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Der Betrug an der Schweiz

Viel ist derzeit zu hören von sogenanntem Steuerbetrug, Schwarzgeld, Kundendaten und irgendwelchen Sünden, welche angeblich von Abgeltungsuneinsichtigen begangen werden. Steinbrück drohte der Schweiz seinerzeit mit grauen und schwarzen Listen. Aber ist es als Bankenstaat nicht fantastisch, dort draufzustehen? Wäre ich an der Stelle von Bundespräsident Merz, würde ich wie ein Berserker darum kämpfen. Schließlich verdankt die Schweiz ihren Wohlstand ausschließlich dem rammeldichten Finanzwesen und der harten Geldpolitik. Aber sei’s drum.

Bretton Woods

Was laut dem Schweizer Privatbankier und Autor Ferdinand Lips wirklich dahintersteckt, ist eine langfristige Demontage des Schweizer Banken- und Geldsystems. Angefangen hat es nicht mit Steinbrück, Merkel, Schäuble oder irgendwelchen CD-Dieben. Sie sind alle lediglich das Kanonenfutter, das auf dem Weg zum Ziel verheizt wird. Der tatsächliche Ursprung liegt im Ende des Bretton-Woods-Systems, dem nach dem Zweiten Weltkrieg neu geordneten internationalen Währungssystem von festen Wechselkursen, das vom goldhinterlegten US-Dollar als Leitwährung bestimmt war und 1971 von US-Präsident Nixon außer Kraft gesetzt wurde. Die letzte goldgebundene Währung der Welt war von diesem Zeitpunkt an der Schweizer Franken.

Schweizer Nationalbank, Bildquelle: tokamuwi | PIXELIODie Schweiz und der IWF

In den 1990er Jahren wurde die goldreiche Schweiz zur Hauptzielscheibe. Damals häuften sich die Vorschläge, die neutrale Schweiz müsse sich stärker “internationalen Organisationen” anschließen. Die Schweiz besiegelte ihren eigenen Untergang, als sie 1992 Mitglied des IWF wurde.

Jahrzehntelang schaffte die Neutralität des Landes, sowie die harte und goldgedeckte Währung ein großes weltweites Vertrauen in das schweizer Bankensystem. Ende 1996 kam eine “Forschungsgruppe” zum Ergebnis, dass eine Reservedeckung der Schweizer Nationalbank und der Regierung nicht mehr notwendig sei und diese “altmodische” Form der Anlage eliminiert werden müsse. Sicherlich war dies lange vorher schon beschlossene Sache, denn gemäß Artikel 2b, Absatz IV der Articles of Agreement des IWF war es ohnehin verboten, an einer goldgedeckten Währung festzuhalten.

Zu viele Experten

Den Vogel schoß ein Universitätsprofessor aus Lausanne, Thomas von Ungern-Sternberg, ab: Er forderte von der SNB, nicht weiter auf ihrem Goldschatz zu schlafen, sondern bessere Erträge mit den Ersparnissen zu erzielen. Schließlich liege die Rendite seit 1980 bei Null. Ein Totschlagargument, da man eine wenige Wochen andauernde historische Spitze des Goldpreises nicht als Ausgangspunkt für eine langfristige Rendite nehmen darf. Wenn man es nämlich so betrachtet, hat der Goldpreis seit seinem historischen Tief im Jahre 1970 ganze 2800% zugelegt (wieviel Prozent gibt es doch gleich für’s Festgeldkonto?). Was aber natürlich wegen diverser Umstände auch nicht mehr aussagt, als das 1980-Beispiel. Langfristig behält Gold seine Kaufkraft und konserviert Arbeitsstunden, nur darum geht es im Kern. Gold ist Geld.

Goldreserve um 57% verringert

Die Schweiz soll laut diesem und anderen Experten also ihren verbliebenen Goldschatz von 1.040 Tonnen (Stand: 2009) verkaufen. Zum Vergleich: Im Jahre 2000 betrugen die Goldreserven noch 2.419 Tonnen. Somit nahmen die Goldreserven der Schweiz in neun Jahren um 57% ab. Wohin die Reise geht, sehen wir derzeit deutlich. Kontrolle, Steuerterror, Sozialismus, Planwirtschaft. Die jahrzehntelang bewährte Form der Geldanlage wird immer schärfer attackiert und die Demontage der Schweiz und des gesunden Kapitalismus ansich rollt unaufhaltsam weiter.

Wir werden sehen, wo das endet. Diesen offenbar lange geplanten Prozess aufzuhalten wird aber sicherlich keine leichte Hürde. Man könnte dem einzelnen Bürger höchstens dazu raten, seine eigene kleine Nationalbank-Reserve aufzubauen.

Quellen: Steinbrück zum Steuerbetrug ”Schweiz auf die Schwarze Liste”, Null Rendite – Nationalbank soll ihr Goldverkaufen, Goldreserven der Welt, Buch: Die Goldverschwörung, Anlagenvergleich

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