Der Iran, der Dollar und und das Öl

By Bürgender | September 28, 2009

Zuerst ein kurzer Blick in die Vergangenheit: Was war der wahre Grund für den Einmarsch US-amerikanischer und europäischer Truppen in den Irak? Jeder weiss inzwischen, dass die Gründe offensichtlich nicht Massenvernichtungswaffen oder Menschenrechte waren, sondern das liebe und knappe Öl. Zumindest wird das nahezu jeder zu diesem Thema sagen, wenn man ihn nach seiner Meinung fragt.

Fast richtig!

Tatsächlich ging es dabei nur um den Dollar und seine Rolle als Welthandelswährung. Saddam Hussein war einer der ersten, der am Dollar und somit an der Weltmacht USA rüttelte. Quelle: Wikipedia (gemeinfreies Bild)Im Jahre 2000 erklärte er, für das irakische Öl nur noch Euro statt US-Dollar zu akzeptieren, im Zuge dessen wechselte er einen großen Teil seiner Dollarreserven in Euro um. Wie es dann weiter ging, haben wir alle noch recht gut in Erinnerung: zuerst bittere Propaganda in westlichen Medien, kurz darauf drangen Kampfbomber, Panzer und Bodentruppen in den Irak ein, stürzten die Regierung und am Ende wurde Hussein nach “irakischem Recht” verurteilt und gehängt. Massenvernichtungswaffen wurden übrigens nie gefunden.

Der “Schurkenstaat” Iran

Der Iran soll nun plötzlich ebenfalls Massenvernichtungswaffen haben, bzw. hat Präsident Ahmadinejad vor, welche zu bauen, wie ihm in unserer westlichen Propagandapresse unterstellt wird. Er ist nämlich, genau wie Saddam, ein böser Diktator und regiert einen islamistischen Schurkenstaat, so die völlig neutralen westlichen Qualitätsmedien.

Und nun raten Sie mal, was wirklich los ist

Der Iran kündigte es bereits 2002 an, nun wurde es in die Tat umgesetzt: Im Februar 2008 wurde eine eigene, iranische Ölbörse eröffnet. Nun handelt der Iran sein Öl nicht mehr US-Dollar, sondern in japanischen Yen und der iranischen Landeswährung Rial. Ahmadinejad lehnt sich also weit aus dem Fenster. So weit, dass sogar der erste farbige US-Präsident, der Messias und Heilsbringer Barrack Hussein Obama, mit einem Militärschlag droht. Schließlich dürfen nur die Vereinigten Staaten von Amerika Massenvernichtungswaffen besitzen, sonst niemand (bis auf die wehrhaften Russen). Zumindest ist das mal wieder der offizielle Grund.

Und was kommt als nächstes?

Der venezolanische Präsident Hugo Chavez hat ebenfalls mehrfach angedroht, sein Öl nicht mehr in US-Dollar zu handeln. Mit seinen südamerikanischen Nachbarn handelt er sein Öl bereits im Tausch gegen andere Waren und umgeht so den Dollar. Dass die USA im Jahre 2002 versuchten, ihn durch einen Putsch seines Amtes zu entheben, hat damit siiiiicher nichts zu tun.

Unser Fazit

Wenn unsere Presse über den Iran (bzw. Mahmud Ahmadinejad) oder Venezuela (bzw. Hugo Chavez) berichtet, haben wir die zuvor genannten Erkenntnisse stets im Hinterkopf. Wir bitten auch Sie, Nachrichten grundsätzlich kritisch zu verfolgen. Sicher, diese Politiker sind keine unbeschriebenen Blätter, unsere aber auch nicht.

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Ein sehr aufschlussreiches Buch, wo dieses Thema u.a. behandelt wird:
Crashkurs (von Dirk “Mr. Dax” Müller)

Ein weiteres hervorragendes Buch zu den “Geschäften” der USA:
Die Kreatur von Jekyll Island (von G. Edward Griffin)




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