in die USA gebracht.

Über die Medien ließ man dort verkünden, dass es sich dabei nicht um Nazis handelte. Dies entsprach jedoch alles andere als der Wahrheit. So wurde etwa Wernher von Braun (Konstrukteur der V2-Abwehrrakete) bereits frühzeitig in die USA gebracht, der später die Mondrakete konstruierte.

Oder auch Arthur Rudolph (Entwickler der Aggregat 4-Rakete), ebenso Kurt Debus, deutscher SS-Experte für Raketenstarts, oder Ludwig Roth, Entwickler der Wasserfall-Rakete. Doch nicht nur Techniker und Ingenieure, sondern auch deutsche Ärzte waren beim Pentagon heiß begehrt. Unter anderem der bekannte Luftfahrtmediziner Hubertus Strughold.

Auch die Sowjetunion rekrutiert tausende Wissenschaftler

Insgesamt wurden mehr als 1.600 deutsche Wissenschaftler in die USA gebracht. Einige von ihnen gingen freiwillig in die USA, die meisten jedoch mussten ihre Heimat gegen ihren Willen verlassen.

Doch auch Frankreich, Großbritannien und die Sowjetunion griffen beherzt zu: So wurden etwa im Zuge der Operation Ossawakim allein in der Nacht vom 21. auf den 22. Oktober 1946 mindestens 2.000 deutsche Wissenschaftler und Ingenieure inklusive ihrer Familien gegen ihren Willen aus der Sowjetischen Besatzungszone in die Sowjetunion gebracht.

Quellenangaben anzeigen
chroniknet, nytimes, operationpaperclip, nytimes


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